{"id":909,"date":"2020-11-17T12:40:42","date_gmt":"2020-11-17T11:40:42","guid":{"rendered":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/?p=909"},"modified":"2022-01-19T22:17:29","modified_gmt":"2022-01-19T21:17:29","slug":"149-jahre-arme-schulschwestern-in-schweinheim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/149-jahre-arme-schulschwestern-in-schweinheim\/","title":{"rendered":"149 Jahre Arme Schulschwestern in Schweinheim"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><b><span style=\"font-size: 16.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">149 Jahre Arme Schulschwestern in Schweinheim.<\/span><\/b><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">(Zusammenfassung von Rainer Syndikus)<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">Von Mitte des 19. bis Anfang des 21. Jahrhunderts wirkte der Orden der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau (U.L.F.) in Schweinheim. 149 Jahre von 1854 bis 2003 geh\u00f6rten die Schwestern dieses Ordens zum Alltag in Schweinheim, wo deren T\u00e4tigkeit als Lehrkr\u00e4fte in der Schule oder als Erzieherinnen im Kindergarten oder bis in die 70-er Jahre in der sogenannten \u201eN\u00e4hschule\u201c f\u00fcr Frauen gefragt war.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">Der Schweinheimer Rainer Syndikus erstellte eine Dokumentation \u00fcber die Armen Schulschwestern in Schweinheim, wo er alles zu dem Thema sammelte und viele Fotos zusammentrug. Er konnte sogar die Namen, Funktionen und Daten aller Schwestern von 1854 bis 2003 zusammentragen. Hier\u00fcber gestaltete er beim HuGV Schweinheim im M\u00e4rz 2017 eine Ausstellung, die gro\u00dfen Zuspruch in der Bev\u00f6lkerung von Schweinheim und dar\u00fcber hinaus fand.<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">Wie kam es zu dem Orden?<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">Der Orden der Armen Schulschwestern wurde im Jahre 1833 von der <b>Gr\u00fcnderin Karoline Gerhardinger<\/b> zun\u00e4chst in Regensburg gegr\u00fcndet. Davor unterrichtete diese junge Frau seit 1812 in ihrer Heimatstadt junge M\u00e4dchen in der Schule, wo sie zuvor als Lehrerin ausgebildet worden war. In Neunburg vorm Wald entstand das erste Kloster, dessen Oberin Karoline Gerhardinger wurde. Unterst\u00fctzt wurde sie damals von Dompfarrer Georg Michael Wittmann, dem sp\u00e4teren Bischof von Regensburg. Sie nannte sich jetzt <b>Schwester Theresia von Jesu.<\/b> Es folgte ein gro\u00dfer Zulauf an jungen M\u00e4dchen und Frauen, was zu vielen Klostergr\u00fcndungen in Bayern f\u00fchrte. Durch den Erfolg erfuhr die Ordensgr\u00fcnderin gro\u00dfe Unterst\u00fctzung und finanzielle Hilfe vom damaligen K\u00f6nig Ludwig I. von Bayern. Ein von ihm als Geschenk zur Verf\u00fcgung gestelltes fr\u00fcheres Klarissenkloster in M\u00fcnchen wurde von da an zum Zentrum des Ordens. Rasant verbreiteten sich die Schwestern \u00fcber Bayern hinaus bis in die USA und Kanada. 1984 z\u00e4hlte man etwa 7500 Schwestern weltweit in 21 Provinzen in Europa, Nord- und Lateinamerika, in Asien, Ozeanien und Afrika. Nach ihrem Tod am 9. Mai 1879 in M\u00fcnchen wurde Mutter Theresia Gerhardinger 1985 in Rom seliggesprochen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\"> <b>Der Beginn in Schweinheim:<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">Im Jahre 1854 kamen die ersten beiden Schwestern nach Schweinheim. Schon 1837 bem\u00fchte sich der damalige B\u00fcrgermeister Adalbert von Herrlein, die Armen Schulschwestern nach Aschaffenburg zu bekommen. Mehrere Jahre zogen sich dahin mit Bem\u00fchungen und Verhandlungen mit den R\u00e4ten der Stadt, was mit gro\u00dfen Schwierigkeiten zwischen diesen und der Ordensleitung in M\u00fcnchen verbunden war. Geplant war, dass die Schwestern hier in der Stadt eine Schule gr\u00fcnden und ein Waisenhaus \u00fcbernehmen sollten. Dies konnte jedoch erst im Jahre 1856 realisiert werden.