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7. Nachricht

Hallo, ich grüße Dich! Schön, dass Du weiter neugierig auf meine Familie und mich bist! Heute wollte ich von meinem Schwager Max Levi erzählen, richtig? Genau! Max war der Ehemann meiner Schwester Hedwig. Die beiden heirateten 1910 in Aschaffenburg. Er war 35, sie 24.

Die beiden hatten sich sehr gern und ich freue mich, dass ich bei ihrer Hochzeit Trauzeuge sein durfte! Max kam ürsprünglich aus einem kleinen Ort in der Nähe von Heilbronn – aus Affaltrach. Er zog aus beruflichen Gründen nach Aschaffenburg, wo er als Kaufmann im Geschäft von Simon Löb Dilsheimer arbeitete, das sich in der Herstallstrasse befand.

Bevor Max und Hedwig heirateten, wurde er – ebenfalls 1910 – Teilhaber bei “H. Hamburger & Söhne”. Dieser berufliche Aufstieg war damals sehr wichtig: Durch die finanzielle Sicherheit, die eine solche Stellung mit sich bringt, konnte man davon ausgehen, dass Max imstande war, seine Familie zu versorgen.

Wie Du sicher weißt, waren dafür bis vor gar nicht so langer Zeit vor allem, meistens eher nur, die Männer zuständig. Das war ja auch schon bei meinen Eltern so gewesen, wie Du Dich vielleicht erinnerst. Aber zurück zum Thema: Familie Levi! Kurz nach der Hochzeit freuten wir uns auch schon über die schöne Neuigkeit: Hedwig erwartete ein Kind! Dieses Kind wurde am 8. Oktober 1911 in Aschaffenburg geboren und trug den Namen Anneliese.

Das nächste Mal erfahrt ihr mehr über die Kindheit und Jugend meiner Nichte. Ganz so unbeschwert war sie leider nicht. Eine Krankheit, die heute dank eines Impfstoffs zum Glück nur noch in wenigen Ländern vorkommt, schränkte Anneliese sehr ein. Mehr davon das nächste Mal. Ich freue mich auf Dich! Dein Max

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