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Seidelstraße

1968 benannt nach Hanns Seidel
* 12.01.1901 in Schweinheim † 05.08.1961 in München

Bayerischer Ministerpräsident

Hanns Seidel wurde 1901 in Schweinheim geboren. Er studierte Rechtswissenschaften und Nationalökonomie. Seit 1929 arbeitete er als Rechtsanwalt in Aschaffenburg. Schon 1930 stellte er sich gegen die Nationalsozialisten und 1932 trat er in die Bayerische Volkspartei ein. Die NS-gelenkte Presse griff ihn an, und er wurde nach der „Machtergreifung“ für eine kurze Zeit in Untersuchungshaft genommen. Im Herbst 1940 wurde er zur Wehrmacht einberufen. Er wurde unter anderem an der Ostfront eingesetzt und geriet 1945 in amerikanische Kriegsgefangenschaft.
Bereits im August 1945 nahm er seine Tätigkeit als Rechtsanwalt wieder auf. Da er als politisch unbelastet galt, konnte er sich mit der Politik auf kommunaler und später auf Landesebene befassen. Später wurde er Wirtschaftsminister (1947) und Ministerpräsident Bayerns (1957). Wegen gesundheitlicher Probleme zog er sich aus der Politik zurück; er starb 1961 in München.

Quellen:

  • ACSP, Nachlass Hanns Seidel

Literatur:

  • Deutinger, Stephan, Hanns Seidel (1901–1961), in: Jürgen Aretz/Rudolf Morsey/Anton Rauscher (Hrsg.), Zeitgeschichte in Lebensbildern. Aus dem deutschen Katholizismus des 19. und 20. Jahrhunderts, Bd. 11, Münster 2004, S. 161–174.
  • Groß, Hans Ferdinand, Hanns Seidel 1901–1961. Eine politische Biographie, München 1992.
  • Möller, Horst, Hanns Seidel als Parteipolitiker, in: Alfred Bayer/Manfred Baumgärtel (Hrsg.), Weltanschauung und politisches Handeln. Hanns Seidel zum 100. Geburtstag, Grünwald 2001, S. 67–88.

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