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">Mehr Geschick mit den Verhandlungen hatte die damals selbstst\u00e4ndige Gemeinde Schweinheim. Sie erreichte, dass schon 1854 die beiden ersten Schwestern als Elementar<\/span><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">lehrerinnen hier den Schuldienst aufnehmen konnten. Dazu stellte die Gemeinde den Schwestern ein Wohnhaus in der Aschaffenburger Stra\u00dfe zur Verf\u00fcgung, welches zun\u00e4chst auch f\u00fcr die Schule und sp\u00e4ter f\u00fcr die \u201eKinderbewahranstalt\u201c (heute Kindergarten) eingerichtet wurde.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">Als nach einigen Jahren erfolgreicher Arbeit der Platzbedarf stieg, wurde neben dem ersten Geb\u00e4ude 1892 ein zweites Haus errichtet. Man nannte dies die \u201eLuitpold-<\/span><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">Anstalt\u201c, da kein geringerer als der damalige Prinzregent Luitpold von Bayern einen Zuschuss von 1000 Mark gew\u00e4hrte. In den Folgejahren wurde auch die Zahl der Schwestern dem steigenden Lehrbedarf der Schule und f\u00fcr die Kinderbewahranstalt angepasst.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">Einschnitt und Folgen vor und nach dem Zweiten Weltkrieg:<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">1938 wurde die Lehrt\u00e4tigkeit der Schwestern an der Volksschule durch die Nazis verboten und eingestellt. Die Schwestern mussten die Schul- und Wohngeb\u00e4ude verlassen und fanden eine neue Wohnst\u00e4tte in der Bergstra\u00dfe. Hier konnte der unvergessene Pfarrer Karl Umenhof ein neues Wohnhaus f\u00fcr die Schwestern erwerben, wo sie bis 1952 lebten. Danach erfolgte der Umzug in das neue Geb\u00e4ude unterhalb des Friedhofs am Haidberg. Hier war ein gro\u00dfes Kloster entstanden, mit Schwesternwohnungen und mehreren Kindergartenr\u00e4umen. Zeitweise waren jetzt bis zu 15 Schwestern im Kloster in Schweinheim, welche in der Schule, im Kindergarten, in der Handarbeitsschule und im Haus und Garten t\u00e4tig waren.<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">1954 wurde in einer gro\u00dfen Feier und einem Festgottesdienst das <b>100-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um<\/b> der Schwestern in Schweinheim begangen mit viel Prominenz aus Politik und Kirche. Es war ein gro\u00dfer und bewegender Tag f\u00fcr die Schwestern und den ganzen Stadtteil Schweinheim.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">Bedingt durch Nachwuchsprobleme wurden die Schwestern allgemein immer weniger. 1970 kam das Ende der Lehrt\u00e4tigkeit nach 116 Jahren an der Schule in Schweinheim. Dies war mit der Versetzung von einigen Schwestern verbunden bzw. f\u00fcr andere der Beginn des Ruhestandes. Altersbedingt wurde in den Folgejahren die Anzahl der Schwestern in Schweinheim weiter reduziert, bis im Jahr 2003 die beiden letzten Schwestern abgezogen wurden und in das Altenheim der Schwestern in W\u00fcrzburg-Heidingsfeld kamen. Welche von insgesamt etwa 80 Schwestern in den 149 Jahren von 1854 bis 2003 in Schweinheim t\u00e4tig waren und wer in dieser Zeit dem Kloster als Oberin vorstand, ist der Dokumentation zu entnehmen. Darin nicht aufgef\u00fchrt sind jedoch zahlreiche Schwestern-Kandidatinnen, also Schwestern vor ihrer Einkleidung, die meist in der Schule oder im Kindergarten t\u00e4tig waren.