{"id":7537,"date":"2023-06-07T11:43:58","date_gmt":"2023-06-07T09:43:58","guid":{"rendered":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/?p=7537"},"modified":"2023-06-19T12:13:48","modified_gmt":"2023-06-19T10:13:48","slug":"dossier-clemens-august-von-galen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-clemens-august-von-galen\/","title":{"rendered":"Dossier Clemens August von Galen"},"content":{"rendered":"<p>Kardinal-Galen-Stra\u00dfe (Nilkheim), benannt 1988<\/p>\n<p><strong>Clemens August Graf von Galen (1878 \u2013 1946)<\/strong><\/p>\n<p>Bischof und Kardinal, 1933 \u2013 1946 Bischof von M\u00fcnster<\/p>\n<ul>\n<li>* 16. M\u00e4rz 1878 in Dinklage (M\u00fcnsterland)<\/li>\n<li>1898 \u2013 1903 Studium der Theologie in Freiburg (Schweiz) und Innsbruck<\/li>\n<li>1903 \u2013 1904 Abschluss des Theologiestudiums in M\u00fcnster, Eintritt in Priesterseminar und Priesterweihe<\/li>\n<li>1904 \u2013 1906 Domvikar in M\u00fcnster (bei seinem Onkel Weihbischof Maximilian Gereon Graf von Galen)<\/li>\n<li>1906 \u2013 1919 \u00dcbersiedlung nach Berlin, Kaplan in der Gro\u00dfstadtseelsorge<\/li>\n<li>1919 \u2013 1929 Pfarrer von St. Matthias in Sch\u00f6neberg (1920 eingemeindet zu Berlin)<\/li>\n<li>1929 Pfarrer in St. Lamberti in M\u00fcnster<\/li>\n<li>1933 Ernennung zum Bischof von M\u00fcnster<\/li>\n<li>1934 f\u00f6rdert die Verbreitung der \u201eStudien zum Mythus des 20. Jahrhunderts\u201c, die gegen den NS-Ideologen Alfred Rosenberg gerichtet sind<\/li>\n<li>1936 Bef\u00fcrwortung des Einmarschs deutscher Truppen in entmilitarisiertes Rheinland<\/li>\n<li>1936 \u00f6ffentliches Eintreten gegen Kruzifixverbot an Schulen<\/li>\n<li>1937 Anteil an Verbreitung der Enzyklika \u201eMit brennender Sorge\u201c (Kritik an Kirchen- und Rassenpolitik des NS-Regimes)<\/li>\n<li>1941 Kritik an \u201eKlostersturm\u201c und Euthanasiema\u00dfnahmen der Nationalsozialisten in drei Predigten<\/li>\n<li>1945 ruft Siegerm\u00e4chte auf zu einer humanen Behandlung der deutschen Bev\u00f6lkerung und der Kriegsgefangenen<\/li>\n<li>1946 Ernennung zum Kardinal durch Papst Pius XII.<\/li>\n<li>\u2020 22. M\u00e4rz 1946 in M\u00fcnster<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ehrungen:<\/p>\n<ul>\n<li>1937 Ehrendoktorw\u00fcrde der Universit\u00e4t Innsbruck<\/li>\n<li>2005 Seligsprechung durch Papst Benedikt XVI.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wirken in der NS-Zeit<\/strong><\/p>\n<p>Clemens August Graf von Galen wird bis in die Gegenwart geehrt f\u00fcr seine \u00f6ffentliche Kritik am NS-Regime, die er vor allem in Form von drei Predigten im Sommer 1941 \u00fcbte. H\u00e4ufig wurde und wird der Bischof von M\u00fcnster als Beleg f\u00fcr katholischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus angef\u00fchrt. Auch f\u00fcr die Benennung einer Stra\u00dfe in Nilkheim bot diese Auffassung die Begr\u00fcndung (siehe Anmerkungen). Im Jahr 2005 wurde er durch Papst Benedikt XVI. seliggesprochen.<\/p>\n<p>Die biografische Literatur zum Wirken Bischof von Galens ist umfangreich, \u201eAkten, Briefe und Predigten\u201c aus den Jahren 1933 \u2013 1946 liegen zudem in einer seitenstarken zweib\u00e4ndigen Edition vor; eine wissenschaftliche Gesamtbiografie fehlt allerdings bislang. Einig ist sich die historische Forschung darin, dass sich Bischof von Galen entschieden gegen den \u201eKlostersturm\u201c (Predigten vom 13. und 20. Juli 1941) sowie gegen Ma\u00dfnahmen im Rahmen der \u201eEuthanasie\u201c (Predigt vom 3. August 1941) ausgesprochen hat. Durch die Geheime Staatspolizei waren im Bistum M\u00fcnster kurz zuvor Niederlassungen des Jesuitenordens sowie der Missionsschwestern beschlagnahmt worden. \u201eDie Ordensh\u00e4user und Besitzungen sind samt Inventar zu Gunsten der Gauleitung Westfalen-Nord enteignet\u201c, berichtete er in seiner Predigt vom 13. Juli 1941. Weiter hie\u00df es:<\/p>\n<p>\u201eDer physischen \u00dcbermacht der Geheimen Staatspolizei steht jeder deutsche Staatsb\u00fcrger v\u00f6llig schutzlos und wehrlos gegen\u00fcber. V\u00f6llig wehrlos und schutzlos! [\u2026] Keiner von uns ist sicher, und mag er sich bewu\u00dft sein, der treueste, gewissenhafteste Staatsb\u00fcrger zu sein, mag er sich v\u00f6lliger Schuldlosigkeit bewu\u00dft sein, da\u00df er nicht eines Tages aus seiner Wohnung geholt, seiner Freiheit beraubt, in den Kellern und Konzentrationslagern der Geheimen Staatspolizei eingesperrt wird.