Seit Mai dieses Jahres verfügt das Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg über die einzigartige Multitouch-Plattform des Unternehmens interactive scape. Dabei handelt es sich um einen interaktiven Medientisch, der per Berührung bedient werden kann und dabei Einblicke in die vielschichtige Sammlungswelt des Archivs bietet.
Das Stadt- und Stiftsarchiv hat mit der interaktiven Multitouch-Plattform die Möglichkeit, seine unterschiedlichen und auch wertvollen Bestände von der Stadtgründung, über die Frühe Neuzeit, Aschaffenburg während der Zeit der Weltkriege bis heute in all seinen Facetten und unterschiedlichen Themen darzustellen und einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Nutzerfreundlich und intuitiv tauchen so die Besucherinnen und Besucher in die Geschichte Aschaffenburgs ein und lernen neue Aspekte der Stadtgeschichte kennen. Der Medientisch kann zu den Öffnungszeiten des Archivs benutzt werden – Anfassen ausdrücklich erwünscht.
Welche Bestände und alte Dokumente bewahrt das Stadt- und Stiftsarchiv? Welche Besonderheiten kann es vorzeigen? All diese Fragen können Besucherinnen und Besucher auf dem interaktiven Medientisch selbst erkunden. Auf der Oberfläche des Tisches sind unter anderem die älteste Urkunde des Archivs von Kaiser Otto II. aus dem Jahr 982, die älteste Handschrift ein Livres d´Heures – Stundenbuch aus dem späten 15. Jahrhundert, aber auch die Pläne zum Bau eines Kinematographen-Theaters in Aschaffenburg von 1913 zu sehen. Diese Originale könne in der Regel nur bei Führungen besichtigt werden, nun mit dem neuen Medientisch lassen sich ganz einfach Digitalisate zeigen und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Aber nicht nur das. Die digitalen Objekte können ganz einfach über den Touchscreen mit der Hand vergrößert und in sie kann hineingezoomt werden. Dabei werden Details sichtbar, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Dank eines besonderen Hilfsmittels, einer Art Lupe, können speziell aufbereitete Digitalisate, wie Urkunden, Handschriften und Karten bis ins Kleinste vergrößert und genau untersucht werden, ohne dass das Original dabei beschädigt wird. Eine weitere Besonderheit stellen die 3D-Objekte dar: Die alte Burg Aschaffenburg, ein Porträt von Sissi Brentano und weiteres kann mit der Hand gedreht, von allen Seiten betrachtet und Details begutachtet werden.
