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3. Nachricht

Liebe*r Leser*in, tja, womit fängt man an, wenn man seine Erinnerungen teilen möchte? Wohl am ehesten mit dem, was einem wichtig war. Für mich war das meine Familie. In diese Familie wurde ich am 17. August 1881 als zweitjüngstes Kind von vieren hineingeboren.

Unsere Eltern waren keine gebürtigen Aschaffenburger. Meine Mutter Regina kam aus Schaafheim, mein Vater aus Hörstein. Sein Name war Bernhard. Die beiden heirateten Anfang 1876 in Aschaffenburg und einen Tag nach ihrem eigenen Geburtstag brachte meine Mutter im November des gleichen Jahres auch schon ihr erstes Kind zur Welt – meine Schwester Ida.

Nur anderthalb Jahre darauf folgte Sophie. Meine beiden älteren Schwestern haben unsere Mutter wohl ziemlich auf Trab gehalten! Jedenfalls wurde der Altersabstand zwischen uns Kindern danach größer – drei Jahre waren Sophie und ich auseinander. Fünf Jahre nach mir kam dann unsere jüngste Schwester, Hedwig, zur Welt. Damit war die Familienplanung meiner Eltern abgeschlossen.

Die Arbeitsaufteilung meiner Eltern entsprach den damals üblichen Rollenbildern: Unsere Mutter kümmerte sich um den Haushalt und uns Kinder; unser Vater war Inhaber eines Manufakturwarengeschäfts. Ob Kleidung, Tischdecken oder Stoffe – wir hatten eine große Auswahl an qualitativ hochwertigen Waren! Und die Aschaffenburger wussten das zu schätzen.

Der Arbeitsplatz unseres Vaters lag nicht weit weg von unserem Zuhause. Er befand sich im Erdgeschoss des gleichen Gebäudes. Das fanden wir Kinder natürlich toll! Wenn wir Lust hatten und unser Vater nicht zu sehr eingespannt war, konnten wir ihn bei der Arbeit besuchen. Ob es unser Wohn- und Geschäftshaus heute noch gibt und wo in der Stadt Du es denn finden könntest, erzähle ich Dir das nächste Mal. Bis bald, Dein Max

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