\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>In der Predigt eine Woche sp\u00e4ter bezog er sich erneut auf den \u201eKlostersturm\u201c. Katholische Christen \u201emachen keine Revolution\u201c, so Bischof von Galen; gegen \u201eden Feind im Inneren\u201c helfen \u2013 anders als gegen \u201eden \u00e4u\u00dferen Feind\u201c \u2013 keine Waffen:<\/p>\n<p>\u201eEs bleibt uns nur ein Kampfmittel: starkes, z\u00e4hes, hartes Durchhalten. [\u2026] Wir sehen und erfahren jetzt deutlich, was hinter den neuen Lehren steht, die man uns seit einigen Jahren aufdr\u00e4ngt, denen zuliebe man die Religion aus der Schule verbannt hat, unsere Vereine unterdr\u00fcckt hat, jetzt die katholischen Kinderg\u00e4rten zerst\u00f6ren will: abgrundtiefer Ha\u00df gegen das Christentum, das man ausrotten m\u00f6chte. [\u2026] Wir sind Ambo\u00df und nicht Hammer! Aber seht einmal zu in der Schmiede! Fragt den Schmiedemeister und la\u00dft es euch von ihm sagen: Was auf dem Ambo\u00df geschmiedet wird, erh\u00e4lt seine Form nicht nur vom Hammer, sondern auch vom Ambo\u00df. Der Ambo\u00df kann nicht und braucht nicht zur\u00fcckzuschlagen; er mu\u00df nur fest, nur hart sein. Wenn er hinreichend z\u00e4h, fest, hart ist, dann h\u00e4lt meistens der Ambo\u00df l\u00e4nger als der Hammer.\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Auch in der Predigt vom 3. August 1941 prangerte Bischof von Galen die \u2013 aus seiner Sicht \u2013 nicht gerechtfertigten Ma\u00dfnahmen gegen katholische Institutionen und deren Repr\u00e4sentanten an (\u201eVernichtungskampf gegen die katholischen Orden\u201c). Mehr noch ist die Predigt bekannt f\u00fcr Bischof von Galens offener Kritik an der \u201eEuthanasie\u201c. In der Woche zuvor waren auch aus der Anstalt Marienthal bei M\u00fcnster \u201eunproduktive Volksgenossen\u201c abtransportiert worden. Regelm\u00e4\u00dfig h\u00e4tten ihn Nachrichten erreicht, wonach Geisteskranke aus Heil- und Pflegeanstalten nach dem Abtransport nach kurzer Zeit verstorben seien. Eine unnat\u00fcrliche Todesursache sei in der Mehrzahl der F\u00e4lle wahrscheinlich:<\/p>\n<p>\u201eAllgemein herrscht der an Sicherheit grenzende Verdacht, das diese zahlreichen unerwarteten Todesf\u00e4lle von Geisteskranken nicht von selbst eintreten, sondern absichtlich herbeigef\u00fchrt werden, da\u00df man dabei jener Lehre folgt, die behauptet, man d\u00fcrfe sog. \u201alebensunwertes Leben\u2018 vernichten, also unschuldige Menschen t\u00f6ten, wenn man meint, ihr Leben sei f\u00fcr Volk und Staat nichts mehr wert, eine furchtbare Lehre, die die Ermordung Unschuldiger rechtfertigen will, die die gewaltsame T\u00f6tung der nicht mehr arbeitsf\u00e4higen Invaliden, Kr\u00fcppel, unheilbar Kranken, Altersschwachen grunds\u00e4tzlich freigibt!\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Er habe gesicherte Kenntnis dar\u00fcber, dass eine gro\u00dfe Zahl geisteskranker bereits vors\u00e4tzlich get\u00f6tet worden ist und in Zukunft get\u00f6tet werden soll; er berichtete auch \u00fcber konkrete Beispiele aus seinem Einflussbereich, ohne dabei Namen zu nennen. Da es sich hierbei um ein \u201eVerbrechen wider das Leben\u201c handele, habe er, Bischof von Galen, am 28. Juli 1941 Anzeige erstattet, bei der Staatsanwaltschaft beim Landgericht M\u00fcnster sowie beim Polizeipr\u00e4sidenten. W\u00e4hrend in Notwehr oder \u201eim gerechten Krieg Gewaltanwendung bis zur T\u00f6tung erlaubt und nicht selten geboten\u201c sei, verurteile er eine T\u00f6tung \u201eunproduktiver\u201c Volksgenossen auf das Sch\u00e4rfste, unter Verweis auf das g\u00f6ttliche 5. Gebot \u201eDu sollst nicht t\u00f6ten!\u201c.<\/p>\n<p>Die in den Predigten ge\u00e4u\u00dferte Kritik erregte nicht nur im Katholischen Deutschland gro\u00dfes Aufsehen; sie verbreitete sich rasch und weit \u00fcber das M\u00fcnsterland hinaus und wurde auch im Ausland wahrgenommen.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> Das NS-Regime gelangte zu der Auffassung, ein direktes Vorgehen gegen Bischof von Galen sei wenig sinnvoll; zu gro\u00df erschien \u201edie Gefahr, gro\u00dfe Teile der deutschen Katholiken in offene Opposition zum nationalsozialistischen Staat zu bringen\u201c. In der Literatur wird in der Regel das Aussetzen der \u201eAktion T4\u201c als Reaktion auf die \u00f6ffentliche Kritik von Galens gewertet; wenn nicht als alleiniger Grund, so wird seine \u00f6ffentliche Kritik doch als entscheidender Ansto\u00df gesehen.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> Winfried S\u00fc\u00df, der sich intensiv mit den Predigten und deren Resonanz besch\u00e4ftigte, kommt zu dem Ergebnis: \u201eDie Predigt Clemens August Graf von Galens am 3. August 1941 war der folgenreichste \u00f6ffentliche Protest gegen ein Vorhaben der nationalsozialistischen Machthaber.