{"id":7529,"date":"2023-06-07T11:44:00","date_gmt":"2023-06-07T09:44:00","guid":{"rendered":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/?p=7529"},"modified":"2024-07-25T07:18:44","modified_gmt":"2024-07-25T05:18:44","slug":"dossier-julius-maria-becker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/dossier-julius-maria-becker\/","title":{"rendered":"Dossier Julius Maria Becker"},"content":{"rendered":"<p>Beckerstra\u00dfe (Innenstadt), benannt 1957 nach<\/p>\n<p><strong>Julius Maria Becker (1887 \u2013 1949)<\/strong><\/p>\n<p>Lyriker, Dramatiker, Redner und Journalist (<a href=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/beckerstrasse\/\">Umwidmung der Stra\u00dfe im Jahr 2024<\/a>)<\/p>\n<ul>\n<li>* 29. M\u00e4rz 1887 in Aschaffenburg<\/li>\n<li>1893 \u2013 1901 Besuch der Volksschule sowie der Realschule in Aschaffenburg<\/li>\n<li>1902 \u2013 1906 Besuch der Lehrbildungsanstalten in Lohr (Pr\u00e4parandenschule) und W\u00fcrzburg (Lehrerseminar) mit dem Ziel: Volksschullehrer<\/li>\n<li>1907 praktisches Jahr am Vinzentinum zu W\u00fcrzburg<\/li>\n<li>1907 \u2013 1930\/31 Volksschullehrer in Aschaffenburg (Katholische Knabenschule Aschaffenburg-Damm, ab 1923 Luitpold-Schule)<\/li>\n<li>1908\/09 Ver\u00f6ffentlichung eines ersten Gedichtbands<\/li>\n<li>1913 B\u00fchnenst\u00fcck \u201eEine Sylvesternacht\u201c<\/li>\n<li>1915\/16 Kriegsteilnehmer Erster Weltkrieg (Gefreiter, Frontk\u00e4mpfer)<\/li>\n<li>1919 Heirat mit Luise Brenner (die Ehe blieb kinderlos)<\/li>\n<li>1919 \u201eDas letzte Gericht\u201c<\/li>\n<li>1923 Versetzung an die Luitpold-Schule<\/li>\n<li>1923 Drama \u201eDer Sch\u00e4cher zur Linken\u201c<\/li>\n<li>1929 Erz\u00e4hlung \u201eDer Br\u00fcckengeist\u201c<\/li>\n<li>1930\/31 Quittieren des Schuldienstes und fortan Arbeit als freier Schriftsteller<\/li>\n<li>1933 \u2013 1945 Mitglied der NSDAP [Mitglieds-Nr. 2 546 173]<\/li>\n<li>1933 \u2013 1945 Mitglied des NS-Lehrerbunds, der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) sowie der Reichsschriftumskammer (Verband deutscher B\u00fchnenschriftsteller, ab 1935 im Reichsverband Deutscher Schriftsteller)<\/li>\n<li>1933 \u2013 1945 \u201eFachgruppenleiter f\u00fcr Schrifttum und Theater\u201c im \u201eKampfbund f\u00fcr deutsche Kultur\u201c Aschaffenburg; Gr\u00fcndung des Aschaffenburger \u201eKampfbunds\u201c in seiner Wohnung<\/li>\n<li>1934\/35 Kriegsdrama \u201eNacht ohne Morgen\u201c (Urauff\u00fchrung 1935 in N\u00fcrnberg)<\/li>\n<li>1935 \u2013 1937 Beitr\u00e4ge unter Pseudonym \u201eMartin Fermann\u201c in der Wochenzeitschrift \u201eDer Katholik\u201c<\/li>\n<li>1936 Drama \u201eAuge um Auge\u201c<\/li>\n<li>1937 \u201eBastionen auf Malta\u201c<\/li>\n<li>1939 \u2013 1945 Schriftleiter beim Gauverlag (Aschaffenburger Zeitung)<\/li>\n<li>1940 \u201eAschaffenburg, die Stadt Matthias Gr\u00fcnewalds\u201c; Auff\u00fchrungen am Stadttheater Aschaffenburg<\/li>\n<li>1945 sechsw\u00f6chige Inhaftierung durch die Amerikaner<\/li>\n<li>1945 freier Schriftsteller (bis zur Entnazifizierung 1947 Publikationsverbot)<\/li>\n<li>1948 Auff\u00fchrung \u201eDas Mahl des Herrn\u201c in D\u00fcsseldorf<\/li>\n<li>\u2020 26. Juli 1949 in Aschaffenburg<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Ehrungen:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>1919 \u201eEhrenvolle Erw\u00e4hnung\u201c Kleist-Preis (Darmstadt)<\/li>\n<li>1930 Dramatikerpreis des B\u00fchnenvolksbunds (f\u00fcr \u201eDer Br\u00fcckengeist\u201c)<\/li>\n<li>1942 