{"id":4357,"date":"2022-03-28T08:04:15","date_gmt":"2022-03-28T06:04:15","guid":{"rendered":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/?p=4357"},"modified":"2022-03-29T09:26:25","modified_gmt":"2022-03-29T07:26:25","slug":"bodendenkmaeler-schloss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/bodendenkmaeler-schloss\/","title":{"rendered":"Bodendenkm\u00e4ler &#8211; Schloss"},"content":{"rendered":"<p>Bei einer Baustellenbeobachtung durch die Museen der Stadt Aschaffenburg aus dem Jahre 1984 konnten im unmittelbaren Vorfeld des Schlosses eine gemauerte Latrine oder ein kleiner Keller sowie mehrere fr\u00fchneuzeitliche Mauerz\u00fcge dokumentiert werden. Aufgrund des beschr\u00e4nkten Eingriffes war eine n\u00e4here Ansprache nicht m\u00f6glich. Die auf dem Grundst\u00fcck Schlo\u00dfplatz 7 (nach der \u00e4lteren Z\u00e4hlung Schlo\u00dfplatz 1) vor dem Finanzamt gelegene Latrine bzw. der Keller war durch eine moderne Versorgungsleitung bereits stark gest\u00f6rt. Die L\u00e4nge des mit einer Gew\u00f6lbetonne \u00fcberspannten Baubefundes lie\u00df sich mit 2,3 m angeben, die H\u00f6he betrug etwa 2 m. Der Innenraum war im Verlauf des 16. Jh. mit verschiedenen Schichten aufgef\u00fcllt worden, die sich als ausgesprochen fundreich erwiesen. Es waren darin u. a. verschiedene weitgehend vollst\u00e4ndig erhaltene Gef\u00e4\u00dfe, darunter Dieburger Irdenware und zwei qualit\u00e4tvolle Trichterhalsbecher aus Siegburger Steinzeug. Weiterhin fanden sich Ofenkacheln und Glas. Alle Funde k\u00f6nnen dem 15. und 16. Jh. zugewiesen werden.<\/p>\n<p><strong>Schlossberg<\/strong><\/p>\n<p>Bereits 1954 wurde bei Bauma\u00dfnahmen an der ehem. Zehntscheune am Schlossberg n\u00f6rdlich des Schlosses eine Brunnenfassung aus behauenen Sandsteinen angeschnitten. Die Funde, einige Keramikscherben und Eisenteile, darunter auch die Klinge eines Reitschwertes sowie eine Kanonenkugel, entstammen dem 16. oder fr\u00fchen 17. Jh. Der Brunnen war vermutlich w\u00e4hrend des Schlossneubaus in Betrieb, da nach Martin Balduin Kittel die Wasserversorgung w\u00e4hrend des Baus unzureichend war. M\u00f6glicherweise handelt es sich um den dort erw\u00e4hnten Schachtbrunnen des \u201ealten M\u00fchlberges\u201c. Die Verf\u00fcllung erfolgte wohl sp\u00e4testens nach Fertigstellung des Schlosses. Die Brunnen\u00f6ffnung wurde nach der Fundbergung zubetoniert.<\/p>\n<p><strong>Schlo\u00dfgasse, Schlo\u00dfplatz, Schlo\u00dfplatz 3<\/strong><\/p>\n<p>In der 2. Jahresh\u00e4lfte 2000 und Januar 2001 ergab sich die M\u00f6glichkeit zu einzelnen baubegleitenden Sondagen im N\u00e4hebereich der in \u00f6ffentlicher Hand befindlichen Geb\u00e4ude Schlo\u00dfplatz 3, 5 und 7 gegen\u00fcber dem Schloss Johannisburg. Die von der Firma ReVe durchgef\u00fchrten Untersuchungen betrafen vor allem den stra\u00dfenseitigen Fundamentbereich des Geb\u00e4udekomplexes, welcher heute das Finanzamt beherbergt. Bodeneingriffe im Hofbereich und Innenraum wurden ebenfalls ber\u00fccksichtigt und z.T. auch durch Mitarbeiter der Museen der Stadt Aschaffenburg mit begutachtet. Aus historischen Quellen war bereits bekannt, dass sich auf den Anwesen Schlo\u00dfplatz 3 und 5 der 1794 als \u201ekurf\u00fcrstlicher Marstall\u201c aufgef\u00fchrte sog. \u201eAlte Marstall\u201c befand. Dieser k\u00f6nnte sich bereits 1464 an diesem Platz befunden haben, sicher war er aber bereits vor dem Neubau des Schlosses hier. Entlang der Au\u00dfenmauern des Komplexes wurden mit einem Minibagger mehrere Sondageschnitte von 1,5\u00d73 m