{"id":7559,"date":"2023-06-07T11:43:53","date_gmt":"2023-06-07T09:43:53","guid":{"rendered":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/?p=7559"},"modified":"2023-06-19T12:13:58","modified_gmt":"2023-06-19T10:13:58","slug":"dossier-carl-orff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-carl-orff\/","title":{"rendered":"Dossier Carl Orff"},"content":{"rendered":"<p>Orffstra\u00dfe (Obernau), benannt 1989 nach<\/p>\n<p><strong>Carl Orff (1895 \u2013 1982)<\/strong><\/p>\n<p>Komponist und Musikp\u00e4dagoge<\/p>\n<ul>\n<li>* 10. Juli 1895 in M\u00fcnchen<\/li>\n<li>Um 1900 erster Unterricht f\u00fcr Klavier, Orgel und Cello<\/li>\n<li>1905 \u2013 1912 Besuch des Gymnasiums in M\u00fcnchen (ohne Abschluss)<\/li>\n<li>1911 \u201eEliland. Ein Sang vom Chiemsee\u201c (erster Liederzyklus)<\/li>\n<li>1912 erstes Chorwerk nach Friedrich Nietzsches \u201eAlso sprach Zarathustra\u201c<\/li>\n<li>1912-1914 Studium an der Akademie der Tonkunst in M\u00fcnchen<\/li>\n<li>1917 Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg (versch\u00fcttet im Sch\u00fctzengraben)<\/li>\n<li>1918 \u2013 1919 Kapellmeister an M\u00fcnchener Kammerspielen, am Nationaltheater Mannheim sowie am Landestheater Darmstadt<\/li>\n<li>1920 Heirat mit Alice Solscher (eine Tochter, Scheidung 1925)<\/li>\n<li>1924 Mitbegr\u00fcnder der \u201eG\u00fcnther-Schule\u201c (neue Verbindung von Bewegung und Musik); Leiter der Abteilung f\u00fcr t\u00e4nzerische Musikerziehung an der \u201eG\u00fcnther-Schule\u201c<\/li>\n<li>1929 \u2013 1932 Brecht-Kantaten (pers\u00f6nliche Bekanntschaft mit Berthold Brecht 1924)<\/li>\n<li>1930 \u2013 1935 \u201eSchulwerk f\u00fcr Kinder\u201c (Ver\u00f6ffentlichung seiner musikalisch-p\u00e4dagogischen Arbeiten, gemeinsam mit Gunild Keetman)<\/li>\n<li>1932 \u201eLukas-Passion\u201c; \u00dcbernahme der Leitung des M\u00fcnchner Bach-Vereins<\/li>\n<li>1935 \u201eDas Paradiesg\u00e4rtlein\u201c (Ballett nach Lautens\u00e4tzen des 15. Jahrhunderts)<\/li>\n<li>1936 \u201eEinzug und Reigen der Kinder\u201c (f\u00fcr die Er\u00f6ffnungsfeier der Olympischen Spiele in Berlin)<\/li>\n<li>1937 Urauff\u00fchrung der B\u00fchnenkomposition \u201eCarmina Burana\u201c in Frankfurt am Main<\/li>\n<li>1939 Heirat mit Gertrud Willert (Scheidung 1953)<\/li>\n<li>1939 Urauff\u00fchrung von \u201eDer Mond\u201c (M\u00e4rchenoper) und von Shakespeares \u201eSommernachtstraum\u201c (mit neuer Musik von Orff, die jene von Mendelssohn Bartholdy ersetzte)<\/li>\n<li>1943 Urauff\u00fchrung von \u201eDie Kluge\u201c und von \u201eCatulli Carmina\u201c<\/li>\n<li>1947 Urauff\u00fchrung von \u201eDie Bernauerin\u201c<\/li>\n<li>1949 Urauff\u00fchrung von \u201eAntigone\u201c<\/li>\n<li>1950-1960 Leiter einer Meisterklasse f\u00fcr musikalische und dramatische Komposition an der staatlichen Hochschule f\u00fcr Musik in M\u00fcnchen<\/li>\n<li>1950 \u2013 1954 \u201eMusik f\u00fcr Kinder\u201c (f\u00fcnfb\u00e4ndige Neufassung des Schulwerks)<\/li>\n<li>1952 neue Komposition zu Shakespeares \u201eSommernachtstraum\u201c<\/li>\n<li>1954 Heirat mit Luise (verwitwete) Schnell (geb. Rinser, Scheidung 1959)<\/li>\n<li>1955 Umzug nach Diessen am