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Ruhlandstraße

1937 benannt nach Johann August Gustav Ruhland
* 11.06.1860 in Hessenthal † 04.01.1914 in Bad Tölz

Nationalökonom und Agrarpolitiker

Johann August Gustav Ruhland kam 1860 in Hessenthal bei Aschaffenburg zur Welt. Nach einem abgebrochenen Studium arbeitete er im Agrarbetrieb der Eltern und begann damit, sich wissenschaftlich fortzubilden. Er arbeitete daraufhin als freier Schriftsteller und war in München und Tübingen Gasthörer. 1887 wurde Ruhland in Tübingen im Fach Staatswissenschaften promoviert, 1893 folgte die Habilitation in Zürich. Ruhland war Vermittler zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und gründete ein internationales Büro zur Regulierung der Getreidepreise und 1904/05 das „Internationale Agrarinstitut“. Neben Schriften zur Agrarpolitik veröffentlichte er kapitalismuskritische Schriften. Sein mehrbändiges Werk „System der politischen Ökonomie“ (1903–1908) wurde später vom NSDAP-Landwirtschaftsminister Walter Darré aufgegriffen. Johann August Gustav Ruhland starb 1914 in Bad Tölz.

  • Borchardt, Knut, „Ruhland, Gustav“ in: Neue Deutsche Biographie 22 (2005), S. 241-242 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119518228.html#ndbcontent.
  • Haushofer, Heinz, „Darré, Walter“ in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 517 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118671030.html#ndbcontent.

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