\u201c<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Kritik an Clemens von Galen richtete sich zum einen daran, dass er das NS-Regime 1933 zun\u00e4chst begr\u00fc\u00dft habe, zum anderen daran, dass er den deutschen Angriffskrieg gutgehei\u00dfen habe, antiliberal und vor allem antibolschewistisch eingestellt gewesen sei \u2013 und sich nur dann kritisch ge\u00e4u\u00dfert habe, wenn es um kirchliche (katholische) Angelegenheiten ging, kein Wort von ihm aber zu Unrecht gegen (weitere) Andersdenkende tradiert sei, die unter dem NS-Regime litten.<\/p>\n<p>Noch im September 1934 hat sich Bischof von Galen in einer Ansprache zum NS-Staat als \u201eobrigkeitlicher Gewalt\u201c bekannt:<\/p>\n<p>\u201eNein, wir stehen nicht in verneinender Opposition gegen den Staat, gegen die jetzige Staatsgewalt! Wir w\u00fcrden ja unsere Grunds\u00e4tze verleugnen, die Lehre der Kirche seit Apostelzeiten mi\u00dfachten, welche uns sagt, \u201ada\u00df die obrigkeitliche Gewalt von Gott ausgeht; und da\u00df, wer sich ihr widersetzt, sich der Anordnung Gottes widersetzt\u2018. [\u2026] Dar\u00fcber hinaus haben die deutschen Bisch\u00f6fe in ihrem gemeinsamen Fuldaer Hirtenbrief im Juni 1933 ganz ausf\u00fchrlich dar\u00fcber gesprochen, wie sehr sie und mit ihnen alle echten Katholiken gute und wahre Ideen, welche mit der nationalsozialistischen Bewegung zur \u00f6ffentlichen Geltung kamen, begr\u00fc\u00dfen, und haben ihre freudige Mitarbeit f\u00fcr die Freiheit und das Gl\u00fcck unserer lieben Heimat angeboten. [\u2026] Treu deutsch sind wir! Und darum protestieren wir, wenn man den Glauben an einen pers\u00f6nlichen, \u00fcberweltlichen, ewigen Gott als undeutsch bek\u00e4mpft, und mit der Autorit\u00e4t Gottes jede Autorit\u00e4t, auch die staatliche Autorit\u00e4t untergr\u00e4bt. [\u2026] [Wir] Protestieren nicht gegen den Staat und gegen die staatliche Obrigkeit, deren Fundament und h\u00f6chste W\u00fcrde als Stellvertreterin Gottes gerade wir sch\u00fctzen und verteidigen, sondern gegen die Sch\u00e4digung des Staates und die Untergrabung seiner Autorit\u00e4t durch die \u00f6ffentliche Verbreitung und Propaganda neuheidnischer Irrlehren, welche bisher fast immer ungestraft mit dem Anspruch auftreten, die Weltanschauung des Nationalsozialismus zu sein.\u201c<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Seine Kritiker werfen ihm vor, noch \u201egute und wahre Ideen, welche mit der nationalsozialistischen Bewegung zur \u00f6ffentlichen Geltung kamen\u201c, hervorgehoben zu haben zu einer Zeit, in der Sozialdemokraten, Kommunisten, Gewerkschaftler und Juden bereits massiv verfolgt wurden.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a> In einer kritischen Ver\u00f6ffentlichung aus dem Jahr 1987 wurde infrage gestellt, ob die Verteidigung kirchlicher Rechte schon als \u201eWiderstand\u201c gewertet werden kann:<\/p>\n<p>\u201eIn der Bev\u00f6lkerung entstanden bald Legenden und Ger\u00fcchte \u00fcber von Galen, die ihn als \u201aWiderstandsk\u00e4mpfer\u2018 idealisierten. Tats\u00e4chlich verteidigte von Galen in seinen Predigten fast ausschlie\u00dflich Interessen der Kirche und stellte sich hinter die Angriffskriege der Nazis.\u201c<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich wandte sich Bischof von Galen keineswegs prinzipiell gegen den von Nazi-Deutschland begonnenen Krieg:<\/p>\n<p>\u201eAus Galens Sicht k\u00e4mpften die deutschen Soldaten den gerechten Krieg f\u00fcr das Ende des 1919 erzwungenen Versailler \u201aGewaltfriedens\u2018 und gegen einen als \u201agottlos\u2018 angesehenen Bolschewismus. In gleicher Weise aber boten die biblischen und kirchlichen Lehrs\u00e4tze auch die entscheidende Grundlage, um den von den Nationalsozialisten \u201atotal\u2018 gef\u00fchrten Krieg massiv zu kritisieren.\u201c<\/p>\n<p>Auch in den Predigten vom Sommer 1941 unterschied er zwischen deutschen Soldaten, die im \u201egerechten Krieg\u201c t\u00f6teten, und den Morden im Rahmen des \u201eEuthanasie\u201c-Programms. \u201ePolitische \u00dcberzeugungen und religi\u00f6se Sinndeutungen flossen beim Bischof von M\u00fcnster offenkundig ineinander\u201c, wie Christoph K\u00f6sters konstatierte. Ohne den \u201ereligi\u00f6sen Kosmos\u201c, in dem sich sein Denken bewegte, lie\u00dfe sich Clemens von Galens Verhalten im Zweiten Weltkrieg nicht verstehen.<\/p>\n<p>Unterschiedliche Ansichten gibt es in der Literatur \u00fcber Bischof von Galens Verhalten gegen\u00fcber den Juden.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a> Die unterschiedlichen Deutungen basieren teils auf widerspr\u00fcchlichen Quellen; Zeitzeugen, die sich Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs unterschiedlich erinnerten.