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Der “HeimatHub”: Neues Digitalprojekt startet!

Der Startschuss für ein neues innovatives Digitalvorhaben ist gefallen: Albert Füracker, Staatsminister der Finanzen und für Heimat, übergab an Eric Leiderer, Bürgermeister und Digitalreferent der Stadt Aschaffenburg, den Förderbescheid für das Projekt “Digital-analog-miteinander. Das Projekt HeimatHub am Bayerischen Untermain”. Das finanzielle Projektvolumen beträgt annähernd 300.000 €, Laufzeit ist bis Sommer 2024.

Der Begriff “Hub” stammt aus dem Englischen und bedeutet “Nabe” oder “Knotenpunkt”. Der “HeimatHub” ist als innovativer Knotenpunkt zwischen der Heimatgeschichte am Bayerischen Untermain und der Digitalisierung geplant, in dem Identität gebündelt, entwickelt und dokumentiert werden kann. Die digitale Transformation von Kultur und Geschichte wird im Projekt ermöglicht durch eine “Mitmach”-Plattform, die Dokumentations- und Kommunikationsangeboten enthält, und ein für alle Bürger*innen frei zugängliches digitales “Bürgerarchiv”. Somit soll der Spagat zwischen “traditioneller” historischer Wissensvermittlung und moderner digital-partizipativer Gestaltung gelingen. Der räumliche Wirkungskreis des Projektes umfasst zum Start die beiden Landkreise Miltenberg und Aschaffenburg sowie die Stadt Aschaffenburg, mithin also die Region des Bayerischen Untermains.

Der “HeimatHub” soll Mittelpunkt und Koordinationsoberfläche eines fachübergreifenden Netzwerks sein, das durch Weiterbildung, Austausch und nachhaltige Kommunikation intensiv zusammenarbeitet. Anlaufstellen zum Projekt (“Ankerpunkte”) mit festen Ansprechpartner*innen, die unter anderem für die Kommunikation, den Gedankenaustausch und die Zusammenarbeit mit interessierten Bürger*innen zuständig sein werden, werden analog vor Ort entstehen, in den Landkreisen Aschaffenburg und Miltenberg sowie bei der Stadt Aschaffenburg, und weitere sowohl regionale als auch überregionale Synergien und Partnerschaften in historisch-kultureller Hinsicht ermöglichen. Zur Ansprache und Informierung der breiten Öffentlichkeit werden gezielt Aktionstage, Workshops, Vorträge, Podcasts, Filmvorführungen und andere Weiterbildungsmaßnahmen organisiert sowie Beratungsmöglichkeiten zur Sicherung der Qualität des aufzubauenden digitalen “Bürgerarchivs” angeboten.

Das digitale “Bürgerarchiv” soll als transparenter Ort regional-digitaler Sammlung ein regionales Gedächtnis werden, damit individuelle, familiäre oder auch kollektive “Erinnerungen”, kulturell-historische Gegebenheiten und Alltagserlebnisse gesichert und zukunftsfähig gemacht werden – bis hin zur Dokumentation jüngerer und jüngster Ereignisse (Flüchtlinge, Migrant*innen). Das digitale “Bürgerarchiv” ist Garant dafür, dass mit in der Gegenwart archivierten Spuren die “Vergangenheit” innovativ eine Zukunft erhält.

Hintergrund:

Das HeimatHub-Projekt wurde gemäß der “Richtlinie zur Förderung von Heimatprojekten mit Schwerpunkt Digitalisierung, insbesondere zur Stärkung regionaler Identität in Bayern” seitens der Regierung von Unterfranken bewilligt. Der Antrag war im November 2021 beim Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat eingereicht worden.

Kooperationspartner im Projekt sind die Stadt Aschaffenburg, die Landkreise Aschaffenburg und Miltenberg sowie der Bezirk Unterfranken. Weitere Kooperationspartner, die in der Region verwurzelt sind und wichtige Erfahrungen in das Projekt mitbringen, sind der Kulturlandschaft Kahlgrund e.V. (für den “Ankerpunkt” im Landkreis Aschaffenburg), der Burglandschaft e.V. (für den “Ankerpunkt” im Landkreis Miltenberg), der Spessartbund e.V. (mit dem Schwerpunkt ehrenamtliche Arbeit) und der Archäologische Spessartprojekt e.V. Der Verein Kulturlandschaft Kahlgrund (Mömbris), der von Anfang an das Projekt mitgestaltet, lässt seine Erfahrung aus dem Projekt “Jakob – Kultur leben!“ in den Aufbau der “Ankerpunkte“ einfließen.

Die Stadt Aschaffenburg ist über das Stadt- und Stiftsarchiv auch Träger des Projekts.

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