{"id":7555,"date":"2023-06-07T11:43:54","date_gmt":"2023-06-07T09:43:54","guid":{"rendered":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/?p=7555"},"modified":"2023-06-19T12:13:55","modified_gmt":"2023-06-19T10:13:55","slug":"dossier-robert-koch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-robert-koch\/","title":{"rendered":"Dossier Robert Koch"},"content":{"rendered":"<p>Kochstra\u00dfe (Innenstadt), benannt 1946<\/p>\n<p><strong>Robert Koch (1843 \u2013 1910)<\/strong><\/p>\n<p>Arzt und Bakteriologe, Nobelpreistr\u00e4ger<\/p>\n<ul>\n<li>* 11. Dezember 1843 in Clausthal<\/li>\n<li>1848 \u2013 1862 zun\u00e4chst Privatunterricht, dann Besuch des humanistischen Gymnasiums Clausthal<\/li>\n<li>1862 \u2013 1866 Studium der Medizin in G\u00f6ttingen (Promotion mit Auszeichnung)<\/li>\n<li>1867 Heirat mit Emmy Fraatz (Tochter Gertrud *1868)<\/li>\n<li>1867 \u2013 1871 \u00e4rztliche T\u00e4tigkeit in Hamburg, bei Hannover, bei Potsdam und in Rakwitz (Provinz Posen)<\/li>\n<li>1870\/71 Freiwilliger im Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieg; Arbeit im Feldlazarett<\/li>\n<li>1872 \u2013 1880 Kreisarzt in Wollstein (Provinz Posen, heute: Wolsztyn)<\/li>\n<li>1876 erstmals Nachweis der Krankheitserreger von Milzbrand; Publikation der Versuchsergebnisse<\/li>\n<li>1877 Anfertigung der ersten Mikroskopie-Fotos von Mikroorganismen<\/li>\n<li>1880 beamtete T\u00e4tigkeit am Kaiserlichen Gesundheitsamt in Berlin<\/li>\n<li>1882 Nachweis des Tuberkulose-Bakteriums (endg\u00fcltiger Beweis der Existenz bakterieller Krankheitserreger)<\/li>\n<li>1883 Leitung einer Forschungsexpedition nach Indien (Erforschung der Choleraepidemie, in britischem Regierungsauftrag)<\/li>\n<li>1884 Nachweis des Choleraerregers<\/li>\n<li>1884 \u201eKochsche Postulate\u201c (Definition bakteriologischer Erregernachweise)<\/li>\n<li>1885 Berufung zum Professor an der Berliner Universit\u00e4t und Ernennung zum Leiter des Instituts f\u00fcr Infektionskrankheiten<\/li>\n<li>1890 Forschung an Tuberkulin (Mittel zur Heilung von Tuberkulose; bleibt hinter Erwartung zur\u00fcck)<\/li>\n<li>1891 Direktor des neu gegr\u00fcndeten Instituts f\u00fcr Infektionskrankheiten (heute: Robert-Koch-Institut)<\/li>\n<li>1893 Scheidung und Heirat der 17-j\u00e4hrigen Hedwig Freiberg<\/li>\n<li>1896 \u2013 1907 Forschungsreisen in Begleitung seiner Frau in die Tropen: Untersuchungen zu Entstehung und Ausbreitung der Pest, der Malaria, der Schlafkrankheit sowie der Rinderpest<\/li>\n<li>1904 R\u00fcckzug aus der Leitung des Instituts f\u00fcr Infektionskrankheiten<\/li>\n<li>1905 Medizin-Nobelpreis<\/li>\n<li>1906\/07 Expedition nach Ostafrika zur Erforschung der Schlafkrankheit (Seuchenbek\u00e4mpfung)<\/li>\n<li>1908 Weltreise (USA, Hawaii, Japan)<\/li>\n<li>\u2020 27. Mai 1910 in Baden-Baden<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Ehrungen:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>1882 Kaiserlicher Geheimer Regierungsrat<\/li>\n<li>1890 Gro\u00dfkreuz des Roten Adlerordens<\/li>\n<li>1904 Mitgliedschaft in Preu\u00dfischer Akademie der Wissenschaften<\/li>\n<li>1905 Nobelpreis f\u00fcr Medizin<\/li>\n<li>1906 Orden Pour le M\u00e9rite f\u00fcr Wissenschaften und K\u00fcnste<\/li>\n<li>1906 Wilhelmsorden<\/li>\n<li>1907 Kaiserlicher Wirklicher Geheimer Rat mit dem Pr\u00e4dikat \u201eExcellenz\u201c<\/li>\n<li>1909 Bayerischer Maximiliansorden f\u00fcr Wissenschaft und Kunst<\/li>\n<li>Namensgeber