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><sup>[11]<\/sup><\/a> Allgemein l\u00e4sst sich mit Heinrich Mussinghoff festhalten:<\/p>\n<p>\u201eBischof Clemens August hat nicht \u00f6ffentlich f\u00fcr die Juden seine Stimme erhoben, weder beim Boykott j\u00fcdischer Gesch\u00e4fte 1933 noch nach der Reichspogromnacht 1938 noch bei den Deportationen im \u201aHolocaust\u2018 ab 1941.\u201c<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\"><sup>[12]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Gerade das Schweigen zu j\u00fcdischem Leid wurde Bischof von Galen von seinen Kritikern wiederholt vorgeworfen:<\/p>\n<p>\u201eWas Antisemitismus und Holocaust angeht, teilte von Galen das t\u00f6dliche Schweigen des Episkopats. Seine Distanz und Fremdheit gegen\u00fcber diesem anderen \u201aInteressenkreis\u2018 war typisch f\u00fcr einen katholischen Amtstr\u00e4ger. Die \u00dcbernahme traditioneller anti-j\u00fcdischer Vorbehalte, die religi\u00f6se Distanz und das Akzeptieren einer gewissen \u201aRassendifferenz\u2018 erzeugten so starken Abstand zu j\u00fcdischer Kultur und j\u00fcdischen Mitb\u00fcrgern, da\u00df ihn ihr Schicksal nicht zum selbst\u00e4ndigen Protest anhielt.\u201c<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\"><sup>[13]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich gibt es \u00fcbereinstimmende Berichte dar\u00fcber, dass sich M\u00fcnsteraner Juden direkt (oder indirekt) an Bischof von Galen gewandt h\u00e4tten (wohl im Rahmen der Novemberpogrome 1938). Dieser habe sich auch dazu bereit erkl\u00e4rt, sich \u00f6ffentlich zu \u00e4u\u00dfern. Unterschiedliche Angaben gibt es \u00fcber die Gr\u00fcnde f\u00fcr das anschlie\u00dfende Schweigen: Der einen Version nach habe Bischof von Galen eine schriftliche Erkl\u00e4rung der Juden zur Bedingung gemacht, wonach sie ihm nicht die Schuld anlasteten, wenn die Nazis anschlie\u00dfend sch\u00e4rfer gegen Juden vorgehen w\u00fcrden; daraufhin h\u00e4tte die Delegation ihre Bitte zur\u00fcckgezogen. Laut einer anderen Darstellung h\u00e4tten die Juden von sich aus darum gebeten, dass sich Bischof von Galen doch nicht \u00f6ffentlich \u00e4u\u00dfern solle, weil sie noch sch\u00e4rfere Sanktionen f\u00fcrchteten.<\/p>\n<p>Seitens seiner Kritiker wird Clemens von Galen zudem vorgeworfen, seine antidemokratische Haltung auch nach au\u00dfen getragen zu haben. Nicht nur in der Zeit der Weimarer Republik, auch nach 1945 habe er von seiner Ablehnung der Demokratie keinen Hehl gemacht. Als Beleg daf\u00fcr gilt unter anderem eine tradierte Notiz, die ihm als Vorbereitung auf ein Gespr\u00e4ch mit einem Vertreter der britischen Besatzungsmacht diente:<\/p>\n<p>\u201eDemokratie hat uns ins Ungl\u00fcck gebracht 1933<\/p>\n<p>Demokratie hat Hitler zur Herrschaft gebracht<\/p>\n<p>Demokratie wird jetzt Kommunismus bringen, wie bereits in Italien und Frankreich, zumal, wenn der Hunger daf\u00fcr Propaganda macht\u201c<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\"><sup>[14]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>In zahlreichen Ver\u00f6ffentlichungen hat sich der Historiker Joachim Kuropka gegen (nahezu) alle Vorw\u00fcrfe und die genannte Kritik an Clemens von Galen positioniert. F\u00fcr Kuropka (1941 \u2013 2021), der als Experte f\u00fcr die Biografie des Bischofs und Kardinals galt, war und blieb Clemens von Galen immer \u201eein entschiedener Gegner des Nationalsozialismus\u201c<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\"><sup>[15]<\/sup><\/a>. Seiner Auffassung nach d\u00fcrften \u00f6ffentliche Aussagen in der NS-Zeit ohnedies nur bedingt zu Rate gezogen werden hinsichtlich der pers\u00f6nlichen Einstellung von Protagonisten zum Nationalsozialismus. Kuropka st\u00fctzte sich in seiner Beurteilung vielmehr auf \u201evertrauliche \u00c4u\u00dferungen und pers\u00f6nliche Aufzeichnungen\u201c.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\"><sup>[16]<\/sup><\/a> Demnach war Clemens von Galen kein \u201eRechtskatholik\u201c, wie vielfach behauptet, sondern Mitglied der Deutschen Zentrumspartei (das wurde auch etwa von Rudolf Morsey anerkannt \u2013 allerdings mit dem Hinweis, Clemens von Galen sei ihrem \u201erechten Fl\u00fcgel zuzuordnen\u201c<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\"><sup>[17]<\/sup><\/a>). Nach Kuropka habe Clemens von Galen sehr fr\u00fch das \u201eWesen\u201c des Nationalsozialismus durchschaut und \u201eeine ganz erstaunlich klare Sicht\u201c auf den Machtergreifungsprozess im Fr\u00fchjahr 1933 gehabt.