Hanns Bail, 1957
Sandstein, Beton, Mosaiksteine, Stahl, Aluminium
Beim Thema zum Künstlerwettbewerb, den das Landbauamt Aschaffenburg 1956 ausgeschrieben hatte, bezog man sich auf die technische Ausrichtung des Gebäudekomplexes.
Man stellte sich eine „technologische Plastik“ vor, eine „Abstraktion in Metall oder Derartiges“.
Das Ergebnis des Wettbewerbs fand aber bei der Regierung von Unterfranken keinen Anklang.
Stattdessen wurde Hanns Bail mit dem Entwurf für einen Brunnen beauftragt. Im Brunnenbecken in Form eines Eies mit buntem Mosaikbelag und einer Randabdeckung aus Sandsteinplatten steht ein
filigranes Metallgestell mit beweglichen Wasserschalen, den Löffeln, die an abstrakte
Fischdarstellungen erinnern, ein „Mobile“ als Wasserspiel, ursprünglich aus bronziertem Aluminium. Die Aluminiumschalen fangen das Wasser auf und gießen bei Erreichen eines bestimmten
Wasserstands den Inhalt in die nächste Etage darunter.
Die Inbetriebnahme des Brunnens erfolgte Mitte Mai 1957. Das ursprünglich aus grundiertem und
gestrichenem Stahl gearbeitete Gestell wurde 2007 nach schweren Korrosionsschäden mit rostfreiem Stahl rekonstruiert. Die löffelförmigen Schalen bestehen heute aus blankem Aluminium.
Derzeit ist der Brunnen eingelagert.