Ammersee<\/li>\n<li>1959 Urauff\u00fchrung des B\u00fchnenwerks \u201e\u00d6dipus, der Tyrann\u201c<\/li>\n<li>1960 Heirat mit Liselotte Schmitz<\/li>\n<li>1961 Leiter des neugegr\u00fcndeten Orff-Instituts an der Akademie \u201eMozarteum\u201c in Salzburg<\/li>\n<li>1972 Komposition des \u201eGru\u00df der Jugend\u201c zur Er\u00f6ffnungsfeier der Olympischen Spiele in M\u00fcnchen<\/li>\n<li>\u2020 29. M\u00e4rz 1982 in M\u00fcnchen<\/li>\n<\/ul>\n<p><u>Ehrungen:<\/u><\/p>\n<ul>\n<li>1944 Aufnahme als Komponist auf die \u201eGottbegnadeten-Liste\u201c<\/li>\n<li>1947 Musikpreis der Stadt M\u00fcnchen<\/li>\n<li>1950 Ernennung zum Professor<\/li>\n<li>1956 Orden \u201ePour le M\u00e9rite\u201c f\u00fcr Wissenschaften und K\u00fcnste<\/li>\n<li>1959 Ehrendoktor der Universit\u00e4t T\u00fcbingen; Bayerischer Verdienstorden<\/li>\n<li>1965 Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main<\/li>\n<li>1971 Goldene Medaille der Humboldt-Gesellschaft<\/li>\n<li>1972 Ehrendoktor der Universit\u00e4t M\u00fcnchen<\/li>\n<li>1972 Gro\u00dfes Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband der Bundesrepublik Deutschland<\/li>\n<li>1974 \u00d6sterreichisches Ehrenzeichen f\u00fcr Wissenschaft und Kunst<\/li>\n<li>1975 Ehrenb\u00fcrger der Stadt M\u00fcnchen<\/li>\n<li>1984 Gr\u00fcndung der Carl Orff-Stiftung<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Wirken in der NS-Zeit<\/strong><\/p>\n<p>Carl Orff, Komponist und Musikp\u00e4dagoge, gilt als einer der bedeutendsten Komponisten im \u201eDritten Reich\u201c (Kater 1995, S.\u00a02) und sein 1934 \u2013 1937 entstandenes B\u00fchnenwerk \u201eCarmina Burana\u201c als \u201eweltweit am h\u00e4ufigsten aufgef\u00fchrte Komposition der Musik des 20.\u00a0J[ahrhunderts]\u201c (Dangel-Hofmann, S.\u00a0590). Orffs \u201eSchulwerk\u201c, ein umfangreiches musikp\u00e4dagogisches Konzept f\u00fcr Kinder (unter Einbezug der sogenannten \u201eOrff-Instrumente\u201c), erlangte im Bereich der Musikp\u00e4dagogik internationale Bedeutung.<\/p>\n<p>Carl Orffs Wirken in der NS-Zeit ist seit Mitte der 1990er Jahre zum viel diskutierten Gegenstand der historischen Forschung geworden. Dabei wurde seine Verflechtung mit dem NS-Regime sehr unterschiedlich bewertet (zu den unterschiedlichen Positionen vgl. Kater 2004, besonders S.\u00a0151 \u2013 154): Manche Autoren sahen in Orff vor allem einen Komponisten, dem von den Nationalsozialisten Unrecht zugef\u00fcgt wurde; andere stellten in den Vordergrund, dass Orff mit dem NS-Regime kollaborierte (bis hin zu der Behauptung, Orff selbst sei Nationalsozialist gewesen und seine Musik symptomatisch f\u00fcr die NS-Ideologie). Ausf\u00fchrlich hat sich der Historiker Michael H. Kater mit Orffs Rolle im Nationalsozialismus auseinandergesetzt. Kater zeichnete das Bild eines egozentrischen, im Grunde unpolitischen K\u00fcnstlers (\u201eEr hielt sich aus jeder Kontroverse heraus, bei der es um etwas anderes als sein eigenes Leben und seine Musik ging\u201c, Kater 2004, S.