f\u00fcr zahlreiche Stra\u00dfen, Pl\u00e4tze, Parks und Schulen; dazu Robert-Koch-Institut (RKI)<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201eIm 19. Jahrhundert waren Infektionskrankheiten wie Tuberkulose, Cholera, Diphtherie oder Wundinfektionen die Haupttodesursache weltweit. Allein in Deutschland starben daran jedes Jahr hunderttausende Menschen. Der Arzt Robert Koch entdeckte damals, dass Krankheiten wie diese durch winzige Organismen, durch Bakterien, verursacht werden. Ihm und seinen Weggef\u00e4hrten in Berlin ist es gelungen, Infektionserreger und Ansteckungswege gezielt zu identifizieren und so den Weg f\u00fcr Therapien und Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen zu ebnen. Erm\u00f6glicht wurde all dies durch neue wissenschaftliche Methoden, mit denen sich die Erreger nicht nur aufsp\u00fcren, sondern auch sichtbar machen lie\u00dfen, etwa feste N\u00e4hrb\u00f6den zur Anzucht von Bakterien, Mikrofotografie und F\u00e4rbetechniken. 1891 wurde Koch Direktor des neu gegr\u00fcndeten K\u00f6niglich Preu\u00dfischen Instituts f\u00fcr Infektionskrankheiten, dem heutigen Robert Koch-Institut. 1905 erhielt er f\u00fcr die Entdeckung der Tuberkulose-Bazillen den Nobelpreis f\u00fcr Medizin. Zusammen mit Louis Pasteur gilt Robert Koch heute als Wegbereiter der Mikrobiologie.\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p><strong>Menschenversuche im Zeitalter des Kolonialismus<\/strong><\/p>\n<p>Die herausragenden wissenschaftlichen Leistungen Robert Kochs bilden die Grundlage f\u00fcr diverse Ehrungen, darunter zahlreiche Stra\u00dfenbenennungen, wie 1946 in Aschaffenburg.<\/p>\n<p>Neben allem (berechtigten) Ruhm hat die medizin-historische Forschung bereits vor einigen Jahren auf ein \u201edunkles Kapitel\u201c in der (wissenschaftlichen) Biografie des Nobelpreistr\u00e4gers hingewiesen: Seine Forschung zur Schlafkrankheit in Ostafrika in den Jahren 1906 und 1907 und deren Folgen. Besonders die Publikationen der beiden Professoren f\u00fcr die Geschichte der Medizin, Wolfgang U. Eckart und Christoph Gradmann w\u00e4ren hier zu nennen, auf deren ver\u00f6ffentlichte Forschungen sich die folgenden Erl\u00e4uterungen st\u00fctzen.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Der fiktional-biografische Roman \u201eRobert Kochs Affe\u201c des Mediziners Michael Lichtwarck-Aschoff hat 2021 die weniger (aber keineswegs un-) bekannten Seiten der Koch\u2019schen Forschungen an kolonialen Seuchenherden in den \u00f6ffentlichen Fokus ger\u00fcckt \u2013 zumindest in Form von Besprechungen in gro\u00dfen deutschen Tageszeitungen. Zu der Pr\u00e4senz in den Medien d\u00fcrften der Publikation auch Parallelen zu Corona-Ma\u00dfnahmen verholfen haben; zudem war das Robert Koch-Institut (RKI) als zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheits\u00fcberwachung und -pr\u00e4vention zu der Zeit t\u00e4glich in der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sent. Eben dieses RKI schreibt auf seiner Website zur Biografie seines Namensgebers:<\/p>\n<p>\u201e1906 und 1907 wurde eine Kommission unter Kochs Leitung nach Ostafrika entsandt, um Therapiem\u00f6glichkeiten gegen die Schlafkrankheit auszuloten. Durch den Einsatz von Atoxyl, einer arsenhaltigen Arznei, konnte Koch anfangs Erfolge bei der Behandlung von Schlafkranken erzielen. Doch der Parasit, der die Infektion verursacht, lie\u00df sich im Blut der Kranken nur f\u00fcr eine kurze Zeit zur\u00fcckdr\u00e4ngen. Daraufhin verdoppelte Koch die Atoxyl-Dosis \u2013 obwohl er um die Risiken des Mittels wusste. Bei vielen Betroffenen kam es zu Schmerzen und Koliken, manche erblindeten sogar. Trotzdem blieb Koch vom prinzipiellen Nutzen des Atoxyls \u00fcberzeugt. Seine letzte Forschungsreise war das dunkelste Kapitel seiner Laufbahn.