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Werftstraße

Da der kleine Hafendrehkran vom Typ her den elektrischen Kränen der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg sehr ähnlich ist, wird seine Entstehungszeit um 1910 angenommen. Der Kran wurde zum Be- und Entladen von Schiffen an den Kais des Staatshafens neben fest installierten Anlagen für den vorübergehenden Bedarf benötigt. Er war bis vor wenigen Jahren am Ende des nördlichen Piers mobil auf einem fahrbaren Halbportal am Kai zum Hafenbecken montiert. Der jetzt denkmalartig ans Pierende gestellte Kran ist ein auf ein Fahrgestell montierter Drehkran mit kastenförmigem, hinten gerundetem, holzverkleidetem Motor- und Führergehäuse, dessen segmentbogiges Dach zum Ausleger hin ansteigt. Der feste Ausleger ist aus Stahlfachwerk. Der Kran wird elektrisch betrieben und war am Schluss für eine Tragkraft von 4,5 t zugelassen. Er ist mit seiner technischen Ausstattung weitgehend erhalten und gehört innerhalb des Hafens von 1921 zu den ältesten technischen Anlagen.

Quelle:

Ina Gutzeit/Hauke Kenzler: Kreisfreie Stadt Aschaffenburg. Ensembles, Baudenkmäler, Bodendenkmäler (Denkmäler in Bayern. VI. Unterfranken, 71), München 2015, S. 282.

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