\u00a0160), der kein Nazi war:<\/p>\n<p>\u201eWie es eindeutig ist, dass Orff in der Weimarer Republik nie ein Linker war, so ist es s\u00e4mtlichen verf\u00fcgbaren Quellen zufolge ebenso eindeutig, dass er das meiste, was Nationalsozialismus und Drittes Reich repr\u00e4sentierten, vor und nach Hitlers Macht\u00fcbernahme missbilligte und dass er nie der NSDAP beitrat\u201c (Kater 2004, S.\u00a0160).<\/p>\n<p>Primitivit\u00e4t und Brutalit\u00e4t der Nationalsozialisten waren mit Orffs Vorstellung von \u00c4sthetik sowie der Rolle des K\u00fcnstlers nicht vereinbar. Orff verstand es aber, sich mit dem NS-Regime zu arrangieren und erfolgreich zwischen den NS-Ebenen zu lavieren: seine Arbeit war ab 1937 durchaus und ab 1940\/41 sogar sehr erfolgreich. Als Komponist und als Musikp\u00e4dagoge gelang es ihm demnach, auch unter den Nationalsozialisten Anerkennung zu finden. Um seine beruflichen Ziele zu erreichen, um zum Beispiel NS-Institutionen von seinem \u201eSchulwerk\u201c zu \u00fcberzeugen \u2013 das seines Erachtens nach sowohl in der HJ als auch beim BDM Verwendung finden konnte \u2013, nutzte bzw. intensivierte er Kontakte zu Personen, die mit dem NS-Regime in Verbindung standen bzw. sich f\u00fcr ihn und sein Werk einsetzen konnten (Kater 2004, S.\u00a0161-165, sowie 1995, S.\u00a016-18). Bereits 1936 wurde seine Auftragsarbeit \u201eEinzug und Reigen der Kinder\u201c im Zuge der Er\u00f6ffnungsfeier der Olympischen Spiele in Berlin aufgef\u00fchrt (Klee).<\/p>\n<p>Eine herausragende Stellung in Orffs Werk nahm die 1937 in Frankfurt am Main uraufgef\u00fchrte Kantate \u201eCarmina Burana\u201c ein, an der der Komponist seit 1934 gearbeitet hatte. Die Premiere verlief allgemein erfolgreich, wurde aber von prominenten Vertretern der nationalsozialistischen Kulturkritik scharf kritisiert, darunter eine Besprechung von Herbert Gerigk im \u201eV\u00f6lkischen Beobachter\u201c. Vor allem drei Aspekte des St\u00fccks erwiesen sich als problematisch: Orffs Komposition kn\u00fcpfte nicht an eine romantische Tradition an (auch wenn es weit von Atonalit\u00e4t entfernt war), der Text bestand aus einer Mischung aus Latein, Mittelhochdeutsch und mittelalterlichem Franz\u00f6sisch, und der Inhalt war offen sexuell (wenn nicht pornografisch). Aus diesen Gr\u00fcnden hatte das St\u00fcck zun\u00e4chst Schwierigkeiten an anderen deutschsprachigen B\u00fchnen gespielt zu werden \u2013 es war aber keineswegs verboten und wurde auch weiterhin aufgef\u00fchrt. Allen Problemen zum Trotz, entwickelte sich \u201eCarmina Burana\u201c dann w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs zum \u201ephantastischen Erfolg\u201c (Kater 2004, S.\u00a0171).<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens ab 1941 stand der Komponist Orff bei einflussreichen Protagonisten des NS-Regimes hoch im Kurs (Kater 1995, S.\u00a020). Schon kurz nach der Premiere der \u201eCarmina Burana\u201c 1937 bekam er vom Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Frankfurt am Main, Friedrich Krebs, einen Geldpreis in H\u00f6he von 500,- RM zugesprochen \u2013 h\u00f6her als die erhaltene Summe war dessen politischer Wert einzustufen. Krebs, erkl\u00e4rter Antisemit, war es ein besonderes Anliegen, die Kultur der Stadt Frankfurt von ihrer j\u00fcdischen Tradition zu separieren (hierzu und zum Folgenden ausf\u00fchrlich Hanau, S.