\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>In einer Kolumne kritisierte der Mediziner und Publizist Bernd Hontschik scharf, \u201eder andere Robert Koch\u201c, eben nicht \u201eder strahlende Held am deutschen Wirtschaftsfirmament\u201c, werde bis heute verschwiegen: \u201eDas Robert-Koch-Institut bezeichnet Kochs Gr\u00e4ueltaten auf seiner Homepage als ein \u201adunkles Kapitel\u2018. Verharmlosender geht es nicht f\u00fcr diese Medizin ohne Menschlichkeit.\u201c<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Robert Koch sei nicht nur ein gefeierter Wissenschaftler gewesen, sondern auch ein \u201em\u00f6rderischer Kolonialist\u201c: \u201eSein Anteil an den Verbrechen der Kolonialzeit scheint einer Amnesie anheim gefallen zu sein, wird besch\u00f6nigt oder verleugnet.\u201c Zum \u201eWeiterlesen\u201c wird auf das Buch von Michael Lichtwarck-Aschoff verwiesen \u2013 das, wie erw\u00e4hnt, fiktional-biografisch ist; das also basierend auf der Biografie Robert Kochs eine fiktive Handlung konstruiert. Die Publikation wird f\u00fcr die folgende Skizzierung der Expedition entsprechend nicht zu Rate gezogen. In einem Gastbeitrag f\u00fcr den \u201eSpiegel\u201c hatte der Historiker und Afrikawissenschaftler J\u00fcrgen Zimmerer, Professor f\u00fcr Globalgeschichte an der Universit\u00e4t Hamburg, bereits 2020 die Ehrw\u00fcrdigkeit von Robert Koch aufgrund seiner Forschungen zur Schlafkrankheit zur Diskussion gestellt:<\/p>\n<p>\u201eEs w\u00e4re an der Zeit, sich mit dem kolonialen Erbe auseinanderzusetzen, das sich hinter der Person und dem Namen Robert Koch verbirgt. Gerade heute, gerade angesichts der Corona-Pandemie ist die Balance zwischen individuellen Rechten und Zwang zum Schutze der Allgemeinheit, die Frage, wer das Allgemeinwohl definiert, aktueller denn je. Ist der Name Robert Koch f\u00fcr das 21. Jahrhundert noch geeignet? Kann er wirklich als Leitbild dienen, hat er die Ehre verdient, Namensgeber eines so wichtigen Instituts zu sein?\u201c<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n<p>In einem Deutschlandfunk-Interview forderte J\u00fcrgen Zimmerer die Umbenennung des Robert Koch-Instituts, woran sich eine Debatte um die Frage anschloss, ob Robert Koch heute noch als Leitbild dienen k\u00f6nne (siehe unten).<\/p>\n<p>Bei der Schlafkrankheit handelt es sich \u201eum eine heimt\u00fcckische, unbehandelt immer t\u00f6dlich verlaufende Krankheit, deren Erreger, das <em>Trypanosoma Gambiense<\/em>, durch den Stich blutsaugender Tsetsefliegen auf den Menschen \u00fcbertragen wird, dort schwerste neurologische Ausfallerscheinungen verursacht\u201c<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> und unter anhaltenden Schlafzust\u00e4nden zu Bewusstlosigkeit und schlie\u00dflich zum Tod f\u00fchrt. Christoph Gradmann schildert die Vorgeschichte der Expedition nach Ostafrika ausf\u00fchrlich: Robert Koch war eigentlich gar nicht als Expeditionsleiter vorgesehen; die Zielsetzung der Expedition verschob sich immer mehr hin zur praktischen Seuchenbek\u00e4mpfung (und damit weg von prim\u00e4r parasitologischen