angelegt. Neben den zu erwartenden St\u00f6rungen durch Versorgungsleitungen sowie den Fundamenten und Baugruben der bestehenden Geb\u00e4ude wurden auch \u00e4ltere Strukturen aufgedeckt. Wie bei der fr\u00fcheren Beobachtung vor dem Finanzamt blieben die in dem kleinen Untersuchungsfeld freigelegten Mauerz\u00fcge aber unspezifisch. An verschiedenen Stellen wurden Reste sp\u00e4tmittelalterlicher Kulturschichten angetroffen. Im Hofbereich des Komplexes, an der S\u00fcdwestecke des Geb\u00e4udes Nr. 3\/5 wurde der unvollst\u00e4ndige Gew\u00f6lbebogen eines Kellers dokumentiert, doch konnte der rezent mit Bauschutt verf\u00fcllte Keller nicht datiert werden.<\/p>\n<p><strong>Schlo\u00dfplatz<\/strong><\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise stammt ein goldener Spiralring der mittleren Bronzezeit aus dem Bereich des Schlo\u00dfplatzes oder Schlossgartens. Im Mai 1903 wird die nahtlose Doppelspirale aus Golddraht von 3\u00be Windungen erstmals beschrieben. Die Fundumst\u00e4nde sind unbekannt. Wahrscheinlich wurde das Objekt mit einem Durchmesser von 2 cm und einer H\u00f6he von 1,5\u20131,7 cm als Fingerring genutzt und ist in die Bronze- oder Urnenfelderzeit zu datieren. Es ist aber nicht auszuschlie\u00dfen, dass es sich um einen verlagerten Flussfund handelt, der mit Materiallieferungen aus dem Main f\u00fcr Renovierungsarbeiten am Schloss Johannisburg angeliefert wurde. Ebenfalls 1903 wurden auf dem Schlo\u00dfplatz bei Kanalbauarbeiten zwei K\u00f6rpergr\u00e4ber entdeckt. Unterlagen zu ihrer genauen Lokalisierung oder den weiteren Umst\u00e4nden der Auffindung liegen nicht vor. Zur Bestattung einer Frau geh\u00f6rten zwei goldene Ohrgeh\u00e4nge, die w\u00e4hrend des Krieges 1945 im Aschaffenburger Museum verloren gegangen sind. Weitere Beigaben sind nicht \u00fcberliefert. Nach dem erhaltenen Foto der Bommelohrringe zu urteilen, handelt es sich um St\u00fccke, die aus acht quadrantenf\u00f6rmigen Goldblechen zusammengesetzt waren. \u00dcber den Sto\u00dffugen der Streifen befanden sich geperlte Goldblechstreifen, an den Kreuzungspunkten Fassungen, deren Einlagen ausgefallen waren. Die H\u00f6he betrug noch 4 bzw. 2,2 cm. Nahezu entsprechende goldene Bommelohrringe aus einem 1992 entdeckten Kindergrab in Frankfurt werden zusammen mit den weiteren dort gefundenen Beigaben in das fr\u00fche 8. Jh. datiert, geh\u00f6ren also noch in die Merowingerzeit. Damit sind bisherige Datierungsans\u00e4tze, welche die Aschaffenburger Fundst\u00fccke der Karolingerzeit zuweisen, noch einmal zu hinterfragen.<\/p>\n<p>Dieser au\u00dfergew\u00f6hnlich qualit\u00e4tvolle Schmuck wird von Roman Fischer wohl nicht unzutreffend als Hinweis auf einen fr\u00fchen k\u00f6niglichen oder hochadeligen Herrensitz gedeutet. Von diesem fehlen bis jetzt jedoch die arch\u00e4ologischen Spuren. F\u00fcr die 2. H\u00e4lfte des 9. Jh. geht eine hervorgehobene Bedeutung Aschaffenburgs daraus hervor, dass die s\u00e4chsische Grafentochter Liutgard hier K\u00f6nig Ludwig den J\u00fcngeren (Ludwig III.) heiratete. Liutgard wurde schlie\u00dflich im Jahre 885 auch in der Aschaffenburger Stiftskirche beigesetzt. Als 1984 die innerst\u00e4dtische Verbindungsspange zwischen Landingstra\u00dfe und Friedrichstra\u00dfe\/Wei\u00dfenburger Stra\u00dfe, den Aschaffenburger Hauptverkehrsachsen, an der nord\u00f6stlichen Seite des Schlossberges vorbeigef\u00fchrt wurde, waren auch arch\u00e4ologische Strukturen von den Bauarbeiten betroffen. Diese konnten baubegleitend dokumentiert werden. Besonders umfangreiche Erdarbeiten fielen durch den Bau des sog. Landingtunnels an. Im Zuge dieser Ma\u00dfnahme konnte eine in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg mit den Tr\u00fcmmern der zerst\u00f6rten Stadt versch\u00fcttete Bastionsmauer wieder freigelegt werden. Dadurch wurde die f\u00fcr das Stadtbild wichtige Dominanz des Schlosses in Bezug zur oberen Stadt wieder hergestellt.