Friedrich-R\u00fcckert-Preis (mainfr\u00e4nkischer Kunstpreis f\u00fcr Dichtung und Schrifttum)<\/li>\n<li>1975 Errichtung eines Gedenksteins ihm zu Ehren am Kapuzinerplatz in Aschaffenburg<\/li>\n<li>Ehrengrab auf dem Aschaffenburger Waldfriedhof<\/li>\n<\/ul>\n<p>Julius Maria Becker, in Aschaffenburg geborener Literat, der lange Jahre als Volksschullehrer in seiner Heimatstadt wirkte, begann fr\u00fch mit dem Schreiben. Zu Beginn der 1920er Jahre gelang ihm \u2013 gef\u00f6rdert von Richard Dehmel und Carl Hauptmann \u2013 der literarische Durchbruch. Den gr\u00f6\u00dften Erfolg verzeichnete sein B\u00fchnenst\u00fcck \u201eDer Br\u00fcckengeist\u201c (1929), das auf \u00fcber 50 B\u00fchnen in ganz Deutschland gespielt wurde. In den 1920er Jahren z\u00e4hlte er durchaus zu den \u201eHoffnungstr\u00e4gern des deutschen Theaters und des literarischen Zeitgeistes\u201c, geh\u00f6rte aber noch zu Lebzeiten zu den \u201eVergessenen\u201c.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p><strong>Wirken in der NS-Zeit<\/strong><\/p>\n<p>\u201eZu Beginn der 1930er Jahre sank das \u00f6ffentliche Interesse an Beckers B\u00fchnenst\u00fccken und literarischen Ver\u00f6ffentlichungen sp\u00fcrbar\u201c, konstatiert Johannes Schuck in seinem Beitrag f\u00fcr die Stadtgeschichte Aschaffenburgs, der im Manuskript vorliegt. Becker setzte anfangs gro\u00dfe Hoffnungen in die neuen Machthaber und den neuen \u201eZeitgeist\u201c im Jahr 1933:<\/p>\n<p>\u201eOffensichtlich aber traf er nicht mehr das Geh\u00f6r der Gesellschaft. Er f\u00fchlte sich h\u00e4ufig missverstanden und haderte damit, dass niemand seinen literarischen Geist verstehen w\u00fcrde. So kam es zwangsl\u00e4ufig zu einer gewissen Abstandssituation seiner Person zum literarischen Zeitgeist. In diesen schweren und nahezu hoffnungslosen Jahren weckte die \u201aMachtergreifung\u2018 der Nationalsozialisten neue Hoffnungen auf Akzeptanz, Erfolg, Verst\u00e4ndnis und eine R\u00fcckkehr in die Spitze des literarischen Zeitgeistes. Durch den politischen F\u00fchrungswechsel erhoffte sich der Dichter eine Art Trendwende in der Literatur, die dazu f\u00fchren k\u00f6nne, dass das Publikum seine Werke feiern wird. Denn die neuen Machthaber werden nach der Meinung Beckers aufr\u00e4umen mit dem \u201aAsphaltliteratentum\u2018, dessen Verschw\u00f6rungen bislang den Erfolg bedeutender Schriftsteller \u2013 auch den seiner Person \u2013 verhindert und ihre moralische Botschaft unterdr\u00fcckt hat. Anfang April 1933 machte sich Julius Maria Becker euphorisch auf in Richtung Berlin und schrieb in einem Brief an seine Frau Luise Becker \u201azu den Bonzen des III. Reiches, die der Teufel hole, wenn sie mich nicht mit f\u00fcrstlicher Auszeichnung empfangen\u2018. Zum Greifen nahe schien Beckers lang ersehntes Ziel, ein Leben als angesehener Schriftsteller in einer Gro\u00dfstadt.\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Dazu sollte es allerdings nicht kommen. In Berlin angekommen bem\u00fchte er sich um ein Treffen mit Hanns Johst, zentrale Gr\u00f6\u00dfe der nationalsozialistischen Literaturpolitik und Dramaturg des Berliner Staatstheaters, der aber kein Interesse an einer Begegnung mit Julius Maria Becker erkennen lie\u00df. Ern\u00fcchtert wandte sich Becker an das B\u00fcro des \u201eB\u00fchnenvolksbunds\u201c, der seine Werke betreute; auch hier konnte man ihm nicht weiterhelfen. Die Werke Beckers spielten in den Planungen der neuen Leitung keine Rolle. Seine Bem\u00fchungen im Mai 1933 um eine Anstellung als Intendant in Halle scheiterten ebenfalls.