Fragen der Protozoologie). Robert Koch hatte sich bereits im Sommer 1905 in Ostafrika mit der Trypanosomen-Forschung besch\u00e4ftigt. Im April 1906 startete dann die Expedition, mit einem Aufenthalt in der Forschungsstation Amani (Deutsch-Ostafrika). Schneller als gedacht zog das kleine Team um Robert Koch weiter auf die Ssese-Inseln im Viktoriasee, zu der Zeit Britisch-Uganda: Auf den Inseln hatte sich die Schlafkrankheit in endemischer Form verbreitet \u2013 und einen Gro\u00dfteil der urspr\u00fcnglich etwa 30.000 Bewohnerinnen und Bewohner \u201edahingerafft\u201c, wie es hei\u00dft.<\/p>\n<p>Robert Koch experimentierte auf Ssese mit dem arsenhaltigen Pr\u00e4parat Atoxyl (Arsanils\u00e4ure), das er aus Deutschland mitgebracht hatte. Der therapeutische Einsatz von Atoxyl zeichnete anfangs eindrucksvolle Ergebnisse. Nach einigen Wochen der Anwendung war Robert Koch der Ansicht, mit Atoxyl \u00fcber ein Mittel zu verf\u00fcgen, \u201edas ein \u00e4hnliches Spezifikum gegen die Schlafkrankheit zu sein scheint, wie das Chinin gegen die Malaria\u201c. Es schien sich f\u00fcr den massenhaften Einsatz zu bew\u00e4hren; die Expedition schien ein voller Erfolg zu werden. Noch im Dezember 1906 ver\u00f6ffentlichte er Zwischenberichte in der <em>Deutschen Medizinischen Wochenschrift<\/em>, die Anerkennung in der \u00d6ffentlichkeit fanden. Nach seiner R\u00fcckkehr aus Ostafrika wurde Robert Koch \u00e4hnlich gefeiert wie 1884; es folgte die Ernennung zum \u201eKaiserlichen Wirklichen Geheimen Rat\u201c mit der Erlaubnis, sich als \u201eExzellenz\u201c titulieren zu lassen.<\/p>\n<p>In der Folge stellte sich allerdings heraus, dass die Atoxylbehandlungen mit einer einigerma\u00dfen vertretbaren Dosis nur zu einem zeitweisen Verschwinden der Trypanosomen aus dem K\u00f6rper der Behandelten f\u00fchrte. \u201eKoch zog hieraus einen Schluss, der f\u00fcr die Patienten fatale Folgen haben sollte und den er in einem Schreiben an den Pr\u00e4sidenten des KGA [Kaiserliches Gesundheitsamt, HK] vom 18. Februar 1907 formulierte, dass n\u00e4mlich \u201adie Kranken viel l\u00e4nger und vielleicht auch intensiver behandelt werden m\u00fcssen\u2018.\u201c<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Robert Koch verdoppelte die Dosis von 0,5 auf bis zu 1 Gramm t\u00e4glich. Die Injektionen schlugen gut an. Allerdings waren die h\u00f6heren Dosen f\u00fcr die Patienten schmerzhaft, riefen Schwindelgef\u00fchle, \u00dcbelkeit und Koliken hervor. Es traten zudem F\u00e4lle von Erblindung auf, die Koch anfangs als vor\u00fcbergehende Begleiterscheinungen deutete, die sich aber als dauerhaft erwiesen. In der Literatur wird die Verabreichung solch hoher Dosen als \u201eleichtfertig\u201c eingesch\u00e4tzt, da entsprechende Warnungen vor Erblindung im Zusammenhang mit Atoxylbehandlungen bekannt waren und Robert Koch ausdr\u00fccklich auf diese Gefahr hingewiesen worden sei.<\/p>\n<p>In den auf den Ssese-Inseln eingerichteten Krankenlagern entzogen sich die Patienten wegen der auftretenden Begleiterscheinungen zunehmend der Behandlung, obwohl infolge der aufgetretenen Erblindungen zur Verabreichung geringerer Dosen zur\u00fcckgekehrt wurde. Robert Koch hatte keine M\u00f6glichkeit, die Kranken zum Bleiben zu zwingen (die Inseln geh\u00f6rten zu Britisch-Uganda). Basierend auf den Forschungserfahrungen formulierte Robert Koch Pr\u00e4ventions- und Therapieempfehlungen f\u00fcr die deutschen Kolonialgebiete. Er empfahl Reihenuntersuchungen und die Einrichtung von Schlafkrankheitsbek\u00e4mpfungslagern. Dabei orientierte er sich an den \u201eConcentration Camps, wie sie die Engl\u00e4nder nennen\u201c<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a>, die zun\u00e4chst f\u00fcr Buren (als politische Gegner), sp\u00e4ter auch zur Isolation Infekti\u00f6ser eingesetzt wurden. \u201eHier sollten die Kranken auch gegen ihren Willen interniert und mit Atoxyl behandelt werden.