<\/p>\n<p>An der n\u00f6rdlichen Ecke der Bastionsmauer wurden die Reste eines etwa 7,5\u00d75 m gro\u00dfen Waschhauses freigelegt. Das Geb\u00e4ude lehnte sich an die Bastion, die Bastionsmauer war durch eine vorgeblendete Ziegelmauer verdeckt. Erhalten waren noch der Boden aus Sandsteinplatten, ein gro\u00dfer Waschtrog, der aus einem Sandsteinblock gefertigt war, sowie eine aus Ziegeln gemauerte Feuerstelle. Dieser Bau hatte nach Ausweis alter Fotografien noch bis zum Jahre 1945 Bestand gehabt. Hinter der Ziegelwand des Waschhauses war eine ungew\u00f6hnliche runde Schie\u00dfscharte in der Bastionsmauer bewahrt. Ihre fortifikatorische Funktion ist unsicher, eventuell handelt es sich um ein in erster Linie dekoratives, gestalterisches Element. Weitere Befunde wie Baupl\u00e4tze, Werkst\u00e4tten und Unterk\u00fcnfte geh\u00f6ren in die Zeit des Schlossneubaus und gehen mit zahlreichen Funden aus der Endzeit der mittelalterlichen Burg und der Schlosszeit einher. Hervorzuheben ist eine Reihe von m\u00e4chtigen Sandsteinpfeilern, die parallel zu Strickergasse standen. Sie hatten einen Querschnitt von 1,3 bis 1,5 m, waren in 5 m Abstand zueinander angeordnet und noch bis zu einer durchschnittlichen H\u00f6he von 2,3 erhalten. Offenbar bildeten sie das Fundament einer stattlichen, etwa 50\u00d710 m gro\u00dfen Halle, die sich an das \u00f6stliche und s\u00fcdliche Ende des Bauhofes f\u00fcr das neue Schloss anlehnte. Eventuell wurde sie als Wagenremise oder als Stallung genutzt.<\/p>\n<p>In das Mauerwerk der Bastion war ein mehr als 21 m tiefer Brunnen mit einem Durchmesser von 2,3 m eingebunden. Damit f\u00fchrte die Sohle bis auf den Grund des damaligen Maintales. \u00dcber die Bauzeit konnten keine Erkenntnisse gewonnen werden, da datierende Funde fehlten. Bei den Tiefgrabungen f\u00fcr den Bau des Landingtunnels wurde vor der Nordbastion der ehem. Verlauf des in den Main flie\u00dfenden R\u00f6derbaches erreicht. \u00dcber der Bachsohle wurde auch ein begehbarer Kanal aus der Bauzeit des Schlosses mit seiner \u00dcberw\u00f6lbung freigelegt. Der Bachlauf und die Kanalsohle lagen etwa 17 m unter dem heutigen Hofniveau des Schlosses. F\u00fcr den Bau des Schlosses wurde der Grabeneinschnitt in Verl\u00e4ngerung des Landings mindestes 10 m hoch verf\u00fcllt und der Burgberg verebnet, um eine Terrasse zu schaffen. Diese Auff\u00fcllung erwies sich insofern als ein Gl\u00fccksfall, da sie die mittelalterliche Stadtmauer g\u00e4nzlich \u00fcberdeckte, die den Graben des Bachlaufes kreuzte, um zur Nordseite der alten Burg zu ziehen. Die Stadtmauer erreichte hier bis zu ihrer Krone eine H\u00f6he von ungef\u00e4hr 6 m. Sie war in vollfugigem Bruchsteinmauerwerk ausgef\u00fchrt und mit einem gemauerten, satteldachf\u00f6rmigen oberen Abschluss versehen. Im April 1987 wurde zwischen dem Schloss Johannisburg und dem k\u00f6niglichen Marstall, der heutigen Steinmetzschule, ein kleiner Keller von ca. 6\u00d76 m Innenfl\u00e4che zuf\u00e4llig angetroffen. Bei der Neupflanzung eines Baumes am sog. Kastanienw\u00e4ldchen konnten lediglich Sch\u00fcrfe angelegt und beobachtet werden, die einen begrenzten Einblick