{"id":4048,"date":"2022-03-28T10:31:02","date_gmt":"2022-03-28T08:31:02","guid":{"rendered":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/?p=4048"},"modified":"2022-03-29T08:37:50","modified_gmt":"2022-03-29T06:37:50","slug":"wuerzburger-strasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/wuerzburger-strasse\/","title":{"rendered":"W\u00fcrzburger Stra\u00dfe"},"content":{"rendered":"<p>Die an der Sandkirche beginnende W\u00fcrzburger Stra\u00dfe ist eine Ausfallstra\u00dfe in Verl\u00e4ngerung der Sandgasse. Nachdem die Stra\u00dfe in H\u00f6he der Hofgartenstra\u00dfe leicht abknickt, verl\u00e4uft sie in s\u00fcd\u00f6stlicher Richtung jenseits der Bahnlinie nach Miltenberg an der ehem. Kaserne vorbei aus der Stadt heraus und erreicht nach ca. 70 km ihr namensgebendes Ziel W\u00fcrzburg. Au\u00dferhalb der Stadtbefestigung liegend, befanden sich bis zur Mitte des 19. Jh. nur vereinzelte Anwesen auf der S\u00fcdseite am Beginn der Stra\u00dfe, gegen\u00fcber dem Hofgarten lagen einige Gartengrundst\u00fccke. In der 2. H\u00e4lfte des 19. Jh. setzte die Entwicklung der Bebauung mit dem Ausbau der zun\u00e4chst nur m\u00e4\u00dfig befestigten Stra\u00dfe mit seitlichem Fu\u00dfpfad und Graben ein. Die Errichtung von mehrgeschossigen Wohn- und Gesch\u00e4ftsh\u00e4usern entlang einer einheitlichen Baulinie erfolgte in mehreren Etappen. Zur ersten Etappe von um 1870 geh\u00f6ren die maximal zweigeschossigen, unverputzten Bruchsteinbauten aus rotem Sandstein mit schlichter Fassade und flachem Satteldach wie die Nrn. 44, 60 und 35. Am Ende des 19. Jh. wurden drei- und viergeschossige traufst\u00e4ndige Wohn- und Gesch\u00e4ftsh\u00e4user mit Backsteinfassaden und Sandsteingliederungen in historisierenden Neostilen errichtet, meist mit Gesch\u00e4ft oder Gastwirtschaft im Erdgeschoss sowie dazugeh\u00f6rigen R\u00fcckgeb\u00e4uden und einem eingefriedeten Vorgarten, der heute infolge der Verbreiterung der Stra\u00dfe nur noch bei einzelnen Grundst\u00fccken wie bei den Nrn. 48, 54 und 60 erhalten ist.<\/p>\n<p>Eine wichtige Rolle beim Ausbau der W\u00fcrzburger Stra\u00dfe am Ende des 19. Jh. spielte das Baugesch\u00e4ft Woerner, welches die Br\u00fcder Franz (1859\u20131937) und Roman (1857\u20131932) Woerner im Jahr 1884 gegr\u00fcndet hatten. An der Stelle ihres alten Werkplatzes (W\u00fcrzburger Stra\u00dfe 50) planten sie f\u00fcnf Wohnh\u00e4user, von denen eines den Familien selbst diente, die \u00fcbrigen gro\u00dfz\u00fcgigen Wohnungen wurden vermietet und erm\u00f6glichten so die Finanzierung des Projekts. Als erster Neubau entstand 1887 das Haus W\u00fcrzburger Stra\u00dfe 50. Weitere, heute noch erhaltene Bauten der Bauunternehmer F. &amp; R. Woerner sind die Nrn. 48, 54 und 58. Au\u00dferdem erhielten F. &amp; R. Woerner den Auftrag zur Erbauung einer Kaserne mit Exerzierplatz und Bezirkskommando f\u00fcr das J\u00e4gerbataillon. Franz Woerner besorgte den Bauplatz und nahm das Grundst\u00fcck der alten Kaserne an der Goldbacher Stra\u00dfe als Teilzahlung in den Vertrag. Im Zweiten Weltkrieg wurden viele Anwesen in der W\u00fcrzburger Stra\u00dfe schwer getroffen. Nach dem Krieg siedelten sich zahlreiche Gewerbebetriebe auf den zuvor als G\u00e4rten genutzten Fl\u00e4chen zwischen den gr\u00fcnderzeitlichen Wohnbauten an. Entlang der links und rechts der W\u00fcrzburger Stra\u00dfe abgehenden Nebenstra\u00dfen entwickelten sich dicht bebaute Wohngebiete.