Skip to content

Nähe Ludwigsallee – Bildstock und Ludwigssäule

Ludwigssäule

Am Namensfest von König Ludwig I. von Bayern, dem 25. August 1843 wurde an gut sichtbarer Stelle entlang der Ludwigsallee eine Sandsteinstele, die sog. Ludwigssäule errichtet. Wie aus der Inschrift hervorgeht, wollten die Bürger der Stadt mit der Errichtung dieses Denkmals ihre Dankbarkeit gegenüber dem als Wohltäter der Stadt geltenden Landesvater zum Ausdruck bringen. Das Denkmal wurde auf dem Weg zum Godelsberg, den der König gern besuchte, aufgestellt. Es erhebt sich auf einem künstlichen Steinhügel. Auf zwei Stufen steht eine dreifach gegliederte Basis, auf der sich der hochrechteckige Sockel erhebt. Er ist mit einer Inschrift versehen und mit einer profilierten Platte abgeschlossen, auf der die obeliskähnliche Stele aus rotem Mainsandstein steht.

Bildstock

Unmittelbar bei der Ludwigssäule, am Fußweg zum Godelsberg steht der gemauerte und verputzte Bildstock. Auf einer abgeschrägten Basis erhebt sich ein Vierkantsockel, der mit einer Platte abgedeckt ist. Darauf steht das Bildhäuschen mit einer Nische und biberschwanzgedecktem Satteldach. In der vergitterten Nische ist ein Tafelbild angebracht, das den hl. Urban, Schutzpatron der Winzer und Küfer, zeigt. Der Heilige ist vor einem Weinberg und der Ruine der Kippenburg dargestellt. Das Bild schuf 1995 der Aschaffenburger Restaurator Christian Giegerich, nachdem das Original abhanden gekommen war. Die Ursprünge des Bildstocks reichen wohl bis in das Mittelalter zurück, als der im Stift St. Peter und Alexander tätige Dekan Godebold auf dem Godelsberg, der später nach ihm benannt wurde, einen Weinberg anlegte. Der Berufszweig der Häcker lässt sich in Aschaffenburg bis in die 1. Hälfte des 14. Jh. zurückverfolgen. So ist anzunehmen, dass der heutige, wohl im 19. Jh. geschaffene Bildstock einen oder gar mehrere Vorgänger hatte.

Quelle:

Ina Gutzeit/Hauke Kenzler: Kreisfreie Stadt Aschaffenburg. Ensembles, Baudenkmäler, Bodendenkmäler (Denkmäler in Bayern. VI. Unterfranken, 71), München 2015, S. 91.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.