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">Schwesternnachwuchs aus Schweinheim:<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">Die T\u00e4tigkeit der Schwestern in Schule und Kindergarten weckte in den vielen Jahren auch f\u00fcr <b>13 M\u00e4dchen aus Schweinheim<\/b> die Bereitschaft und das Interesse, als Schwestern in den Orden einzutreten. Heute lebt nur noch eine als Leiterin der Hauswirtschaftsschule in M\u00fcnchen. Alle anderen sind in den vergangenen Jahren bereits verstorben.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">In dem 1952 neu erbauten Kloster am Haidberg war auch eine Hauskapelle eingerichtet. Hier feierten die Schwestern mehrmals in der Woche Gottesdienste mit den in Schweinheim wohnenden Pensionisten als Hausgeistliche. Insgesamt<b> 7 Bisch\u00f6fe der Di\u00f6zese W\u00fcrzburg<\/b> erlebten die Schwestern w\u00e4hrend ihrer Zeit seit 1854 bis 2003 in Schweinheim.<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">In der Pfarrei Maria Geburt wirkten w\u00e4hrend der Zeit sechs Pfarrer, von denen sich einige ganz besonders um die Schwestern verdient gemacht hatten.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">So zun\u00e4chst <b>Pfarrer Emil Friedrich Stein<\/b> von 1837 bis 1887. Ihm gelang es zusammen mit der politischen Gemeinde, die Schwestern nach Schweinheim zu holen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">Sein Nachfolger von 1887 bis 1925, <b>Pfarrer Johann Georg Schweinfest<\/b>, der Erbauer der Kirche <\/span><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">von Maria Geburt, f\u00f6rderte die Schwestern sehr, errichtete eine Industrieschule f\u00fcr Arbeitssch\u00fclerinnen aus der Stadt und konnte die neu gegr\u00fcndete Kinderbewahranstalt und die Handarbeitsschule einweihen. Die errichtete N\u00e4h- und Handarbeitsschule war damals weit \u00fcber Unterfranken hinaus bekannt f\u00fcr ihre Kunstwerke mit Stickerei- und N\u00e4harbeiten von Fahnen, Paramenten, Messgew\u00e4ndern und anderen textilen Gegenst\u00e4nden f\u00fcr den Gottesdienst. 1906 wurde das neue Schulgeb\u00e4ude der M\u00e4dchenschule in Betrieb genommen.<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">1923 wurde <b>Pfarrer Karl Umenhof<\/b> neuer Pfarrer in Schweinheim. Er war ein gro\u00dfer F\u00f6rderer der Schulschwestern und Gr\u00fcnder des St. Johannis-Zweigvereins 1928, Tr\u00e4ger der beiden Schwesternstationen. Als im Juli 1938 von den Nazis die T\u00e4tigkeit von Klosterfrauen in den Schulen eingestellt wurde, unternahm er sofort Schritte, damit die Schwestern zur Miete im Schwesternhaus in der Aschaffenburger Stra\u00dfe bleiben durften. Da dies aber vom Gemeinderat nicht gebilligt wurde, erwarb er, wie zuvor schon an anderer Stelle erw\u00e4hnt, einen kurz vor Fertigstellung stehenden Neubau in der heutigen Bergstra\u00dfe. Dieses Haus wurde zur neuen Heimat der Schwestern bis M\u00e4rz 1952, wo dann auf dem Haidberg das neue Kloster mit Kindergarten gebaut wurde. In diesem Haus wohnten zeitweise bis zu 15 Schwestern. Nach seinem Ruhestand im Januar 1953 wohnte er bis zu seinem Tod am 30. <\/span><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">Dezember 1954 im fr\u00fcheren Schwesternhaus in der Bergstra\u00dfe.<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">Am 16. M\u00e4rz 1953 trat <b>Pfarrer Vinzenz Buhleier<\/b> die Nachfolge an. In seine Zeit fiel 1954 das <\/span><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">100-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um der Schwestern in Schweinheim und 1970 das Ausscheiden der Schwestern aus dem Schuldienst in Schweinheim.