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Mittelwald

Der Bildstock mit einer Darstellung der Schutzmantelmadonna am Südrand des Bensenbruch-Wäldchens ist aufgrund eines Gelübdes entstanden. Da in der Karwoche 1945 ca. 50 Menschen die Angriffe auf die Stadt, vor denen sie in einem alten Steinbruch Schutz suchten, überlebten, ließen Vinzenz Schwind und seine Frau Magdalene geb. Dölger, die Eltern des späteren Oberbürgermeisters von Aschaffenburg Dr. Vinzenz Schwind, einen Bildstock setzen. Erich Pfeiffer lieferte den Entwurf für den Bildstock, der 1947 von August End ausgeführt wurde. Als Material diente dem Bildhauer ein Trümmerstück aus dem zerstörten Schloss Johannisburg. Auf einem Sockel steht eine rundbogige Platte mit dem Relief der Muttergottes, die schützend ihren Mantel über vier Personen, Großvater, Großmutter und zwei Enkel, ausbreitet. Auf dem Sockel ist die Inschrift: „Maria breit den Mantel aus / mach einen Schutz u. Schirm daraus / laß uns darunter sicher steh’n / und alle Feind vorüber geh’n.“

Quelle:

Ina Gutzeit/Hauke Kenzler: Kreisfreie Stadt Aschaffenburg. Ensembles, Baudenkmäler, Bodendenkmäler (Denkmäler in Bayern. VI. Unterfranken, 71), München 2015, S. 258.

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