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Güldnerweg

1949 benannt nach Hugo Güldner
* 18.7.1866 in Herdecke † 12.03.1926 in Frankfurt am Main

Ingenieur und Motorenbauer

Hugo Güldner wurde 1866 in Herdecke im Ruhrgebiet geboren. Güldner war nach seiner Schulzeit in Magdeburg als Ingenieur tätig und konstruierte Verbrennermotoren, die er ab 1897 auch baute. 1899 ging Güldner als Ingenieur zu Rudolf Diesel nach Augsburg. Nachdem Güldner einen Viertakt-Motor konstruiert hatte, gründete er gemeinsam mit Carl von Linde und Georg von Kraus in München die „Güldner-Motoren-Gesellschaft“ (später Güldner Motoren AG), die neben Motoren auch Motorräder und Traktoren konstruierte und verkaufte. 1907 wurde die Firma nach Aschaffenburg verlegt. Während des Ersten Weltkriegs war Güldner als Arbeitgeber Mitglied des Aschaffenburger Schlichtungsausschusses. Im Jahr 1925 wurde Güldner zum Vorsitzendenden des Aschaffenburger Motorradfahrer-Clubs, einer Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs, gewählt. Die Güldner Motoren AG wurde 1991 in Teilen an die Linde-AG und die Firma Deutz verkauft.

  • Brass, Otto: 100 Jahre Automobil in Aschaffenburg, in: Pollnick, Carsten: Veröffentlichungen des Geschichts- und Kunstvereins Aschaffenburg e.V., Aschaffenburg 2000.
  • Hentig, Hans Wolfram von, „Güldner, Hugo“ in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 255 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd13760310X.html#ndbcontent.
  • Klotz, Matthias: Der Erste Weltkrieg in Aschaffenburg. Eine Dokumentation, Aschaffenburg 2014.

Kommentare

  1. Nach Wikipedia hat Güldner neben einigen Aufsätzen, Fachartikeln und seinen Patentschriften auch ein technikgeschichtlich bedeutendes Buch geschrieben. Es erschien nach der Erstveröffentlichung 1903 in mehreren, überarbeiteten und erweiterten Auflagen bis in die 1920er Jahre und galt damals als Standardwerk im Motorenbau. Es hat in der 3. Auflage von 1914, die mehrfach unverändert nachgedruckt wurde, 1282 Abbildungen und über 800 Seiten Umfang.

    In der Zeit des Ersten Weltkriegs war Güldner als Leutnant der Reserve auch Lehrer a. d. Kgl. bayr. Minenwerfer-Schule, München und in dieser Eigenschaft Autor eines Fachbeitrags über die Technik des Minenwerfens und eines entsprechenden Handbuchs:

    Ballistisch-kritische Untersuchungen der durch den Drall bewirkten konstanten Seitenabweichungen der Wurfminen in: Rudolph Gaertner (Hrsg.): Zeitschrift des Vereins Deutscher Ingenieure, Bd. 61, Teil 2 1917, S. 665

    und

    H. Gueldner: Handbuch für den Minenwerfer, München 1917

    (Quelle ebenfalls Wikipedia)

    Ob und welche Art von Minenwerfern oder Minen damals möglicherweise auch in den Güldner Motorenwerken hergestellt worden sind ist bisher nicht belegt.

  2. Ergänzung: Laut Wikipedia Hugo Güldner soll allerdings im Ersten Weltkrieg die zivile Produktion zum Stillstand gekommen sein und es sollen Kraftwagen und Flugzeugrotoren sowie Grauguss-Geschosse, Granaten, Spreng- und Wurfminen, sowie Minenwerfer hergestellt worden sein.

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