gestatteten. Der mit einer einfachen Tonne \u00fcberw\u00f6lbte Keller zeigte noch Reste von gr\u00fcner, floraler Wandbemalung. Das Gew\u00f6lbe war fast bis zur Decke verf\u00fcllt. Der Keller geh\u00f6rte offenbar zum \u201eAlten Schloss\u201c, einer ab 1556 bestehenden Notresidenz, die nach der Zerst\u00f6rung der Burg im Vorfeld durch die Zusammenlegung mehrerer B\u00fcrgerh\u00e4user entstanden war. Ihre Lage ist noch auf einem Stich von Matth\u00e4us Merian von 1646 verzeichnet, als sie durch den Neubau des Schlosses schon lange Zeit ihre Funktion verloren hatte.<\/p>\n<p>Beim Vortrieb einer Leitung vom Main zum Schlo\u00dfplatz wurde 1987 der s\u00fcd\u00f6stliche Abschnitt der mittelalterlichen Terrassierungsmauer f\u00fcr die alte Burg getroffen. Bei Stra\u00dfenbauarbeiten im s\u00fcdlichen Bereich des Schlo\u00dfplatzes, auf H\u00f6he von Schlo\u00dfplatz 3, wurde Anfang 1992 in einem Baggerschnitt eine Grube mit zahlreichen Keramikfragmenten angetroffen. Der Befund wurde in einer Notdokumentation arch\u00e4ologisch aufgenommen und das Fundmaterial geborgen. Trotz der Zerst\u00f6rungen durch den Bagger war die Grube als Kalkschl\u00e4mmbecken von 4 m L\u00e4nge rekonstruierbar, dessen eine Seitenwand noch bis 1 m H\u00f6he erhalten war. Boden und Seitenw\u00e4nde waren mit einer dicken, festen Kalkschicht bedeckt. Die Datierung in die 2. H\u00e4lfte des 18. Jh. ergibt sich durch das Fundmaterial aus der Grube und der \u00fcberdeckenden Schicht. Damals wurden in Schloss Johannisburg umfassende Stuckateurarbeiten ausgef\u00fchrt. Der Bezug zum Schloss l\u00e4sst sich jedoch nicht allein durch die r\u00e4umliche N\u00e4he, sondern insbesondere durch das Fundmaterial herstellen. In der Grubenverf\u00fcllung fanden sich Ziegelbruchst\u00fccke, Dachpfannen, Gef\u00e4\u00dfkeramik und Glas. Beachtenswert ist die gro\u00dfe Anzahl von ausgesprochen qualit\u00e4tvollen Ofenkacheln, darunter Tapetenkacheln mit Diamantschnittmuster und Bl\u00fcten, pr\u00e4chtige Ofenaufs\u00e4tze in Form von Meerpferden und Delfinen sowie fein gearbeitete Blattkacheln. Das Wappen des Erzbischofs Johann Schweikard von Kronberg belegt die Zugeh\u00f6rigkeit dieser St\u00fccke zur Erstausstattung des Schlosses. Ab 1766 wurden die Kachel\u00f6fen durch gusseiserne \u00d6fen ersetzt (vgl. Schlo\u00dfplatz 2) und in der Kalkschl\u00e4mmgrube entsorgt, die ebenfalls mit dem Innenausbau des Schlosses zusammenhing.<\/p>\n<p>Die eigentliche Grubenverf\u00fcllung war zun\u00e4chst von einer Schicht mit vielen Tierknochen und malhorndekorierter Keramik und darauf mit einer sandigen, humosen Schicht \u00fcberdeckt, bevor die rezenten Aufsch\u00fcttungen f\u00fcr den Stra\u00dfenbelag folgten. (Vgl. auch Bodendenkm\u00e4ler, Ridingerstra\u00dfe bzw. <a href=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/schlossgasse\/\">Schlo\u00dfgasse<\/a>)<\/p>\n<p><strong>Schlo\u00dfplatz 2<\/strong><\/p>\n<p>Beim Bau der neuen Stadtbibliothek wurden 1990 weitere Bodeneingriffe notwendig, die arch\u00e4ologisch durch die Museen der Stadt Aschaffenburg begleitet wurden. Dabei wurde haupts\u00e4chlich Kriegsschutt entfernt, mit dem der Platz nach dem Zweiten Weltkrieg aufgef\u00fcllt worden war. Au\u00dferdem konnten unter gro\u00dfem Zeitdruck f\u00fcnf gemauerte Abfallgruben mit Funden des 16. bis 18. Jh. dokumentiert werden. Eine Besonderheit stellt ein f\u00fcr den Bau einer Latrine verwendetes Weinfass aus Eichenholz mit Weidenreifen dar, das sich im feuchten Milieu recht gut erhalten hatte. Das Fundgut hieraus stammt