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">Nach dessen Tod am 2. Juli 1974 kam <b>Pfarrer Friedrich Kastl<\/b> im Januar 1975 als neuer Pfarrer nach Schweinheim. Er war den Schulschwestern sehr zugetan. Von anderen Kl\u00f6stern, welche aufgel\u00f6st wurden, holte er Schwestern nach Schweinheim, um den Standort hier vor einer Aufl\u00f6sung hier zu bewahren. 1979 wurde das <b>125-j\u00e4hrige Ortsjubil\u00e4um<\/b> der Armen Schulschwestern in besonderer Weise gefeiert. Bis zu seinem Weggang Ende November 1990 war Pfarrer Kastl ein gro\u00dfer Bef\u00fcrworter der Schwestern.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Sein Nachfolger wurde im Februar 1991 <\/span><b style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Pfarrer Markus Krauth.<\/b><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"> Unter seiner Leitung gab es gro\u00dfe Ver\u00e4nderungen in der Pfarrei und bei den Schwestern. Die beiden letzten Schwestern <\/span><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">verlie\u00dfen im Juli 2003 Schweinheim und lebten danach im Altenheim des Ordens in W\u00fcrzburg-Heidingsfeld. Das Kloster in Schweinheim wurde aufgel\u00f6st und ist nach 149 Jahren Geschichte.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">Erw\u00e4hnt werden sollte hier noch, dass ein fr\u00fcherer Kaplan von 1959 bis 1961, <b>Dr. Anton Schlembach<\/b>, der im Jahr <b>1983 Bischof von Speyer <\/b>wurde, inzwischen verstorben ist.<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">Schwesterngrab als bleibende Erinnerung:<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">In den Jahren von 1854 bis heute gibt es auf dem Friedhof in Schweinheim ein Grab der Armen Schulschwestern. Hier wurde 1881 als erste Schwester Maria Aquinata Bielefeld beigesetzt. Weitere 7 namhafte Schwestern fanden danach hier ihre letzte Ruhest\u00e4tte oder werden dort durch Gedenktafeln in Erinnerung gehalten. Als letzte wurde 1996 Schwester Otfrieda Treffler hier beerdigt, nachdem sie 40 Jahre als Kinderg\u00e4rtnerin und Oberin t\u00e4tig war. Bis heute wird dieses Grab von der Stadt Aschaffenburg gepflegt.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">Das Ende einer \u00c4ra:<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">Mit einem Festgottesdienst am 10. Juli 2003 in der Pfarrkirche Maria Geburt und einer Abschiedsfeier mit der Gemeinde wurden die beiden letzten Schwestern verabschiedet. Dies gilt gleichzeitig als das Ende des 1854 begonnenen segensreichen Wirkens der Armen Schulschwestern in Schweinheim. Zur Erinnerung und als Dank wurde im November 2010 am Eingang zum Kindergarten und fr\u00fcheren Kloster an der Gutwerkstra\u00dfe eine Gedenks\u00e4ule errichtet. In dieser S\u00e4ule ist hinter Glas ein Spruch der Ordensgr\u00fcnderin zu lesen. Dieser lautet:<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><b><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">\u201eLiebe gibt mit Freuden alles.\u201c<\/span><\/b><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Aschaffenburg, 25.10.2020<\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; mso-bidi-font-family: Tahoma;\">Rainer Syndikus<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>149 Jahre Arme Schulschwestern in Schweinheim.\u00a0 (Zusammenfassung von Rainer Syndikus)\u00a0 Von Mitte des 19. bis Anfang des 21. Jahrhunderts wirkte der Orden der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau (U.L.F.) 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