<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\"><sup>[18]<\/sup><\/a> Insgesamt sei Clemens von Galens \u201eHaltung ausschlie\u00dflich religi\u00f6s-seelsorglich motiviert\u201c gewesen; ihm sei es nur um die \u201eGeltung des Christentums\u201c im \u00f6ffentlichen Raum gegangen.<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\"><sup>[19]<\/sup><\/a> Zeitgenossen seien ganz selbstverst\u00e4ndlich der Meinung gewesen, Bischof von Galen habe Widerstand geleistet, so Joachim Kuropka: \u201eGalen war geradezu zum Symbol f\u00fcr dieses \u201aandere\u2018 Deutschland geworden, das sich nicht hatte gleichschalten lassen, das \u201awiderstanden\u2018 hatte.\u201c<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\"><sup>[20]<\/sup><\/a> Beim kritisierten Antibolschewismus sei zu bedenken, so Kuropka, \u201edass zwischen 1917 und 1936 in der Sowjetunion circa 40.000 Kirchen geschlossen, circa 95.000 Geistliche aus dem Amt gejagt und allein im Jahr 1922 circa 8.000 Priester, M\u00f6nche und Nonnen ermordet worden waren\u201c.<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\"><sup>[21]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Bis in die Gegenwart spielt Clemens von Galen, der \u201eL\u00f6we von M\u00fcnster\u201c, eine wichtige Rolle im Selbstverst\u00e4ndnis der katholischen Kirche hinsichtlich ihrer Rolle im Nationalsozialismus. \u201eGalen avancierte rasch zu einem zentralen Erinnerungsmoment\u201c, wie Thomas Gro\u00dfb\u00f6lting res\u00fcmierte.<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\"><sup>[22]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die Benennungen von Stra\u00dfen im Neubaugebiet Nilkheims 1987 nach \u201eWiderstandsk\u00e4mpfern und Opfern des 3. Reichs\u201c gingen auch drei Vorschl\u00e4ge f\u00fcr evangelische Namensgeber und Namensgeberinnen ein sowie deren drei f\u00fcr katholische. In einer Anmerkung von Hans-Bernd Spies, Leiter des SSAA, hei\u00dft es, die vorgeschlagenen evangelischen Namenspaten (Jochen Klepper, Pfarrer Paul Schneider, Bischof Theophil Wurm) seien wenig bekannt und h\u00e4tten keinen Bezug zu Aschaffenburg; Edith Stein und Pater Rupert Mayer seien erst seit k\u00fcrzerer Zeit bekannt geworden, weshalb eine Benennung einer Stra\u00dfe hier ebenfalls nicht sinnvoll erscheine:<\/p>\n<p>\u201eLediglich Graf von Galen, Bischof von M\u00fcnster, ist ein seit Jahrzehnten \u00fcberregional bekannter Gegner des Nationalsozialismus, der f\u00fcr eine Stra\u00dfenbenennung in Frage kommt.\u201c<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\"><sup>[23]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Neben Kardinal von Galen erhielten Jochen Klepper und Bischof Wurm sowie Edith Stein und Rupert Mayer einen Stra\u00dfennamen in Nilkheim.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>SSAA, SBZ II, 900<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Aly, G\u00f6tz: All das geh\u00f6rt zum Leben. In: Der Spiegel, Nr. 17, 2013, S. 113.<\/li>\n<li>Gro\u00dfb\u00f6lting, Thomas: Gedenken und Instrumentalisierung. Kardinal von Galen in der Erinnerung der Nachkriegszeit. In: Wolf, Hubert\/Flammer, Thomas\/Sch\u00fcler, Barbara (Hrsg.): Clemens August von Galen. Ein Kirchenf\u00fcrst im Nationalsozialismus. Darmstadt 2007, S. 231 \u2013 252.<\/li>\n<li>K\u00f6sters, Christoph: Clemens August Graf von Galen und der Zweite Weltkrieg. Kriegstheologie und Kriegserfahrungen des Bischofs von M\u00fcnster (1939 \u2013 1945). In: Wolf, Hubert\/Flammer, Thomas\/Sch\u00fcler, Barbara (Hrsg.): Clemens August von Galen. Ein Kirchenf\u00fcrst im Nationalsozialismus. Darmstadt 2007, S. 159 \u2013 180.<\/li>\n<li>Kuropka, Joachim: Clemens August von Galen im politischen Umbruch der Jahre 1932 bis 1934. In: Ders. (Hrsg.): Neue Forschungen zum Leben und Wirken des Bischofs von M\u00fcnster. M\u00fcnster \u00b21993, S. 61 \u2013 99.<\/li>\n<li>Kuropka, Joachim: Hat Bischof Clemens August Graf von Galen Widerstand gegen den Nationalsozialismus geleistet? In: Ders. (Hrsg.): Neue Forschungen zum Leben und Wirken des Bischofs von M\u00fcnster. M\u00fcnster \u00b21993, S. 371 \u2013 390.<\/li>\n<li>Kuropka, Joachim (Hrsg.): Neue Forschungen zum Leben und Wirken des Bischofs von M\u00fcnster. M\u00fcnster \u00b21993, S. 61 \u2013 99.<\/li>\n<li>Kuropka, Joachim: Die \u201eMauer des Schweigens durchbrechen\u201c. Bischof von Galen und die \u201eGeltung des Christentums\u201c unter dem NS-Regime. In: Wolf, Hubert\/Flammer, Thomas\/Sch\u00fcler, Barbara (Hrsg.): Clemens August von Galen. Ein Kirchenf\u00fcrst im Nationalsozialismus. Darmstadt 2007, S. 146 \u2013 158.