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Magnus Will (1867-1877)

Am 8. August 1867 wurde Magnus Will als Nachfolger von Dr. Bernhard Emil Vogler gewählt. Am 1. Oktober trat er sein Amt als Bürgermeister von Aschaffenburg an.

Magnus Will wurde am 3. Januar 1834 in Wiesen (ehemaliger Landkreis Lohr) geboren. Seine Eltern, der königliche Oberförster Johann Will und seine Ehefrau Elise, ermöglichten ihm nach dem Abitur Rechtswissenschaften zu studieren. Nach dem Studium arbeitete er bis zu seiner Wahl als Bürgermeister von Aschaffenburg als Assessor im Bezirksgericht Lohr. Im Jahre 1870 lief seine erste Amtsperiode ab und er wurde wiedergewählt.

Im März 1877 erhielt er die Möglichkeit sich als königlicher Rechtsanwalt in der Stadt niederzulassen. Will nahm die Advokatur an, aber bis zum 1. Mai 1877 musste er sein Amt ausüben. Am 24. Mail 1877 war sein Nachfolger als Bürgermeister gewählt worden – Rechtskonzipient Friedrich Medicus.
Will war Mitglied der Nationalliberalen Partei und verschiedener Vereinigungen (Krieger- und Veteranenverein, Zivilvorsitzender der Ersatz-Kommission Aschaffenburg-Stadt).

Magnus Will war noch fast zwanzig Jahre als Rechtsanwalt tätig. Nach längerer Krankheit verstarb er am 17.  Mai 1896 in Aschaffenburg im Alter von 62 Jahren.

Seine Leistungen für die Stadt:

  • der eigentliche Beginn der Stadterweiterung (Schöntal-Durchbruch an der Karlstraße und die „Niederlegung“ des Herstalltores)
  • 1868: Bau des evangelischen Schulhauses in der Alexandrastraße
  • 1871: Bau der Markthalle
  • 1872: Umwandlung des Jesuitenkollegs in ein weltliches Studienseminar
  • 1875: Gründung der Höheren Weiblichen Bildungsanstalt mit Lehrerinnen-Seminar (im Schönborner Hof).

Quelle:

Stadtoberhäupter. Bürgermeister und Oberbürgermeister in Aschaffenburg, von Carsten Pollnick/Susanne von Mach, Aschaffenburg 2020, S. 41-44.

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