<\/p>\n<p><strong>W\u00fcrzburger Stra\u00dfe 12<\/strong><\/p>\n<p>Von dem dreigeschossigen Walmdachbau mit Mezzanin haben sich keine Bauakten erhalten, sodass Bauherr und Baumeister unbekannt sind. Das Mietshaus erhebt sich \u00fcber rechteckigem Grundriss auf einem hohen Kellergeschoss, das aus reliefierten Quadern mit tiefen Fugen gemauert ist. Das Erdgeschoss dar\u00fcber aus regelm\u00e4\u00dfigen Sandsteinquadern wird durch ein umlaufendes Gesims abgeschlossen. Die Br\u00fcstungszone des 1. Obergeschosses ist ebenfalls aus rotem Sandstein gefertigt. Das \u00fcbrige aufgehende Mauerwerk ist aus gelben Ziegeln gemauert. Die Geb\u00e4udekanten sind durch Eckquader hervorgehoben. Das niedrige Mezzanin springt in der Flucht leicht zur\u00fcck und wird von einem stark profilierten Traufgesims abgeschlossen. Die Formen der Fenster der siebenachsigen Hauptfassade entsprechen dem Typ eines italienischen Palazzo des 16. Jh. Im Erdgeschoss sitzen die Fenster ohne Rahmung in den regelm\u00e4\u00dfigen Sandsteinquadern, im 1. Obergeschoss haben sie Verdachungen im Wechsel von Dreiecks- und Segmentgiebeln, im 2. Obergeschoss gerade Verdachungen und im Mezzanin querrechteckige Formate. An den \u00e4u\u00dferen Fensterachsen des 1. Obergeschosses befindet sich ein Balkon mit Sandsteinbalustern auf einfach geschwungenen Konsolen. Die R\u00fcckseite des Geb\u00e4udes ist schlicht gehalten und wurde im Bereich des Ober- und Dachgeschosses 1996 mit Balkonen versehen.<\/p>\n<p><strong>W\u00fcrzburger Stra\u00dfe 24\/26\/28 &#8211; Mietshausgruppe<\/strong><\/p>\n<p>Die Bauakten von Haus Nr. 24 wurden durch Brand 1945 vernichtet und der Akt 1947 neu angelegt. Au\u00dfer einem Plan zur Entw\u00e4sserung des Geb\u00e4udes von 1961 gibt es keine Belege, die Aufschluss \u00fcber die Baugeschichte geben k\u00f6nnten. Allerdings wird das Geb\u00e4ude noch 1961 als Anwesen der Firma Sager &amp; Woerner bezeichnet. Der dreigeschossige Satteldachbau mit relativ steilem Satteldach steht traufst\u00e4ndig zur W\u00fcrzburger Stra\u00dfe. An der Seite zu Haus Nr. 22 befindet sich ein Stufengiebel und an der linken Fassadenseite ein leicht risalitartig vorspringendes Zwerchhaus, ebenfalls mit Stufengiebel. Die im Stil der deutschen Gotik und Renaissance gestaltete Fassade ist durch unterschiedliche Fensterformate rhythmisiert. Der Zugang auf der rechten Seite erfolgt durch einen rundbogigen Durchgang in einer Art Loggia. In der Mitte des 1. Obergeschosses ist ein schmaler Balkon mit Ma\u00dfwerk aus Sandstein angef\u00fcgt. Das gesamte Geb\u00e4ude ist verputzt und mit Sandsteingliederungen gestaltet. 