\u201c<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Zwei solcher Lager wurden noch im Verlaufe der Expedition in Kisiba und Shirati am Viktoria-See eingerichtet (also auf deutschem Kolonialgebiet), wie Robert Koch in seinem Abschlussbericht erw\u00e4hnte. In diesen Lagern stand nicht die Heilung der Patienten im Vordergrund, sondern die Seuchenbek\u00e4mpfung. Die (bekannte) toxische Wirkung der Chemotherapeutika wurde in Kauf genommen. Neben der Identifizierung und Internierung der Erkrankten formulierte Robert Koch in einem m\u00fcndlichen Bericht im November 1907 noch eine weitere M\u00f6glichkeit: Man k\u00f6nne<\/p>\n<p>\u201edazu \u00fcbergehen, die ganze Bev\u00f6lkerung verseuchter Bezirke in gesunde Gegenden zu versetzen; die infizierten Individuen w\u00fcrden dann, da die Sterblichkeit ohne Behandlung eine absolute sei, ausnahmslos zugrunde gehen, damit werde dann die Seuche erl\u00f6schen, [\u2026] es sei aber fraglich, ob diese sehr eingreifende Ma\u00dfregel, die nat\u00fcrlich gro\u00dfe H\u00e4rten im Gefolge hat, sich in der Praxis durchf\u00fchren lie\u00df.\u201c<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/p>\n<p>Erheblich \u201eschonender\u201c und \u201eleichter durchzuf\u00fchren\u201c sei die erw\u00e4hnte Konzentration und Isolierung der Kranken in entsprechenden Lagern. Als dritte Ma\u00dfnahme schlug Robert Koch vor, in gef\u00e4hrdeten Gebieten radikale Abholzungen der Waldbest\u00e4nde vorzunehmen.<\/p>\n<p>Die rezipierten Experten ordnen das \u201edunkle Kapitel\u201c in Robert Kochs Biografie wie folgt ein:<\/p>\n<p>\u201eAuch wenn man die Historizit\u00e4t ethischer Ma\u00dfst\u00e4be in Rechnung stellt, war Kochs Vorgehen auf Sese [sic!] problematisch. Er sah sich in dem sp\u00e4ter ver\u00f6ffentlichten ausf\u00fchrlichen Expeditionsbericht auch gen\u00f6tigt, sein Vorgehen zu rechtfertigen. \u201aWenn hier von Versuchen an Kranken die Rede ist, dann darf dabei nicht vergessen werden, da\u00df dieselben an einer absolut t\u00f6dlichen Krankheit litten und unrettbar verloren waren, wenn nicht ein Heilmittel gefunden wurde.\u2018 Eine Anwendung einer (unwirksamen) Therapie rechtfertigte so therapeutische Forschung auf Kosten des Patientenwohls, wie sie zu dieser Zeit in Deutschland kaum noch durchf\u00fchrbar gewesen w\u00e4re. [\u2026] Es wird auch deutlich, dass Koch, indem er der Seuchenbek\u00e4mpfung den Vorzug vor der Therapie gab, den ideologischen Rahmen der kolonialen Menschen\u00f6konomie f\u00fcr sich akzeptierte. Wie er betonte, lag der Wert der von ihm konzipierten Kampagne nicht in der Heilung Einzelner, sondern darin, den Kolonialherren die Arbeitskraft der Bev\u00f6lkerung als Ganzer zu erhalten.