<\/p>\n<p>Julius Maria Becker war Mitglied der NSDAP [Mitglieds-Nr. 2 546 173], offiziell zum 1. Mai 1933; wann genau er seine Mitgliedschaft beantragte, geht aus den tradierten Mitgliederkarteikarten nicht hervor.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Zudem war er Mitglied der Reichsschrifttumskammer, der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) und des NS-Lehrerbunds \u2013 obwohl er seit 1931 seinen Schuldienst quittiert hatte. 1943 erhielt er den Friedrich-R\u00fcckert-Preis, ein mainfr\u00e4nkischer Kunstpreis f\u00fcr Dichtung und Schrifttum, r\u00fcckwirkend f\u00fcr das Jahr 1942, \u201ein Anerkennung f\u00fcr seine Verdienste um die deutsche Kultur, als zielbewusster F\u00f6rderer und Interpret mainfr\u00e4nkischen Kulturstrebens und in W\u00fcrdigung seines erfolgreichen schriftstellerischen und dichterischen Schaffens\u201c, wie es in einer Pressemitteilung hie\u00df.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p>W\u00e4hrend Julius Maria Beckers nationale Ambitionen scheiterten, spielte er in der kulturellen Szene seiner Heimatstadt eine durchaus gewichtige Rolle, wie Gerrit Walther beschreibt:<\/p>\n<p>\u201eNur in Aschaffenburg gelingt es ihm, sich an die Spitze der kulturellen \u201aErneuerung\u2018 zu stellen: am 7. Juli 1933 wird in seiner Wohnung in der Lindenallee 10 die Aschaffenburger Ortsgruppe des \u201aKampfbundes f\u00fcr deutsche Kultur\u2018 gegr\u00fcndet. Dr. Speyerer \u00fcbernimmt die Gesamtleitung, Becker die \u201aFachschaft Schrifttum und Theater\u2018.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Seine Aufgabe besteht in der Organisation von Vortr\u00e4gen, in der \u00dcberwachung privater Kulturaktivit\u00e4ten (z. B. der heimischen Vereine) und in der Beratung des Aschaffenburger Theaterspielplans. Vor allem sichert ihm das Amt eine offizielle Stellung als kultureller Pr\u00e4sentant der Stadt. Bis in die 40er Jahre hinein wird \u201aJulius Maria Becker Pg.\u2018 regelm\u00e4\u00dfig bei Parteifeiern und Gedenktagen sprechen, bei Besuchen ausw\u00e4rtiger NS-Gr\u00f6\u00dfen, bei der Landung von Luftschiffen, der Er\u00f6ffnung von Ausstellungen, dem Kursbeginn des \u201aVolksbildungswerks\u2018 und bei Gro\u00dfveranstaltungen [\u2026]. Nicht selten l\u00e4sst ihn Gauleiter Dr. Otto Hellmuth (der ihn protegiert) zu \u00e4hnlichen Anl\u00e4ssen nach W\u00fcrzburg kommen. Wenn sich Julius Maria Becker im Dritten Reich eine pers\u00f6nliche Schuld aufgeladen hat, dann die, die dumpfe Banalit\u00e4t dieses Regimes von Zeit zu Zeit mit einer falschen kulturellen Aura geschm\u00fcckt zu haben.\u201c<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p>\n<p>Gerrit Walther, der f\u00fcr seine Darstellung im Kapitel \u201eNationalsozialismus und \u201aInnere Emigration\u2018\u201c im Rahmen einer Ausstellung zu Leben und Werk Julius Maria Beckers im Jahr 1987 umfangreiches Quellenmaterial gesichtet hat, darunter Beckers Tageb\u00fccher und andere Dokumente\/Briefe aus dessen Nachlass, zeichnet ein differenziertes Bild des Dichters in der NS-Zeit. Demnach lassen ihn einheimische Parteigenossen bald sp\u00fcren, dass sie ihm nicht trauen; etwa wegen seiner Freundschaften mit Sozialdemokraten sowie seiner Arbeit in der Redaktion des katholischen \u201eBeobachters am Main\u201c. Er, der sich dem Nationalsozialismus eigentlich empfehlen wollte, wird als katholischer Dichter kaum mehr auf deutschen B\u00fchnen gespielt.