aus dem 19. Jh. Am meisten Beachtung verdient jedoch die Auffindung von ungef\u00e4hr 40 gusseisernen \u00d6fen, die in einem 1945 durch Bomben zerst\u00f6rten Schuppen entdeckt wurden. Die \u00d6fen aus der 2. H\u00e4lfte des 18. Jh. geh\u00f6rten zur ehem. Ausstattung von Schloss Johannisburg und hatten die \u00e4lteren Kachel\u00f6fen des 16. und 17. Jh. ersetzt, die durch die arch\u00e4ologischen Funde aus dem Schloss zahlreich zu belegen waren. In den 1920er Jahren hatte man die eisernen \u00d6fen nach dem Einbau einer Zentralheizung aus dem Schloss entfernt. Zuweisung und Datierung der \u00d6fen sind durch die auf ihnen befindlichen erzbisch\u00f6flichen Wappen eindeutig. Sie wurden demnach zwischen 1766, als erstmals 71 eiserne \u00d6fen im Schloss aufgestellt wurden, und 1779 hergestellt.<\/p>\n<p>Quelle:<\/p>\n<p>Ina Gutzeit\/Hauke Kenzler: Kreisfreie Stadt Aschaffenburg. Ensembles, Baudenkm\u00e4ler, Bodendenkm\u00e4ler (Denkm\u00e4ler in Bayern. VI. Unterfranken, 71), M\u00fcnchen 2015, S. 223-227.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei einer Baustellenbeobachtung durch die Museen der Stadt Aschaffenburg aus dem Jahre 1984 konnten im unmittelbaren Vorfeld des Schlosses eine gemauerte Latrine oder ein kleiner Keller sowie mehrere fr\u00fchneuzeitliche Mauerz\u00fcge [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[842],"tags":[107,627,742,748,813,817,818,833,834,68,93],"post-format":[2],"post-content":[67],"class_list":["post-4357","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bodendenkmal","tag-schloss","tag-museum","tag-karolinger","tag-burg","tag-fundstelle","tag-fruehe-neuzeit","tag-archaeologische-funde","tag-merowinger","tag-bronzezeit","tag-bibliothek","tag-brunnen","format-information","content-text","project-denkmaltopographie"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Bodendenkm\u00e4ler - Schloss - Aschaffenburg<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/bodendenkmaeler-schloss\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Bodendenkm\u00e4ler - Schloss - Aschaffenburg\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Bei einer Baustellenbeobachtung durch die Museen der Stadt Aschaffenburg aus dem Jahre 1984 konnten im unmittelbaren Vorfeld des Schlosses eine gemauerte Latrine oder ein kleiner Keller sowie mehrere fr\u00fchneuzeitliche Mauerz\u00fcge [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/bodendenkmaeler-schloss\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Aschaffenburg\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2022-03-28T06:04:15+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2022-03-29T07:26:25+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Logo-Stadtarchiv-Aschaffenburg.png\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"379\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"70\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/png\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Aschaffenburg_2.0\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Aschaffenburg_2.0\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"11\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\\\/bodendenkmaeler-schloss\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\\\/bodendenkmaeler-schloss\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"Aschaffenburg_2.0\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/6620dad05f894110a34e3afd3c3cf3ff\"},\"headline\":\"Bodendenkm\u00e4ler &#8211; 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