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Beethoven in Aschaffenburg. Ein Treffen mit Sterkel 1791

Von Matthias Klotz

Fast 230 Jahre ist es her, dass sich der Komponist Ludwig van Beethoven (1770-1827) in Aschaffenburg aufhielt. Beethoven war damals noch Mitglied der Bonner Hofkapelle, wo er Organist und Bratschist war. Anfang September 1791 fuhr die Bonner Hofkapelle mit dem 20-jährigen Ludwig van Beethoven, der auf dem Schiff als Küchenjunge eingesetzt war, den Rhein und Main entlang und legte am 3. September 1791 mit zwei Schiffen in Aschaffenburg an.

Zweck der Stippvisite in Aschaffenburg war der Besuch des berühmten Komponisten und Hofkapellmeister Franz Xaver Sterkel (1750-1817). Beethoven war von Sterkels Spiel beeindruckt und man geht davon aus, dass sein Stil einige der frühen Klavierkompositionen Beethovens beeinflusst hat. Umgekehrt hat Beethoven dabei sein Können gezeigt, indem er dessen Righini-Variationen hervorragend spielte und spontan weitere Variationen improvisierte.

Nach dem Aufenthalt fuhren die Schiffe weiter nach Miltenberg, danach reisten die Musiker mit der Kutsche nach Mergentheim zu einem Konzert mit dem Generalkapitel des Deutschen Ordens. Die Hofkapelle blieb dort bis Ende Oktober 1791. Im Jahr darauf, 1792, unternahm Beethoven eine Studienreise nach Wien, aus der sich ein längerer Aufenthalt entwickelte. Bis zu seinem Tod 1827 lebte er – mit kurzen Unterbrechungen – in der österreichischen Hauptstadt.

Der Komponist Franz Xaver Sterkel (1750-1817) war seit 1785 Kanoniker und Hofmusiker in Mainz und hielt sich zu dieser Zeit in Aschaffenburg auf.

 

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Xaver_Sterkel

https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven

Foto Beethoven jung: Ludwig van Beethoven, Porträt von Joseph Willibrord Mähler 1804/05, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=97393986

Foto Beethoven alt: Idealisiertes Portrait von Joseph Karl Stieler, ca. 1820, https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6f/Beethoven.jpg

Foto Sterkel: Portrait von Heinrich Eduard Winter,  https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/ea/Franz_Xaver_Sterkel.jpg

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