\u201c<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n<p>Untermauert werde eine derartige Interpretation, so Christoph Gradmann weiter, durch die Aktivit\u00e4ten der Expedition bis in den Herbst 1907 hinein: Die Suche nach Chemotherapeutika gegen die Schlafkrankheit an den verbliebenen Kranken wurde intensiv weiter betrieben, wenngleich sich auch andere Pr\u00e4parate als \u00fcberaus giftig erwiesen und eine Anwendung beim Menschen nicht empfehlenswert war. Darauf verweist auch Wolfgang U. Eckhart:<\/p>\n<p>\u201eAls Erfolg kann die Schlafkrankheitsexpedition Kochs wohl kaum gewertet werden. Die Ermittlung einer dauerhaft wirksamen Chemotherapie war nicht gelungen, stattdessen hatte sich die Toxizit\u00e4t oder Verabreichungsproblematik mit Injektionsschmerzen und unerw\u00fcnschten Begleiterscheinungen der \u201agepr\u00fcften\u2018 Wirkstoffe klar herausgestellt. Vor diesem Hintergrund ist es nicht \u00fcberraschend, dass Koch in seinen Schlussfolgerungen auf alte polizeiliche Isolierungsma\u00dfnahmen und sogar auf \u00f6kologische Interventionen umschwenkte. Wenig erkl\u00e4rlich ist allerdings sein Festhalten an der problematischen Atoxyl-Therapie. Insgesamt hatte sich die Vorstellung, die Schlafkrankheit \u00e4hnlich wie Malaria mit einem Medikament therapieren und ihr gleichzeitig vorbeugen zu k\u00f6nnen, als Fehleinsch\u00e4tzung erwiesen.\u201c<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/p>\n<p>Auf die Empfehlungen von Robert Koch hin wurden Schlafkrankenlager eingerichtet und dort Kranke behandelt \u2013 mit geringem Erfolg und auf Kosten der Behandelten. In den deutschen Kolonien wurden unterschiedliche Methoden angewendet. In Togo etwa versuchte eine eigens eingesetzte Schlafkrankheitskommission die Behandlung aller Schlafkranken in \u201eKonzentrationslagern\u201c mit \u00e4u\u00dferster H\u00e4rte und gegen den Widerstand der Erkrankten durchzusetzen. Wie viele Patientinnen und Patienten in den Lagern und Stationen in Deutsch-Ostafrika der Seuche erlegen waren \u2013 oder aber an den Nebenwirkungen der Therapie starben \u2013, l\u00e4sst sich anhand der erstellten Statistiken kaum aufschl\u00fcsseln.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a> Die Aussage von Bernd Hontschik, Robert Koch \u201enahm mit seinen Injektionen tausendfache Erblindung billigend in Kauf, jedes Zehnte seiner Opfer verstarb \u2013 an den Menschenversuchen und an der Lagerhaft\u201c<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a>, ist anhand der Quellen nicht zu belegen.<\/p>\n<p>J\u00fcrgen Zimmerer machte in seinem Beitrag deutlich, dass Robert Koch in afrikanischen Kolonien skrupellos handelte:<\/p>\n<p>\u201eMit Atoxyl Behandelte konnten die Krankheit nicht weitergeben. Leiden und Siechtum nahm der Wissenschaftler dabei zumindest in Kauf. [&#8230;] In eine \u00e4hnliche Richtung zielte sein Vorschlag, Konzentrationslager zur Isolierung von Erkrankten einzurichten. Um Ausbr\u00fcche fr\u00fchzeitig beherrschbar zu machen, sollten ganze D\u00f6rfer in Lagern isoliert werden, auch gegen ihren Willen. Da die Krankheit ohne Behandlung t\u00f6dlich verlaufe, so Kochs \u00dcberlegungen, w\u00fcrden nach einer bestimmten Zeit nur die Gesunden \u00fcbrig bleiben und k\u00f6nnten dann zur\u00fcckkehren. Die Ausbreitung w\u00e4re gestoppt, die afrikanische Arbeitskraft f\u00fcr die Kolonialherren gesch\u00fctzt. Das Robert Koch-Institut f\u00fchrt auf seiner Internetseite leider bis heute nicht genauer aus, was genau es zum \u201adunkelsten Kapitel\u2018 in Kochs Leben rechnet. Ist es das zwangsweise Testen von Medikamenten ohne Einwilligung und gegen den Willen der Erkrankten? Ist es die utilitaristische bis zynische Herangehensweise, kranke Menschen zu isolieren und ihrem Schicksal zu \u00fcberlassen, um die Arbeitskr\u00e4fte der anderen und die (koloniale) Wirtschaft zu erhalten? Oder die Tatsache, dass Koch wissentlich und freudig die Chancen ausnutzte, die ihm die koloniale Situation mit ihrem extremen Machtungleichgewicht bot?