1889 wurde auf dem Anwesen von W. Steyding, Haus Nr. 26, wo sich bereits ein Wohnhaus und ein Gem\u00fcsegarten befanden, ein Zimmer im Hintergeb\u00e4ude eingerichtet. Dieses musste einem Wohnhausneubau weichen, den 1903 Baumeister Adam Schneider auff\u00fchren lie\u00df. 1912 kam es im R\u00fcckgeb\u00e4ude zum Einbau eines Zimmers f\u00fcr A. Herlein. Zu diesem Zeitpunkt hatte Adam Schneider den wohl als Spekulationsobjekt errichteten Bau bereits verkauft. 1936 wurde die R\u00fcckseite des Hauses ver\u00e4ndert, indem ein Wintergarten mit dar\u00fcberliegenden Balkonen angebaut wurde. W\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges entstanden durch Luftdruck starke Sch\u00e4den am Dach, an Zwischenw\u00e4nden sowie Fenstern und T\u00fcren. Das Wohnhaus wurde 1964 umgebaut und 1994 das Dach ausgebaut. Im Jahr 2009 wurden die bestehenden Balkone erweitert, sodass der r\u00fcckw\u00e4rtige Bereich des Geb\u00e4udes sich heute stark \u00fcberformt darstellt.<\/p>\n<p>Der viergeschossige Satteldachbau im historistischen Stil hat eine asymmetrische Fassade mit leicht nach rechts verr\u00fccktem, \u00fcber drei Geschosse reichendem Erker. Dieser besteht aus rotem Mainsandstein und schlie\u00dft mit einem \u00fcberdachten Balkon ab, dar\u00fcber ein geschwungener Zwerchgiebel mit mittigem Rundbogenfenster. In dem aus werkgerechten Sandsteinquadern aufgef\u00fchrten Erdgeschoss befinden sich rechts eine Tordurchfahrt und links der Eingang zu den Wohnungen. Die Fenster der Obergeschosse sind mit Rahmungen aus rotem Sandstein, mit Ankersteinen und Vorhangbogenprofilen versehen. Im 1. Obergeschoss ist ein Balkon mit Ma\u00dfwerkgel\u00e4nder ebenfalls aus rotem Sandstein angebracht. Im Dach sitzen achsgerechte Schleppgauben. Das ebenfalls 1903 von Baumeister Adam Schneider f\u00fcr den B\u00e4ckermeister Joseph F. Grau errichtete Haus Nr. 28 entspricht in Geschossh\u00f6he und Dachform dem benachbarten Haus Nr. 26. Der viergeschossige Satteldachbau ist im Unterschied zum Nachbargeb\u00e4ude nicht verputzt. Die dreiachsige Backsteinfassade mit Gliederungen aus rotem Sandstein ist durch einen Mittelrisalit mit gekuppelten Fenstern, einem Balkon mit gusseisernem gebauchtem Gel\u00e4nder auf Volutenkonsolen im 2. Obergeschoss und einem Giebel mit Vasenaufs\u00e4tzen und halbrundem Abschluss betont. Die hochrechteckigen Fenster sind mit Sandsteinrahmungen mit gestelzten Profilen versehen. Die horizontale Gliederung wird mittels durchlaufender Sandsteinlagen in H\u00f6he der Sohlb\u00e4nke und der St\u00fcrze der Fenster erreicht. Unter der Traufe verl\u00e4uft ein Konsolfries. Nachdem im Zweiten Weltkrieg Luftdruck und Artillerie das Dach, die Mansarde und den B\u00e4ckerladen des Geb\u00e4udes besch\u00e4digten, lie\u00df Nikolaus Grau bei den Instandsetzungsarbeiten 1951 Erd- und 1. Obergeschoss zu einem Caf\u00e9 ausbauen. 1968 wurde in dem B\u00e4ckerladen eine Apotheke f\u00fcr Apotheker Dr. Hans Rudolf Fromm eingerichtet; daf\u00fcr hat man die Schaufenster geringf\u00fcgig vergr\u00f6\u00dfert.