<\/li>\n<li>Kuropka, Joachim: Politik f\u00fcr die Seelsorge. Anmerkungen zu Rudolf Morseys Beitrag. In: Wolf, Hubert\/Flammer, Thomas\/Sch\u00fcler, Barbara (Hrsg.): Clemens August von Galen. Ein Kirchenf\u00fcrst im Nationalsozialismus. Darmstadt 2007, S. 136 \u2013 145.<\/li>\n<li>L\u00f6ffler, Peter (Hrsg.): Bischof Clemens August Graf von Galen. Akten, Briefe und Predigten 1933 \u2013 1946. 2. erw. Aufl. Paderborn et al. 1996.<\/li>\n<li>Morsey, Rudolf: Clemens August Kardinal von Galen \u2013 Bisch\u00f6fliches Wirken in der Zeit der Hitler-Herrschaft. D\u00fcsseldorf 1987.<\/li>\n<li>Morsey, Rudolf: Galens politischer Standort bis zur Jahreswende 1933\/34 in Selbstzeugnissen und Fremdeinsch\u00e4tzungen bis zur Gegenwart. In: Wolf, Hubert\/Flammer, Thomas\/Sch\u00fcler, Barbara (Hrsg.): Clemens August von Galen. Ein Kirchenf\u00fcrst im Nationalsozialismus. Darmstadt 2007, S. 122 \u2013 135.<\/li>\n<li>Mussinghoff, Heinrich: Bischof Clemens August von Galen und die Juden. Zum Forschungsstand. In: Wolf, Hubert\/Flammer, Thomas\/Sch\u00fcler, Barbara (Hrsg.): Clemens August von Galen. Ein Kirchenf\u00fcrst im Nationalsozialismus. Darmstadt 2007, S. 199 \u2013 220.<\/li>\n<li>Rahner, Stefan\/Richter, Franz-Helmut\/Riese, Stefan\/Stelter, Dirk: \u201eTreu deutsch sind wir \u2013 wir sind auch katholisch\u201c. Kardinal von Galen und das Dritte Reich. M\u00fcnster 1987.<\/li>\n<li>S\u00fc\u00df, Winfried: Ein Skandal im Sommer 1941. Reaktionen auf den \u201eEuthanasie\u201c-Protest des Bischofs von M\u00fcnster. In: Wolf, Hubert\/Flammer, Thomas\/Sch\u00fcler, Barbara (Hrsg.): Clemens August von Galen. Ein Kirchenf\u00fcrst im Nationalsozialismus. Darmstadt 2007, S. 181 \u2013 198.<\/li>\n<li>Wolf, Hubert: Jenseits von Apologetik und Polemik. Clemens August von Galen zwischen kollektivem Ged\u00e4chtnis und historischer Rekonstruktion. In: Wolf, Hubert\/Flammer, Thomas\/Sch\u00fcler, Barbara (Hrsg.): Clemens August von Galen. Ein Kirchenf\u00fcrst im Nationalsozialismus. Darmstadt 2007, S. 5 \u2013 12.<\/li>\n<li>Wolf, Hubert\/Flammer, Thomas\/Sch\u00fcler, Barbara (Hrsg.): Clemens August von Galen. Ein Kirchenf\u00fcrst im Nationalsozialismus. Darmstadt 2007.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> L\u00f6ffler, Predigt 13.07.1941, S. 844 \u2013 851, Zitat S. 874.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> L\u00f6ffler, Predigt 20.07.1941, S. 855 \u2013 863, Zitat S. 859.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> L\u00f6ffler, Predigt vom 03.08.1941, S. 874 \u2013 833, Zitat S. 877.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> Dazu ausf\u00fchrlich der Beitrag von Winfried S\u00fc\u00df.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> Diese Ansicht vertritt etwa der Historiker G\u00f6tz Aly in unterschiedlichen Publikationen und Statements. Vgl. dazu Kuropka, Hat Bischof Clemens August Graf von Galen Widerstand gegen den Nationalsozialismus geleistet, S. 382.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\"><sup>[6]<\/sup><\/a> S\u00fc\u00df, S. 198.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\"><sup>[7]<\/sup><\/a> L\u00f6ffler, Ansprache vom 23.09.1934, S. 124 \u2013 130, Zitat S. 126 &#8211; 128.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\"><sup>[8]<\/sup><\/a> Rahner et al., S. 28.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> Rahner et al., S. 3. Vgl. dazu die Auffassung, er habe \u201eunzweifelhaft Widerstand gegen den Nationalsozialismus geleistet [\u2026], ganz gleich, welches Konzept von Widerstand zugrunde gelegt wird.\u201c, Kuropka, Hat Bischof Clemens August Graf von Galen Widerstand gegen den Nationalsozialismus geleistet, S. 387.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\"><sup>[10]<\/sup><\/a> Eine Zusammenfassung des Forschungsstands (Stand 2005) liefert Mussinghoff, dazu auch eigene, quellenbasierte Einsch\u00e4tzungen zu den Gr\u00fcnden f\u00fcr Bischof von Galens Schweigen.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\"><sup>[11]<\/sup><\/a> Mussinghoff, S. 206 f.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\"><sup>[12]<\/sup><\/a> Mussinghoff, S. 216.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\"><sup>[13]<\/sup><\/a> Rahner et al., S. 43.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\"><sup>[14]<\/sup><\/a> L\u00f6ffler, S. 1171.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\"><sup>[15]<\/sup><\/a> Kuropka, Clemens August von Galen im politischen Umbruch der Jahre 1932 bis 1934, S. 94.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\"><sup>[16]<\/sup><\/a> Kuropka in seiner Entgegnung auf Rudolf Morsey, Politik f\u00fcr die Seelsorge, S. 145.