\u201c<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a><\/p>\n<p>Wie erw\u00e4hnt pl\u00e4dierte J\u00fcrgen Zimmerer f\u00fcr eine Umbenennung des Robert Koch-Instituts und begr\u00fcndete dies mit den tiefen Verstrickungen des Medizinpioniers in den Kolonialismus. <a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> Christoph Gradmann widersprach im Deutschlandfunk Kultur dieser Ansicht:<\/p>\n<p>\u201eEs ist keine Frage, dass Robert Kochs Forschungen \u00fcber Schlafkrankheit in Ostafrika nach unseren heutigen medizinethischen Ma\u00dfst\u00e4ben und auch nach unseren politischen Ma\u00dfst\u00e4ben zu beanstanden sind. Denn er hat dort therapeutische Experimente durchgef\u00fchrt, sehr zum Schaden der Patienten.\u201c<\/p>\n<p>Allerdings sei dies, so Gradmann, \u201enach den Ma\u00dfst\u00e4ben seiner eigenen Zeit\u201c nicht ungew\u00f6hnlich gewesen; in Sachen Vorbildfunktion m\u00fcsse man \u201eden ganzen Robert Koch in den Blick nehmen und nicht nur den Schlafforscher\u201c. Danach ist f\u00fcr den Medizinhistoriker klar: \u201eDas Robert Koch-Institut hat genau den richtigen Namen.\u201c<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a> Auch der Kulturwissenschaftler Thomas Macho, Direktor des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften in Wien, schaltete sich in die Debatte ein. Er machte darauf aufmerksam, dass die Diskussion um eine eventuelle Umbenennung wichtig sei, \u201evielleicht wichtiger als die Umbenennung selbst\u201c. Zudem wies der emeritierte Professor f\u00fcr Kulturgeschichte darauf hin, Robert Koch habe sich<\/p>\n<p>\u201eim kolonialgeschichtlichen Kontext in Ostafrika eben nicht vorbildlich verhalten, hat Dinge getan, die man eben nicht nur aus dem geschichtlichen Kontext erkl\u00e4ren kann: Rassismus bleibt Rassismus, ob man den vor 100 Jahren oder eben vorgestern als Haltung austr\u00e4gt.\u201c<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p>Laut \u201eMitteilungsblatt der Stadt Aschaffenburg vom 21.9.46\u201c<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> wurde die \u201eSchlageterstra\u00dfe\u201c in der Nachkriegszeit umbenannt in \u201eDr.-Robert-Koch-Stra\u00dfe (nach dem ber\u00fchmten Arzt und Bakteriologen)\u201c; sp\u00e4ter wurde daraus die \u201eKochstra\u00dfe\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>SSAA, SBZ II, 905<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Eckart, Wolfgang U.: Medizin und Kolonialimperialismus. Deutschland 1884 \u2013 1945. Paderborn et al. 1997.<\/li>\n<li>Eckart, Wolfgang U.: Die Kolonie des Laboratoriums. Schafkrankheitsbek\u00e4mpfung und Humanexperimente in den deutschen Kolonien Togo und Kamerun, 1908 \u2013 1914. In: Griesecke, Birgit et al. (Hrsg.): Kulturgeschichte des Menschenversuchs im 20. Jahrhundert. Frankfurt am Main 2009, S. 199 \u2013 227.<\/li>\n<li>Gradmann, Christoph: Krankheit im Labor. Robert Koch und die medizinische Bakteriologie. G\u00f6ttingen 2005.<\/li>\n<li>Isobe, Hiroyuki: Medizin und Kolonialgesellschaft. Die Bek\u00e4mpfung der Schlafkrankheit in den deutschen \u201eSchutzgebieten\u201c vor dem Ersten Weltkrieg. Berlin et al. 2009.