<\/p>\n<p><strong>W\u00fcrzburger Stra\u00dfe 27\/29<\/strong><\/p>\n<p>Im August 1906 plante das Baugesch\u00e4ft Georg Ott f\u00fcr den Kaufmann August Bachmann ein Doppelwohn- und Gesch\u00e4ftshaus an der W\u00fcrzburger Stra\u00dfe\/Ecke Schwindstra\u00dfe. Die Fassade des dreigeschossigen Satteldachbaus ist mit wei\u00dfen Ziegelsteinen verkleidet und mit roten Sandsteingliederungen gestaltet. Auf der Seite zur Schwindstra\u00dfe sind f\u00fcnf Fensterachsen, von denen die zweite und dritte zu einem Risalit ausgebildet sind, der im Dachbereich mit einem Giebel mit Volutenanl\u00e4ufen abschlie\u00dft. Die Geb\u00e4udekante ist mit einem rechteckigen Eckerturm aus rotem Sandstein versehen. Er ruht \u00fcber dem Erdgeschoss auf Steinkonsolen und ist mit einem steilen Zeltdach abgeschlossen. Die Fenster sind jeweils paarweise angeordnet, an den Seiten befinden sich schmale Fenster. Zur W\u00fcrzburger Stra\u00dfe verf\u00fcgt die Fassade \u00fcber drei Fensterachsen, von denen die mittlere von seitlichen Pilastern aus rotem Sandstein gerahmt wird und in einer Gaube mit Walm endet. Auf der Seite zu Haus Nr. 29 befindet sich eine Durchfahrt zum Hof, von wo aus auch der Zugang zu den Wohnungen erfolgt. Das s\u00fcd\u00f6stlich anschlie\u00dfende Wohnhaus Nr. 29 wurde im gleichen Jahr ebenfalls f\u00fcr Bachmann entworfen und von dem Baugesch\u00e4ft Georg Ott errichtet. Die Fassade des dreiachsigen Geb\u00e4udes ist wie die des Nachbarhauses mit wei\u00dfen Ziegelsteinen und Gliederungselementen aus rotem Mainsandstein gestaltet. Die mittlere von drei Achsen ist zu einem dreiseitigen Erkerturm ausgebildet, der mit einer Haube abgeschlossen ist. Der Eingang befindet sich auf der Seite zu Haus Nr. 27. Im Zweiten Weltkrieg wurde Haus Nr. 27 durch Luftdruck am Dach besch\u00e4digt, drei Granaten zerst\u00f6rten das Dachwerk sowie die Fassade zur W\u00fcrzburger Stra\u00dfe. Die Sch\u00e4den an den Fenstern und der Au\u00dfenwand wurden 1946 behoben. Beide Geb\u00e4ude sind gut erhaltene, anschauliche Beispiele des historistischen Wohnungsbaus der Jahrhundertwende.<\/p>\n<p><strong>W\u00fcrzburger Stra\u00dfe 33<\/strong><\/p>\n<p>Das viergeschossige Wohn- und Gesch\u00e4ftshaus wurde 1907 von Johann Scheuermann f\u00fcr den T\u00fcnchermeister Michael Helfrich geplant. Im Erdgeschoss wurde ein Farbenladen eingerichtet. Das Anwesen hatte zur Stra\u00dfe einen Vorgarten mit Einfriedung. In der Stra\u00dfenansicht wird das traufst\u00e4ndige Geb\u00e4ude von einem zweiachsigen Mittelrisalit mit gekuppelten Fenstern dominiert, der mit einem gro\u00dfen Mansardgiebel abschlie\u00dft. Das hohe Mansarddach ist zweigeschossig. Bei der letzten Sanierung wurde die Fassade mit roter Farbe gestrichen, sodass die wei\u00df gestrichenen Fensterrahmungen mit ihren Profilen und Ankersteinen stark hervortreten. Das Geb\u00e4ude \u00fcberragt die Nachbargeb\u00e4ude in der H\u00f6he und hebt sich durch seine verputzte Fassade von den ansonsten \u00fcberwiegend in unverputzter Ziegelbauweise errichteten Objekten ab.