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\"><sup>[17]<\/sup><\/a> Morsey, Galens politischer Standort, S. 135.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\"><sup>[18]<\/sup><\/a> Dazu unter anderem Kuropka, Politik f\u00fcr die Seelsorge, S. 140 \u2013 144; Bezug auf Zitat S. 140.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\"><sup>[19]<\/sup><\/a> Kuropka, Politik f\u00fcr die Seelsorge, S. 157.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\"><sup>[20]<\/sup><\/a> Kuropka, Hat Bischof Clemens August Graf von Galen Widerstand gegen den Nationalsozialismus geleistet, S.\u00a0371.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\"><sup>[21]<\/sup><\/a> Kuropka, Die \u201eMauer des Schweigens durchbrechen\u201c, S. 146.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\"><sup>[22]<\/sup><\/a> Gro\u00dfb\u00f6lting, S. 251.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\"><sup>[23]<\/sup><\/a> 27.11.1987, Stra\u00dfenbenennungen, SSAA, SBZ II, 900.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kardinal-Galen-Stra\u00dfe (Nilkheim), benannt 1988 Clemens August Graf von Galen (1878 \u2013 1946) Bischof und Kardinal, 1933 \u2013 1946 Bischof von M\u00fcnster * 16. M\u00e4rz 1878 in Dinklage (M\u00fcnsterland) 1898 \u2013 [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":72,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1,953],"tags":[145],"post-format":[],"post-content":[],"class_list":["post-7537","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bildung","category-strassennamen","tag-strassennamen","project-strassennamen-in-aschaffenburg"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.1.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Dossier Clemens August von Galen - Aschaffenburg<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-clemens-august-von-galen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Dossier Clemens August von Galen - Aschaffenburg\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Kardinal-Galen-Stra\u00dfe (Nilkheim), benannt 1988 Clemens August Graf von Galen (1878 \u2013 1946) Bischof und Kardinal, 1933 \u2013 1946 Bischof von M\u00fcnster * 16. M\u00e4rz 1878 in Dinklage (M\u00fcnsterland) 1898 \u2013 [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-clemens-august-von-galen\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Aschaffenburg\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2023-06-07T09:43:58+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2023-06-19T10:13:48+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Logo-Stadtarchiv-Aschaffenburg.png\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"379\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"70\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/png\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"B\u00fcro f\u00fcr Erinnerungskultur\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"B\u00fcro f\u00fcr Erinnerungskultur\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"17\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-clemens-august-von-galen\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-clemens-august-von-galen\/\"},\"author\":{\"name\":\"B\u00fcro f\u00fcr Erinnerungskultur\",\"@id\":\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/#\/schema\/person\/f8d8ea4f39ce4a51c3617eadf9170a24\"},\"headline\":\"Dossier Clemens August von Galen\",\"datePublished\":\"2023-06-07T09:43:58+00:00\",\"dateModified\":\"2023-06-19T10:13:48+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-clemens-august-von-galen\/\"},\"wordCount\":3125,\"commentCount\":0,\"keywords\":[\"Stra\u00dfennamen\"],\"articleSection\":[\"Bildung\",\"Stra\u00dfennamen\"],\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-clemens-august-von-galen\/#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-clemens-august-von-galen\/\",\"url\":\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-clemens-august-von-galen\/\",\"name\":\"Dossier Clemens August von Galen - Aschaffenburg\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/#website\"},\"datePublished\":\"2023-06-07T09:43:58+00:00\",\"dateModified\":\"2023-06-19T10:13:48+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/#\/schema\/person\/f8d8ea4f39ce4a51c3617eadf9170a24\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-clemens-august-von-galen\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-clemens-august-von-galen\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-clemens-august-von-galen\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Dossier Clemens August von