<\/p>\n<p>Sein Haupteinwand gegen den Nationalsozialismus bleibt die schlechte NS-Kunst: \u201eAuch in Zukunft wird er die braune Diktatur weniger deshalb bek\u00e4mpfen, weil sie politisch Andersdenkende und rassische Minderheiten, die Menschlichkeit und die freie Meinung, sondern weil sie das unterdr\u00fcckt, was er den \u201aeurop\u00e4ischen Geist\u2018 nennt.\u201c<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Den Bolschewismus sieht er fortw\u00e4hrend als schlimmer an als den Nationalsozialismus unter der Herrschaft Adolf Hitlers. Bis 1935 glaubt er zudem weiter daran, entdeckt und als nationaler Dichter gef\u00f6rdert zu werden (was Gerrit Walther unter \u201everbl\u00fcffender Naivit\u00e4t\u201c verbucht). Doch alle Versuche diesbez\u00fcglich scheitern.<\/p>\n<p>Zwischen 1933 und 1938 ver\u00f6ffentlichte er zahlreiche Beitr\u00e4ge in regionalen und \u00fcberregionalen Zeitungen und Zeitschriften.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Im Jahr 1935 begann Becker \u2013 unter dem Eindruck der immer sch\u00e4rferen Angriffe des NS-Regimes auf katholische Institutionen \u2013 unter dem Decknamen \u201eMartin Fermann\u201c f\u00fcr die katholische Wochenzeitschrift \u201eDer Katholik\u201c Leitartikel zu verfassen, bis die Zeitschrift 1937 endg\u00fcltig verboten wurde. Seine Dramen waren ab 1936 weitgehend von deutschen B\u00fchnen verschwunden \u2013 und damit eine fest einkalkulierte Einnahmequelle versiegt. Um seinen gro\u00dfb\u00fcrgerlichen Lebensstil zu halten, musste er neue Einnahmen generieren: \u201eSo entschlie\u00dft er sich aus Not und stiller Opposition, zu werden, was ihm zeitlebens verhasst war: ein plaudernder Heimatschriftsteller.\u201c In den Jahren ab 1936 entstehen zahlreiche Beitr\u00e4ge mit engem lokalem Bezug; 1940 erscheint das popul\u00e4re Heimatbuch \u201eAschaffenburg, die Stadt Matthias Gr\u00fcnewalds\u201c, herausgegeben von Oberb\u00fcrgermeister Wilhelm Wohlgemuth. An einigen Stellen lobte er darin die Errungenschaften des Nationalsozialismus, etwa die Volksbildungswerke,<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> auch Entwicklungen in den Bereichen Kultur und Wirtschaft. Becker genoss, so Gerrit Walther, die ihm entgegengebrachte Anerkennung in Aschaffenburg. Zwei seiner St\u00fccke wurden ebenfalls 1940 am Stadttheater erfolgreich aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>1938 und 1939 hatte er sich als Vortragsredner auf Vortragsreisen f\u00fcr das NS-Bildungswerk versucht, auch durch \u00d6sterreich und B\u00f6hmen. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs fand diese T\u00e4tigkeit abrupt ein Ende: Julius Maria Becker musste zum 1. September 1939 zum \u201eKriegseinsatz\u201c in die \u201eAschaffenburger Zeitung\u201c (\u201eNationalsozialistische Tageszeitung, Kampfblatt der NSDAP f\u00fcr den Untermain\u201c) einr\u00fccken, als Schriftleiter beim Gauverlag. In seinem Entnazifizierungsverfahren wird Becker angeben, mit Politik prinzipiell nichts zu tun gehabt zu haben. Laut Gerrit Walther trifft das f\u00fcr seine Arbeit bei der Aschaffenburger Zeitung weitgehend zu \u2013 ausgenommen etwa seinen Kommentar vom 2. September 1939 unter dem Titel \u201eDie gro\u00dfe Stunde\u201c, in dem er (der offiziellen Sprachregelung folgend) \u201eHitlers \u00dcberfall auf Polen als gerechte Vergeltung f\u00fcr lange ertragene polnische Provokationen\u201c<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> r\u00fchmt. Darin hie\u00df es:<\/p>\n<p>\u201e[\u2026] die Tat erl\u00f6st die Trag\u00f6die, und diese vom F\u00fchrer nach ungeheuerlichen Proben und Erweisen seiner Langmut entriegelte Tat wird nicht nur von allen den gepeinigten Opfern der polnischen Hysterie und Kriegspsychose, sie wird auch vom ganzen deutschen Volke als endliche Erl\u00f6sung aus einem Zustand der Unertr\u00e4glichkeit heraus empfunden.