<\/p>\n<p><strong>W\u00fcrzburger Stra\u00dfe 34<\/strong><\/p>\n<p>An der Stelle, wo die W\u00fcrzburger Stra\u00dfe in s\u00fcdlicher Richtung abbiegt und die Hofgartenstra\u00dfe sowie die Gr\u00fcnewaldstra\u00dfe auf diese treffen, lie\u00df der Baumeister Adam Schneider 1897 das dreigeschossige Wohnhaus als Spekulationsobjekt errichten. Sp\u00e4ter ging das Anwesen in den Besitz der Firma H. J. Geiger, Kohlenhandlung \u00fcber und wurde im r\u00fcckw\u00e4rtigen Bereich um etliche Lagergeb\u00e4ude und Schuppen erweitert. Das Wohnhaus erfuhr kaum bauliche Ver\u00e4nderungen. \u00dcber einem Sockelgeschoss aus roten Sandsteinquadern erhebt sich der dreigeschossige Backsteinbau mit einseitig abgewalmtem hohem Satteldach. Die rechte Seite des Geb\u00e4udes besteht aus einer Brandmauer, da sich auf dem heute freien Nachbargrundst\u00fcck ein Geb\u00e4ude befand. Der Zugang zum Geb\u00e4ude erfolgt vom Hof aus \u00fcber die linke Schmalseite, was eine Fassadenfront mit regelm\u00e4\u00dfig angeordneten Fenstern erm\u00f6glichte. Diese sind in sechs Achsen auf der Fassade verteilt und verleihen ihr eine klare vertikale Gliederung. Eine Betonung erf\u00e4hrt die Fassade durch einen Mittelrisalit, der durch seitliche Pilaster, einen zwei Fensterachsen umfassenden Balkon im Obergeschoss und einen reich verzierten Giebel besonders hervorgehoben ist. Die horizontale Fassadengliederung erfolgt \u00fcber ein profiliertes Gesims \u00fcber dem Erdgeschoss, Sohlbankgesimse sowie unterschiedliche Fensterrahmungen. Die Fenster im Erdgeschoss sind von einem Rundbogen abgeschlossen, der durch Radialsteine geformt wird, die des 1. Obergeschosses sind zus\u00e4tzlich mit einer gesprengten Segmentbogenverdachung versehen, die von Konsolen getragen wird. Die Br\u00fcstungsfelder unter den Fenstern sind leer. Die Fenster des 2. Obergeschosses haben einen geraden Sturz. Im Dach befinden sich achsgerechte Gauben. Die auf der linken Seite gelegene Einfahrt zum Hof war mit einem Torbogen \u00fcberfangen, der nach einem Unfall 1996 besch\u00e4digt und in der Folge abgetragen wurde.<\/p>\n<p><strong>W\u00fcrzburger Stra\u00dfe 38<\/strong><\/p>\n<p>1871 wurde mit der Bebauung des bis dahin unbebauten Grundst\u00fccks durch die Errichtung eines Hintergeb\u00e4udes begonnen. Im Bauplan ist deutlich zu erkennen, dass die W\u00fcrzburger Stra\u00dfe zu dieser Zeit noch ein einfacher Fahrweg mit Fu\u00dfpfad und Graben bzw. Kanal war. Der Baumeister Adam Schneider erwarb das Grundst\u00fcck und plante 1894 den Neubau eines Wohn- und Gesch\u00e4ftshauses mit Ladengesch\u00e4ft, den er traufst\u00e4ndig an der neuen Baulinie errichtete. Der dreigeschossige Mansarddachbau steht in einer geschlossenen Bebauung und wird an beiden Giebelseiten von mehrgeschossigen Wohnh\u00e4usern gerahmt. Der unver\u00e4nderte Erdgeschossbereich ist besonders hervorzuheben, da in Aschaffenburg bei der \u00fcberwiegenden Zahl der Wohn- und Gesch\u00e4ftsh\u00e4user die Ladenzonen im Laufe der Zeit mehrfach modernisiert und dabei erheblich ver\u00e4ndert wurden. Rechts und links befindet sich je eine Eingangst\u00fcr. Die rechte von beiden ist der Eingang zu Haus Nr. 36, die linke f\u00fchrt zu dem in der Mitte des Geb\u00e4udes gelegenen Treppenaufgang. Dazwischen liegt der Laden mit einer T\u00fcr und einem Schaufenster. Die Fenster der dreiachsigen Backsteinfassade sind mit Gew\u00e4nden aus rotem Sandstein abgesetzt, die des 1. Obergeschosses sind mit einem profilierten