\u00a0250-257). Der Erfolg von Orffs \u201eCarmina Burana\u201c an der Frankfurter Oper wurde \u2013 ganz im Sinne von Krebs \u2013 \u00fcberregional wahrgenommen. Im Fr\u00fchjahr 1938 erhielt Orff seitens der Stadt Frankfurt dann das Angebot, f\u00fcr Shakespeares \u201eSommernachtstraum\u201c eine neue Musik zu komponieren \u2013 die jene des \u201enichtarischen\u201c Felix Mendelssohn Bartholdy ersetzen sollte. Orff nahm das Angebot an, obwohl ihm die politische Dimension nicht verborgenen geblieben sein konnte. Kater wertete das Engagement auch als Ausdruck daf\u00fcr, dass sich Orff seiner Position im \u201eKulturestablishment noch immer nicht sicher war\u201c (Kater 2004, S.\u00a0169 \u2013 zudem habe er den Vorschuss von 5.000,- RM gut gebrauchen k\u00f6nnen, vgl. auch Hanau, S.\u00a0253\u00a0ff.). Das St\u00fcck wurde im Oktober 1939 in Frankfurt am Main uraufgef\u00fchrt (Orff hatte sich schon 1917 erstmals an einer B\u00fchnenmusik zum \u201eSommernachtstraum\u201c probiert). Die Rezeption der Auff\u00fchrung fiel unterschiedlich aus (auch Orff selbst zeigte sich nicht uneingeschr\u00e4nkt zufrieden) \u2013 die Auftraggeber aber waren angetan: Im Fr\u00fchjahr 1940 erhielt Orff ein Angebot \u00fcber einen Vertrag, der ihm von April 1940 bis Ende 1942 im Monat 500,- RM zusicherte (den Orff vermutlich, aber nicht nachweislich angenommen hat, Hanau, S.\u00a0256). Als Gegenleistung wurden unter anderem Kompositionen von ihm erwartet, die in Frankfurt uraufgef\u00fchrt werden sollten. Als einziges Ergebnis dieser Zusammenarbeit erschien die Urauff\u00fchrung von \u201eDie Kluge\u201c (1943). Wie andere Premieren au\u00dferhalb von Frankfurt (M\u00e4rchenoper \u201eDer Mond\u201c 1939 und \u201eCatulli Carmina\u201c 1943) konnte auch das St\u00fcck nur bedingt an den Erfolg der \u201eCarmina Burana\u201c ankn\u00fcpfen.<\/p>\n<p>Als ein weiterer Verehrer von Orffs Kompositionen erwies sich Baldur von Schirach, seit 1940 Gauleiter von Wien. Im Auftrag der Gauverwaltung Wien erhielt Orff einen Vertrag, der ihm von April 1942 bis April 1944 monatlich 1.000,- RM einbrachte \u2013 und damit einen guten Teil seines Einkommens sicherte (dazu ausf\u00fchrlich Kater 2004, S.\u00a0174<strong>\u00a0<\/strong>f.).<\/p>\n<p>1942 bekam Orff zudem einen \u201eStaatszuschuss\u201c von 2.000,- RM durch die Reichsmusikkammer zugesprochen. Allerdings geht aus den tradierten Dokumenten der Reichsmusikkammer hervor, dass selbst 1942 noch nicht alle Protagonisten der NSDAP von Orffs politischer Zuverl\u00e4ssigkeit \u00fcberzeugt schienen. Seitens der NSDAP-Gauleitung M\u00fcnchen-Oberbayern etwa hie\u00df es in einer Anfrage an das Gaupersonalamt der NSDAP:<\/p>\n<p>\u201eBei unserer Dienststelle bestehen Bedenken weltanschaulicher Art gegen das von ihm [Orff] herausgegebene \u201aSchul-Werk\u2018, und wir distanzieren uns auch von seinem musikalischen Schaffen\u201c (29.05.1942, Auskunft \u00fcber den Komponisten Carl Orff, BArch, BDC, R 9361-V\/81883).