\u201c<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n<p>Sein einen Monat sp\u00e4ter ver\u00f6ffentlichtes \u201eOktoberlied\u201c lie\u00dfe sich als \u201epeinliches Zugest\u00e4ndnis an g\u00e4ngige Landserlyrik\u201c werten.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/p>\n<p>Dennoch kommt Gerrit Walther zu dem Schluss, Julius Maria Becker habe sich zunehmend vom Nationalsozialismus distanziert: \u201eMit fortschreitenden Kriegsjahren radikalisierte sich Beckers Abneigung gegen das Nazitum zu offenem Hass.\u201c<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a> Er traf sich nun regelm\u00e4\u00dfig in einem Nebenraum eines Tabakladens in der Herstallstra\u00dfe mit Gleichgesinnten. Gemeinsam mit Hans M\u00f6bes, der seit 1940 dem Stadttheater vorstand, ignorierte er offenbar nationalsozialistische W\u00fcnsche hinsichtlich des Spielplans derart offen, dass Hans M\u00f6bes 1942 des Intendantenpostens enthoben wurde und dessen Nachfolger den \u201eFachschaftsleiter\u201c Julius Maria Becker nicht mehr f\u00fcr die Spielplanberatung zu Rate zog. Eine zwischenzeitlich angestrebte Karriere als Drehbuchautor versandete (aus ungekl\u00e4rten Gr\u00fcnden).<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a><\/p>\n<p>Aus Angst vor alliierten Luftangriffen auf Aschaffenburg zog das Ehepaar Becker 1944 nach Laufach. Der Dichter arbeitete weitgehend zur\u00fcckgezogen an seinem letzten monumentalen St\u00fcck, das schlie\u00dflich 1948 in D\u00fcsseldorf in einer aufw\u00e4ndigen Inszenierung aufgef\u00fchrt werden sollte.<\/p>\n<p><strong>Entnazifizierungsverfahren<\/strong><\/p>\n<p>Direkt nach Kriegsende wurde Julius Maria Becker zun\u00e4chst von den Amerikanern in Aussicht gestellt, in Aschaffenburg eine Zeitung aufbauen zu k\u00f6nnen. V\u00f6llig \u00fcberraschend kam daher f\u00fcr ihn seine Verhaftung am 9. Juli 1945 auf offener Stra\u00dfe. Insgesamt f\u00fcnf Wochen wurde er gefangen gehalten; die meiste Zeit im Gef\u00e4ngnis in Aschaffenburg, zwischenzeitlich verh\u00f6rt in Lohr und Ochsenfurt. Ihm wurde die Mitarbeit am Sicherheitsdienst (SD) vorgeworfen, die er vehement abstritt. Die Zeit in Gewahrsam bezeichnete er als die schlimmste Zeit seines Lebens.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a> Zwar kam er frei, sein Bankkonto aber wurde aufgrund der amerikanischen Milit\u00e4rgesetzgebung gesperrt (er galt als \u201eBelasteter\u201c) und es wurde ihm jede Publikation untersagt.<\/p>\n<p>Im Herbst 1946 schlie\u00dflich wurde \u00f6ffentlich Anklage erhoben gegen Julius Maria Becker seitens der Spruchkammer Aschaffenburg-Stadt im Rahmen seines Entnazifizierungsverfahrens.