Sturzgesims, die des 2. Obergeschosses mit Entlastungsb\u00f6gen mit Keilsteinen \u00fcberfangen. Dar\u00fcber verl\u00e4uft eine mehrfach profilierte Traufe. Im Dach sitzt \u00fcber der Mittelachse eine Gaube, die im Bauplan mit einem gekuppelten Fenster gezeichnet ist und wohl bei den Instandsetzungsarbeiten nach dem Krieg mit drei Fenstern ausgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p><strong>W\u00fcrzburger Stra\u00dfe 40\/42<\/strong><\/p>\n<p>1904 lie\u00df sich der Gastwirt Johann Kress einen repr\u00e4sentativen Neubau f\u00fcr seine Gastwirtschaft erbauen. Auf dem Anwesen bestand bereits Mitte des 19. Jh. ein Wirtshaus mit einem Saal, G\u00e4stezimmern und einer Kegelbahn. Der Techniker A. Loy zeichnete einen Plan zu einem Wohn- und Gesch\u00e4ftshaus im reduziert historistischen Stil und wurde damit dem Anspruch der \u00fcbrigen durchaus repr\u00e4sentativen Bebauung an der W\u00fcrzburger Stra\u00dfe gerecht. Der Plan zeigt einen traufst\u00e4ndigen viergeschossigen Satteldachbau mit Risaliten. Das Geb\u00e4ude wurde als Doppelhaus \u00fcber den Grundst\u00fccken Nr. 42 und 40 errichtet. Zwischen beiden verl\u00e4uft eine Brandmauer. Gemeinsam bilden sie aber eine symmetrische Fassadenfront mit je einem Risalit an den \u00e4u\u00dferen Achsen und drei dazwischenliegenden Fensterachsen. In der Mitte befindet sich ein Erker, der von einem Balkon mit eisernem Gel\u00e4nder abgeschlossen wird. Das Geb\u00e4ude ist verputzt, die Fenster sind durch eine Rahmung aus rotem Sandstein materiell und farblich abgesetzt. Die gro\u00dfen \u00d6ffnungen des Erdgeschosses schlie\u00dfen rundbogig ab, die des 1. und 2. Obergeschosses sind mit Blendvorhangb\u00f6gen akzentuiert. Die Verzierung der Fensterrahmungen nimmt mit zunehmender H\u00f6he ab. So haben die Fenster des 3. Obergeschosses nur noch flache Segmentb\u00f6gen. Die Zwerchgiebel der Risalite sind geschweift und schlie\u00dfen halbrund ab. In den Giebeln sitzen gekuppelte Fenster, die in der H\u00f6he abgestuft sind. W\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges wurde das Geb\u00e4ude durch Luftdruck und Granaten schwer besch\u00e4digt. Die Fassade ist erhalten geblieben.<\/p>\n<p><strong>W\u00fcrzburger Stra\u00dfe 45<\/strong><\/p>\n<p>Seit 1807 bestand an der Goldbacher Stra\u00dfe eine Kaserne, in der das k\u00f6niglich bayerische J\u00e4gerregiment stationiert war. Dieses zog 1896 in die neue Kaserne an der W\u00fcrzburger Stra\u00dfe, in der dann das ganze Bataillon mit Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften Platz fand. Die noch jungen Bauunternehmer Franz und Roman Woerner bem\u00fchten sich um den Auftrag zur Errichtung einer neuen Kaserne an der W\u00fcrzburger Stra\u00dfe. Indem sie der Stadt den Bauplatz f\u00fcr die neue Kaserne besorgten, erhielten sie 1894 den Auftrag und nahmen die alte Kaserne an der Goldbacher Stra\u00dfe mit H\u00f6fen und Baugrund als Teilzahlung in den Vertrag mit auf. Die ersten Geb\u00e4ude wurden 1895\/96 an der W\u00fcrzburger Stra\u00dfe errichtet. Im Oktober 1896 bezog das 2. Bayerische J\u00e4gerbataillon die neuen Geb\u00e4ude, die