<\/p>\n<p>Den \u00fcberlieferten angefragten Stellungnahmen ist zu entnehmen, dass Orff tats\u00e4chlich weder der NSDAP noch einer ihrer Unterorganisationen angeh\u00f6rte, er politisch kaum in Erscheinung trat und offensichtlich nichts Nachteiliges \u00fcber ihn bekannt war (BArch, BDC, R\u00a09361-V\/81883). [F\u00fcr Eleonore Buenings Behauptung, Orff sei \u201eerst sp\u00e4t (1940) in die Partei\u201c eingetreten, lie\u00dfen sich keine Belege recherchieren; noch 1943 gab Orff hingegen selbst an, kein Mitglied der NSDAP zu sein, vgl. Buening: Die Musik ist schuld.]<\/p>\n<p>Laut Kater \u2013 dem von Kritikern, wie dem ersten Direktor des Orff-Instituts, Hans J\u00f6rg Jans, ein positivistischer Umgang mit Quellen sowie eine ann\u00e4hernd \u201einquisitorisch\u201c anmutende Methodik vorgeworfen wurde (\u201eKomponist sein in einer b\u00f6sen Zeit\u201c, DIE WELT, 11.02.1999) \u2013 profitierte Orff von \u201eVerg\u00fcnstigungen und Privilegien\u201c (Kater 2004, S.\u00a0176) des NS-Regimes. Insbesondere die Beziehung zum Propagandaministerium habe sich, so Kater, ausnehmend positiv entwickelt. Im Sommer 1944 wurde Orff als Komponist in die Liste der auserw\u00e4hlten K\u00fcnstler aufgenommen (Rathkolb, S.\u00a0176), was ihn vom Kriegsdienst aller Art befreite.<\/p>\n<p>Orff war also weder Mitglied der NSDAP noch schien er ideologisch mit dem Nationalsozialismus konform. Wenngleich zu Beginn der NS-Zeit von f\u00fchrenden Personen der NS-Kulturkritik scharf angriffen und von Teilen der Partei stets misstrauisch betrachtet, gelang ihm \u2013 insbesondere w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs \u2013 schlie\u00dflich eine erstaunliche berufliche Karriere w\u00e4hrend der NS-Zeit:<\/p>\n<p>\u201e1944 befand sich Orff auf dem Gipfel einer Karriere, die sich wie durch ein Wunder vollst\u00e4ndig gewandelt hatte. Der mittellose Komponist, der zu Beginn des Nazi-Regimes beinahe zum politischen Opfer geworden w\u00e4re, wurde nun gefeiert und offiziell anerkannt\u201c (Kater 2004, S.\u00a0176).<\/p>\n<p><strong>Entnazifizierungsverfahren und Stellungnahmen nach 1945<\/strong><\/p>\n<p>Nach 1945 versuchte Orff offenbar bewusst (und erfolgreich), sich als Opfer des NS-Regimes zu inszenieren \u2013 oder zumindest seine Karriere im \u201eDritten Reich\u201c in einem anderen Licht darzustellen. Kater vertrat die Auffassung, Orff habe daf\u00fcr ganz gezielt drei Legenden lanciert (Kater 2004, S.\u00a0168), die zum Teil bis in die Gegenwart ihre Wirkm\u00e4chtigkeit nicht eingeb\u00fc\u00dft haben. So behauptete Orff erstens, sein St\u00fcck \u201eCarmina Burana\u201c sei von 1936 bis 1940 komplett verboten und \u00fcber die gesamte Zeit des \u201eDritten Reichs\u201c unerw\u00fcnscht gewesen. Zweitens gab er an, seinen Verlag angewiesen zu haben, alle seine Werke zu vergessen, die er vor 1937 komponiert hatte. Die erste Legende ist erwiesenerma\u00dfen falsch, f\u00fcr die zweite fanden sich zumindest keine Belege. Drittens habe Orff in einem Gespr\u00e4ch mit dem amerikanischen Offizier Newell Jenkins eine Rolle im aktiven Widerstand angedeutet: Gemeinsam mit seinem Freund Kurt Huber sei Orff Mitbegr\u00fcnder einer \u201eArt Jugendgruppe\u201c gewesen (Huber gr\u00fcndete bekannterma\u00dfen die \u201eWei\u00dfe Rose\u201c). F\u00fcr diese Behauptung, die seinen aktiven Widerstand gegen das