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Josef-Dinges-Straße

2003 benannt nach Josef Dinges
* 28.12.1906 in Wernborn (heute Usingen) † 20.11.1969 in Aschaffenburg

Kleiderfabrikant

Josef Dinges wurde 1906 in Wernborn geboren. Der gelernte Schneider und Zuschneider kam um 1926 nach Aschaffenburg und gründete 1933 eine Kleiderfabrik mit 12 Angestellten.
Josef Dinges war Mitglied der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) sowie der Deutschen Arbeitsfront (DAF). Im Juli 1940 beantragte er die Mitgliedschaft in der NSDAP und wurde zum 1. Oktober 1940 als deren Mitglied geführt. Von Ende 1940 bis 1944 arbeitete Josef Dinges als Textilsachbearbeiter beim Auftragsüberwachungsbüro im „Getto Litzmannstadt“ (Lodz) für die dortige deutsche Gettoverwaltung. Diese Tätigkeit hatte er im Zuge des Entnazifizierungsprozesses allerdings zunächst nicht erwähnt.
Nach der Auflösung des Gettos Litzmannstadt im Sommer 1944 diente Josef Dinges als Soldat der Wehrmacht und geriet in russische Gefangenschaft. Zurück in Aschaffenburg betrieb er wieder eine Kleiderfabrik. Josef Dinges wurde von der Spruchkammer Aschaffenburg-Stadt auf Grund seiner Mitgliedschaften in NSV, DAF und NSDAP als „Mitläufer“ eingereiht. Er starb 1969 in Aschaffenburg.

Zum Dossier über Josef Dinges

Kommentare

  1. Zur vorgeschlagenen Neubenennung der Josef-Dinges-Straße empfehle ich als Namensgeberin die verstorbene Arme Schulschwester Otfrieda Treffler, die über 40 Jahre als Kindergärtnerin und Oberin in Schweinheim gewirkt hat. Die heutige Josef-Dinges-Straße sollte künftig Schwester-Otfrieda-Straße oder kurz Otfriedastraße genannt werden.

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