<\/li>\n<li>Lichtwarck-Aschoff, Michael: Robert Kochs Affe. Der grandiose Irrtum des ber\u00fchmten Seuchenarztes. Stuttgart 2021.<\/li>\n<li>Zimmerer, J\u00fcrgen: Der ber\u00fchmte Forscher und die Menschenexperimente. In: Der Spiegel, 27. Mai 2020.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> https:\/\/www.rki.de\/DE\/Content\/Institut\/Geschichte\/Robert_Koch.html [letzter Abruf: 22.06.2022].<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Siehe \u201eLiteratur\u201c; der genannte Beitrag von Christoph Gradmann, seit 2006 Professor f\u00fcr Geschichte der Medizin in Oslo, entspricht der Publikation seiner Habilitationsschrift.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> https:\/\/www.rki.de\/DE\/Content\/Institut\/Geschichte\/Robert_Koch.html [Abruf: 20.06.2022].<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Hontschik, Bernd: Medizin ohne Menschlichkeit: Robert Koch \u2013 gefeierter Wissenschaftler, m\u00f6rderischer Kolonist. In: FR vom 06.02.2022.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Zimmerer, J\u00fcrgen: Der ber\u00fchmte Forscher und die Menschenexperimente. In: Der Spiegel, 27. Mai 2020.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Eckart 1997, S. 161.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Zitiert nach Gradmann, S. 326.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Mitteilungen \u00fcber den Verlauf und die Ergebnisse der vom Reich zur Erforschung der Schlafkrankheit nach Ostafrika entsandten Expedition, m\u00fcndlicher Bericht auf der Sitzung des Reichsgesundheitsrates vom 18. November 1907, zitiert nach Eckhart 1997, S. 345.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Gradmann, S. 329.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Erneut zitiert nach Eckhart 1997, S. 345.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Gradmann, S. 329 f.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Eckhart 1997, S. 344 f.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Eckhart 1997, S. 349; Eckhart 2009; zu den unterschiedlichen Methoden und deren Begr\u00fcndungen sowie zu den Schwierigkeiten mit den zeitgen\u00f6ssischen Statistiken auch die Dissertation von Hiroyuki Isobe.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Hontschik, Bernd: Medizin ohne Menschlichkeit: Robert Koch \u2013 gefeierter Wissenschaftler, m\u00f6rderischer Kolonist. In: FR vom 06.02.2022.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Zimmerer, J\u00fcrgen: Der ber\u00fchmte Forscher und die Menschenexperimente. In: Der Spiegel, 27. Mai 2020.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/historiker-juergen-zimmerer-ueber-robert-koch-man-muss-das-100.html [letzter Abruf: 21.06.2022].<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/diskussion-zur-umbenennung-des-rki-das-robert-koch-institut-100.html [letzter Abruf: 21.06.2022].<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/thomas-macho-zur-diskussion-um-robert-koch-rassismus-bleibt-100.html\">https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/thomas-macho-zur-diskussion-um-robert-koch-rassismus-bleibt-100.html<\/a> [letzter Abruf: 21.06.2022].<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> SSAA, SBZ II, 905.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kochstra\u00dfe (Innenstadt), benannt 1946 Robert Koch (1843 \u2013 1910) Arzt und Bakteriologe, Nobelpreistr\u00e4ger * 11. 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