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> Aufgrund der Parteimitgliedschaft (vor 1937) galt er automatisch als belastet. Der \u00f6ffentliche Kl\u00e4ger erhob nach Pr\u00fcfung der Unterlagen entsprechend Anklage in die Gruppe III der Minderbelasteten. Nach m\u00fcndlicher Verhandlung beantragte der \u00f6ffentliche Kl\u00e4ger die Einreihung in die Gruppe IV der \u201eMitl\u00e4ufer\u201c; die Spruchkammer stufte ihn schlie\u00dflich als \u201eEntlastet\u201c ein. In der ausf\u00fchrlichen Begr\u00fcndung ihres Spruchs folgte sie weitgehend den Ausf\u00fchrungen des Dichters (und den ihn entlastenden Zeugen):<\/p>\n<p>\u201eIn eigener Beweisf\u00fchrung hat der Betroffene glaubw\u00fcrdig dargelegt, dass er im Jahr 1933 dem Zuge der Zeit folgend den Parteieintritt vollzogen hat, ohne sich der unabsehbaren Konsequenzen seines Schrittes bewusst gewesen zu sein. Eine aktivistische oder propagandistische Bet\u00e4tigung im Sinne des Nationalsozialismus hatte er nicht beabsichtigt und dies auch in der Folgezeit konsequent abgelehnt. Schon auf Grund seiner inneren Geisteshaltung, die sich offenbarte durch seine dichterische und schriftstellerische Arbeit und zum gro\u00dfen Teil Ausdruck fand in seinen dramatischen Werken ist erkennbar, dass er sich von der Mytheologie des Nationalsozialismus distanzierte.\u201c<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a><\/p>\n<p>Erw\u00e4hnt wurden in der umfangreichen Begr\u00fcndung weiterhin seine Arbeit f\u00fcr \u201eDer Katholik\u201c (\u201ewas [\u2026] von einem au\u00dferordentlichen Mut des Betroffenen zeugt\u201c) sowie die Verbannung seiner Dramen von deutschen B\u00fchnen (\u201eals christlicher Autor totgeschwiegen [\u2026] als dramatischer Autor verfehmt\u201c). Sein Wirken sei gekennzeichnet gewesen \u201evon dem wahren Geist menschlicher Liebe, echter Humanit\u00e4t und christlicher Ethik\u201c. Weiter hie\u00df es:<\/p>\n<p>\u201eDas Leben und Schaffen des Betroffenen hat sich in aller \u00d6ffentlichkeit abgespielt und nach den Aussagen der als Zeugen vernommenen glaubw\u00fcrdigen Personen aus allen Bev\u00f6lkerungsschichten hat die Gesamthaltung des Betroffenen im Widerspruch zum Nationalsozialismus gestanden. Er hat es trotz verlockender Angebote abgelehnt seiner inneren Berufung untreu zu werden. Bei seinem \u00f6ffentlichen Auftreten und in Gestaltung seiner Vortr\u00e4ge hat er stets im Rahmen seiner M\u00f6glichkeiten versucht, rein religi\u00f6se Themen unter Anklang an die gute deutsche Dichterwelt zur Geltung zu bringen, was f\u00fcr die Zuh\u00f6rer meistens der klarste Beweis daf\u00fcr war, dass hier ein geistiger Mensch die Fesselung des Nationalsozialismus nicht mitmachte. Diese Grundeinstellung war den f\u00fchrenden Nationalsozialisten bekannt. Wenn der Betroffene auf Grund der kriegsbedingten Verh\u00e4ltnisse als Kulturschriftleiter bei der \u201aAschaffenburger Zeitung\u2018 eingesetzt war, kann dies als keine Bevorzugung betrachtet werden, zumal er materiell schlecht gestellt war. Er konnte die Arbeit nicht ablehnen und schon aus Gr\u00fcnden der Selbsterhaltung nicht darauf verzichten. Er hat auch auf diesem Posten nach dem Ma\u00df seiner Kr\u00e4fte Widerstand geleistet, indem er vorgeschriebene Artikel entweder abschw\u00e4chte oder vernichtete, sodass derartige Ver\u00f6ffentlichungen oftmals unterblieben. Er war nicht politischer Schriftleiter und nicht Angeh\u00f6riger der Reichspressekammer, sondern hat lediglich rein schematische Arbeiten innerhalb des Kriegseinsatzes geleistet.\u201c<\/p>\n<p>Becker habe den Nationalsozialismus \u201ein keiner Weise wesentlich\u201c unterst\u00fctzt, weshalb er \u201erein als nominelles Mitglied zu betrachten\u201c sei. Abschlie\u00dfend wurde nochmals darauf verwiesen, dass er \u201edurch seinen Widerstand auf dem Gebiete des geistigen Arbeitens und seine konsequente Haltung auf seinem Sektor von Seiten des Nationalsozialismus materielle und moralisch ethische Nachteile erlitten\u201c habe.