NS-System belegen sollte, diente allerdings allein die Erinnerung von Jenkins als Quelle (anders als Kater bezweifelten manche Historiker \u2013 darunter Oliver Rathkolb \u2013 deren Glaubw\u00fcrdigkeit). Bei einem Gespr\u00e4ch im OMGUS-Hauptquartier in Bad Homburg im Fr\u00fchjahr 1946 schien Orff keine Verbindung zur \u201eWei\u00dfen Rose\u201c angegeben zu haben. Kater begr\u00fcndete dies damit, dass Orff zu diesem Zeitpunkt (nach dem Treffen mit Jenkins) sich bereits dagegen entschieden hatte, eine Funktion als Lehrer oder Intendant anzustreben \u2013 wof\u00fcr er dringend eine entsprechende Eingruppierung ben\u00f6tigt h\u00e4tte (ausf\u00fchrlich zu diesem Komplex Kater 2004, S.\u00a0178\u00a0ff.). Nach Katers Recherchen und deren Ausdeutung waren alle drei Legenden erfunden und verfolgten einzig das Ziel, Orffs \u201eSelbstgleichschaltung\u201c zu verschleiern:<\/p>\n<p>\u201eOrffs Legende von einer gegen das Dritte Reich gerichteten Aktivit\u00e4t muss im Kontext seiner beiden anderen [\u2026] Legenden interpretiert werden: dass die Carmina Burana von den Nazis auf eine schwarze Liste gesetzt wurde und daher das Werk eines Widerstand Leistenden war und dass \u2013 um die Einzigartigkeit dessen zu betonen \u2013 all seine fr\u00fcheren Werke keine Rolle spielten und von seinem Verleger in den Rei\u00dfwolf gesteckt werden sollten. Alle drei Legenden waren miteinander verflochten und dienten nur einem einzigen Zweck: die Basis f\u00fcr einen makellosen Carl Orff in der Nachkriegszeit zu schaffen\u201c (Kater 2004, S.\u00a0185).<\/p>\n<p>Entnazifizierungsakten wurden in der Literatur nicht genannt; eine Anfrage beim Staatsarchiv M\u00fcnchen ergab keinen Treffer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>BArch, R 9361-V\/30618<\/li>\n<li>BArch, R 9361-V\/81883<\/li>\n<li>BArch, R 9361-V\/148824<\/li>\n<li>Staatsarchiv M\u00fcnchen, Anfrage Entnazifizierungsakten<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Buening, Eleonore: Die Musik ist schuld. In: DIE ZEIT 28 (1995).<\/li>\n<li>Dangel-Hofmann, Frohmut: Orff, Carl. In: NDB 19 (1999), S. 588 \u2013 591.<\/li>\n<li>Hanau, Eva: Nationalsozialistische Kulturpolitik in Frankfurt am Main und Carl Orff. In: Archiv f\u00fcr Musikwissenschaft 56 (1999), S. 245 \u2013 257.<\/li>\n<li>Kater, Michael H.: Carl Orff. Ein Mann der Legenden. In: Ders.: Komponisten im Nationalsozialismus. Acht Portr\u00e4ts. Berlin 2004, S. 150 \u2013 191.<\/li>\n<li>Kater, Michael H.: Carl Orff im Dritten Reich. In: Vierteljahrshefte f\u00fcr Zeitgeschichte 43 (1995) S. 1 \u2013 35.<\/li>\n<li>Klee, Ernst: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Frankfurt am Main 2007, S. 443.<\/li>\n<li>Prieberg, Fred K.: Musik im NS-Staat. Frankfurt am Main 1982.<\/li>\n<li>Rathkolb, Oliver: F\u00fchrertreu und gottbegnadet. K\u00fcnstlereliten im Dritten Reich. Wien 1991.<\/li>\n<li>Rathkolb, Oliver: Schirach. Eine Generation zwischen Goethe und Hitler. Wien\/Graz 2020.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Orffstra\u00dfe (Obernau), benannt 1989 nach Carl Orff (1895 \u2013 1982) Komponist und Musikp\u00e4dagoge * 10. 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