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Lamprechtdenkmal

1853
Sandstein

Ein etwas gedrungener Obelisk auf einem zweistufigen Podest erinnert an den Mönch und „Geschichtsschreiber“ Lamprecht, der angeblich aus Aschaffenburg stammte und später Abt in Hasungen wurde. Er lebte im elften Jahrhundert und stammte wohl aus mainfränkischem Adel. Er besuchte die Domschule in Bamberg und trat ins Kloster Hersfeld ein. Dort arbeitete er zwanzig Jahre in herausgehobener Position. König Ludwig I. ließ das Denkmal 1853 auf dem Karlsplatz errichten. Den Abbau 1948 begründete die Denkmalpflege folgendermaßen: „Als man das Denkmal errichtete, ging man davon aus, dass der Geschichtsschreiber Lamprecht aus Aschaffenburg stamme. Diese
Auffassung hat sich als falsch erwiesen. Es ist daher nicht einzusehen, dass ein geschichtlicher Irrtum durch ein Denkmal sanktioniert wird, dessen Qualität ohnedies nicht bedeutsam ist.“ Einige Jahre
später, nach der Fertigstellung des Wiederaufbaus, wurde es im Arkadenhof des Jesuitenkollegs
aufgestellt. Dort stand es völlig unbemerkt bis zur Umgestaltung des Hofes im Rahmen der Errichtung des Christian-Schad-Museums im Jahr 2019. Seit April 2023 hat das restaurierte Denkmal nun einen Platz in der Grünanlage an der Lamprechtstraße gefunden.

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