<\/p>\n<p>Auf seine Rechtfertigung hatte sich Julius Maria Becker schon w\u00e4hrend seiner Haft im Sommer 1945 intensiv vorbereitet. Wie Gerrit Walther darlegt, erbat er sich im Vorfeld der Verhandlung \u201ePersilscheine\u201c \u2013 \u201ederen unterschriftsfertigen Wortlaut er oft gleich mitschickte\u201c.<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a> W\u00e4hrend Becker seine Mitgliedschaften in NSDAP, Reichsschrifttumskammer, NS-Lehrerbund und NSV zu Protokoll gab, taucht der \u201eKampfbund f\u00fcr deutsche Kultur\u201c und Beckers Rolle darin in Aschaffenburg im Verfahren an keiner Stelle auf. F\u00fcr die von ihm geschilderte \u201eHaussuchung mit allen Schikanen\u201c durch die Gestapo im Jahr 1940 fand Gerrit Walther in den zeitgen\u00f6ssischen Briefen und Aufzeichnungen des Dichters keinen Hinweis. In seiner ausf\u00fchrlichen Erwiderung auf die Klageschrift in der m\u00fcndlichen Verhandlung vom 26. M\u00e4rz 1947 weist Julius Maria Becker eine N\u00e4he zu nationalsozialistischem Gedankengut entschieden von sich:<\/p>\n<p>\u201eIch beteure, dass alles, was ich w\u00e4hrend der nationalsozialistischen \u00c4ra \u00f6ffentlich gesprochen habe, nichts mit Nationalsozialismus[,] nichts mit parteipolitischer Kulturpropaganda und nichts mit einer Weltanschauung zu schaffen hatte, die mir und meinem Wesen ein Greuel war.\u201c<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a><\/p>\n<p>Nach der Entlastung durch die Spruchkammer konnte sich Julius Maria Becker ernsthaft damit besch\u00e4ftigen, das Drama \u201eMahl des Herren\u201c, an dem er seit Jahren arbeitete, auf die B\u00fchne zu bringen. Die Premiere in D\u00fcsseldorf im November 1948 wurde vom anwesenden Publikum gefeiert \u2013 von den ma\u00dfgeblichen Rezensenten allerdings zerrissen.<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Barch, R 9361-IX KARTEI \/ 2031499 [Gaukartei]<\/li>\n<li>BArch, R 9361-VIII KARTEI \/ 1441565 [Zentralkartei]<\/li>\n<li>BArch, R 9361-V\/13608 [Reichsschrifttumskammer]<\/li>\n<li>StAW\u00dc, Spruchkammer Aschaffenburg-Stadt 151<\/li>\n<li>SSAA, NL 49<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Becker, Julius Maria: Aschaffenburg, die Stadt Mathias Gr\u00fcnewalds. Aschaffenburg 1940.<\/li>\n<li>Mager, J\u00f6rg: Becker, Julius Maria. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 1, Berlin 1953, S. 718.<\/li>\n<li>Mager, J\u00f6rg: Der Dichter Julius Maria Becker. Vortrag zum 20. Todestag. In: Aschaffenburger Jahrbuch 5 (1972), S. 369 \u2013 384.<\/li>\n<li>Pollnick, Carsten: Die Entwicklung des Nationalsozialismus und Antisemitismus in Aschaffenburg 1919\u20131933. Aschaffenburg 1984.<\/li>\n<li>Schm\u00e4hling, Walter: Julius Maria Becker. Der Dichter und seine Stadt. Beihefte zum Aschaffenburger Jahrbuch, Heft 4. Aschaffenburg 1987.<\/li>\n<li>Schmittner, Monika: \u201e\u2026 befindet sich hier eine Anzahl staatsfeindlicher Elemente\u201c. Verfolgung und Widerstand 1933 \u2013 1945 in Stadt und Land Aschaffenburg. Frankfurt am Main 1985.<\/li>\n<li>Schuck, Johannes: Die Stille um den Aschaffenburger Literaten Julius Maria Becker \u2013 \u201eVerwerft mein Werk, wenn Ihr\u2019s nicht loben k\u00f6nnt! Doch sitzt nicht stumm davor!\u201c. Manuskript f\u00fcr Stadtgeschichte Aschaffenburg. Aschaffenburg 2022.<\/li>\n<li>Walther, Gerrit: Julius Maria Becker 1887\u20131949. Ein Dichter zwischen den Weltkriegen. Baden-Baden 1989.