Galen\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/\",\"name\":\"Aschaffenburg\",\"description\":\"2.0\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/#\/schema\/person\/f8d8ea4f39ce4a51c3617eadf9170a24\",\"name\":\"B\u00fcro f\u00fcr Erinnerungskultur\",\"url\":\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/author\/hahn\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Dossier Clemens August von Galen - Aschaffenburg","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-clemens-august-von-galen\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Dossier Clemens August von Galen - Aschaffenburg","og_description":"Kardinal-Galen-Stra\u00dfe (Nilkheim), benannt 1988 Clemens August Graf von Galen (1878 \u2013 1946) Bischof und Kardinal, 1933 \u2013 1946 Bischof von M\u00fcnster * 16. M\u00e4rz 1878 in Dinklage (M\u00fcnsterland) 1898 \u2013 [&hellip;]","og_url":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-clemens-august-von-galen\/","og_site_name":"Aschaffenburg","article_published_time":"2023-06-07T09:43:58+00:00","article_modified_time":"2023-06-19T10:13:48+00:00","og_image":[{"width":379,"height":70,"url":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Logo-Stadtarchiv-Aschaffenburg.png","type":"image\/png"}],"author":"B\u00fcro f\u00fcr Erinnerungskultur","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"B\u00fcro f\u00fcr Erinnerungskultur","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"17\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-clemens-august-von-galen\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-clemens-august-von-galen\/"},"author":{"name":"B\u00fcro f\u00fcr Erinnerungskultur","@id":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/#\/schema\/person\/f8d8ea4f39ce4a51c3617eadf9170a24"},"headline":"Dossier Clemens August von Galen","datePublished":"2023-06-07T09:43:58+00:00","dateModified":"2023-06-19T10:13:48+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-clemens-august-von-galen\/"},"wordCount":3125,"commentCount":0,"keywords":["Stra\u00dfennamen"],"articleSection":["Bildung","Stra\u00dfennamen"],"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-clemens-august-von-galen\/#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-clemens-august-von-galen\/","url":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-clemens-august-von-galen\/","name":"Dossier Clemens August von Galen - Aschaffenburg","isPartOf":{"@id":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/#website"},"datePublished":"2023-06-07T09:43:58+00:00","dateModified":"2023-06-19T10:13:48+00:00","author":{"@id":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/#\/schema\/person\/f8d8ea4f39ce4a51c3617eadf9170a24"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-clemens-august-von-galen\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-clemens-august-von-galen\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-clemens-august-von-galen\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Dossier Clemens August von Galen"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/#website","url":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/","name":"Aschaffenburg","description":"2.0","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/#\/schema\/person\/f8d8ea4f39ce4a51c3617eadf9170a24","name":"B\u00fcro f\u00fcr Erinnerungskultur","url":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/author\/hahn\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/data\/wp\/v2\/posts\/7537","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/data\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/data\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/data\/wp\/v2\/users\/72"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/data\/wp\/v2\/comments?post=7537"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/data\/wp\/v2\/posts\/7537\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7820,"href":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/data\/wp\/v2\/posts\/7537\/revisions\/7820"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/data\/wp\/v2\/media?parent=7537"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/data\/wp\/v2\/categories?post=7537"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/data\/wp\/v2\/tags?post=7537"},{"taxonomy":"format","embeddable":true,"href":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/data\/wp\/v2\/post-format?post=7537"},{"taxonomy":"content","embeddable":true,"href":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/data\/wp\/v2\/post-content?post=7537"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}