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Schuck, Johannes: Die Stille um den Aschaffenburger Literaten Julius Maria Becker, S. 1. Johannes Schuck hat den im Quellenverzeichnis genannten Nachlass (NL 49) von Julius Maria Becker im SSAA verzeichnet und kann als Kenner des Bestands bezeichnet werden.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Schuck, S. 3. Siehe auch Walther, Gerrit: Julius Maria Becker 1887\u20131949, S. 173 f.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Siehe Angaben zu NSDAP-Mitgliederkarteien im Quellenverzeichnis.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> BArch, R 9361-V\/13608.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Siehe hierzu auch Pollnick, Carsten: Die Entwicklung des Nationalsozialismus, S. 178\u2013181, hier S. 180. Die \u201eKultur\u201c war in zw\u00f6lf Sachgebiete gegliedert worden; Julius Maria Becker verantwortlich f\u00fcr \u201eTheater, Film, Literatur\u201c.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Walther, S. 175 f.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Walther, S. 179 f.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Namen von \u00fcber einem Dutzend Zeitungen und Zeitschriften, in denen er mindestens viertelj\u00e4hrlich bzw. j\u00e4hrlich einen Beitrag ver\u00f6ffentlichte, finden sich in Frageb\u00f6gen der Reichskulturkammer aufgelistet, BArch, R 9361-V\/13608.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Becker, Julius Maria: Aschaffenburg, die Stadt Mathias Gr\u00fcnewalds, S. 83.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Walther, S. 188.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Zitiert nach Walther, S. 208.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Walther, S. 188; Abdruck des Gedichts, S. 209.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Vgl. auch Mager, J\u00f6rg: Der Dichter Julius Maria Becker, S. 381: \u201eIllusionen hatte er keine mehr, der Gangster-Charakter der deutschen F\u00fchrung war ihm klar geworden.\u201c<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Walther, S. 189 f. F\u00fcr das Ger\u00fccht, Becker habe 1941 am Drehbuch des Propagandafilms \u201eOhm Kr\u00fcger\u201c mitgearbeitet, fand Gerrit Walther keine Belege.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Dazu ausf\u00fchrlich Walther, S. 220 \u2013 227.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> StAW\u00dc, Spruchkammer Aschaffenburg-Stadt 151.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> 26.03.1947, StAW\u00dc, Spruchkammer Aschaffenburg-Stadt 151.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Walther, S. 228; entsprechende Erkl\u00e4rungen finden sich in der 22 Seiten umfassenden Spruchkammer-Akte.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Protokoll der \u00f6ffentlichen Sitzung am 26.3.47 (Auszug aus Erwiderung gegen die Klageschrift, Abk\u00fcrzungen der Lesbarkeit halber ausgeschrieben), StAW\u00dc, Spruchkammer Aschaffenburg-Stadt 151.<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Ausf\u00fchrlich zu den Begleitumst\u00e4nden und zur Auff\u00fchrung selbst siehe Walther, S. 228 \u2013 234.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beckerstra\u00dfe (Innenstadt), benannt 1957 nach Julius Maria Becker (1887 \u2013 1949) Lyriker, Dramatiker, Redner und Journalist (Umwidmung der Stra\u00dfe im Jahr 2024) * 29. 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