nun den Namen \u201eJ\u00e4gerkaserne\u201c erhielten. Diesen behielt die Kaserne auch noch, nachdem das J\u00e4gerbataillon 1920 aufgel\u00f6st wurde und eine Abteilung der \u201eReichswehr\u201c die Kaserne besetzte. Die einzelnen Geb\u00e4ude wurden hufeisenf\u00f6rmig um einen Exerzierplatz herum errichtet. Das Hauptgeb\u00e4ude steht entlang der W\u00fcrzburger Stra\u00dfe. Der Kasernenhof wurde durch sp\u00e4ter hinzugef\u00fcgte Geb\u00e4ude im Osten geschlossen. Im Laufe der Jahre \u00e4nderte sich der Geb\u00e4udebestand und dehnt sich heute \u00fcber das gesamte umbaute Gel\u00e4nde zwischen Kochstra\u00dfe, Bessenbacher Weg und Flachstra\u00dfe aus. Die \u00e4ltesten Geb\u00e4ude wurden in der damals typischen Bauweise als Massivbauten aus rotem Sandstein und hellen Verblendsteinen errichtet und sind weitgehend urspr\u00fcnglich erhalten. An der W\u00fcrzburger Stra\u00dfe stehen zwei baugleiche viergeschossige Mannschaftsgeb\u00e4ude mit Mittelrisalit, urspr\u00fcnglich mit Ziergiebel, und zwei Seitenfl\u00fcgeln, die an der Fassade risalitartig vorspringen. Zwischen diesen beiden Mannschaftsgeb\u00e4uden befindet sich das Verwaltungsgeb\u00e4ude, ein dreigeschossiger Walmdachbau mit zweigeschossigen Anbauten. Entlang der Flachstra\u00dfe stehen zwei dreigeschossige kleinere Mannschaftsbauten und dazwischen ein langgestreckter Satteldachbau mit gegliederter Fassade. Auf der gegen\u00fcberliegenden Kochstra\u00dfe steht quasi spiegelsymmetrisch ein baugleiches Mannschaftsgeb\u00e4ude und wenige Meter weiter das Kasino. Bemerkenswert sind hier die 1898 von Adalbert Hock geschaffenen Malereien im Speisesaal. Au\u00dferdem gab es Kantinen f\u00fcr Mannschaftsgrade und Unteroffiziere sowie eine Krankenstation mit 20 Betten, in der \u00c4rzte und Krankenpflegerinnen arbeiteten. 1915 errichtete man auf dem Gel\u00e4nde ein weiteres gro\u00dfes Kasernengeb\u00e4ude in den Formen des Jugendstils. Der sehr breit gelagerte, dreigeschossige Satteldachbau hat je einen Eckpavillon und einen sechs Achsen umfassenden Mittelrisalit. Die Kasernengeb\u00e4ude erfuhren im Laufe der Zeit unterschiedliche Nutzungen und dienten Polizeisch\u00fclern, der Deutschen Wehrmacht, UNRRA und US-Streitkr\u00e4ften. Heute sind hier die Unterrichts- und Seminarr\u00e4ume der Fachhochschule der Stadt eingerichtet.<\/p>\n<p><strong>W\u00fcrzburger Stra\u00dfe 48<\/strong><\/p>\n<p>Das dreigeschossige Mehrfamilienwohnhaus entstand im Zusammenhang mit der Bebauung der S\u00fcdseite der W\u00fcrzburger Stra\u00dfe, die die Bauunternehmer Franz und Roman Woerner 1894 f\u00fcr den Bereich der Grundst\u00fccke von Nr. 46 bis 60 planten. Von dieser Planung sind heute noch erhalten: Nr. 48 (linke Fassadeh\u00e4lfte instand gesetzt), Nr. 50 und 52 wurden beim Angriff am 21. Januar 1945 durch Sprengbomben zerst\u00f6rt und nicht wieder aufgebaut, Nr. 54 wurde besch\u00e4digt, besteht aber noch in den bauzeitlichen Formen. Hier ist auch der Vorgarten noch erhalten. Nr. 56 wurde durch einen Volltreffer zur H\u00e4lfte zerst\u00f6rt und im \u00fcbrigen Bereich schwer besch\u00e4digt. Die baugleiche Nr. 58 ist erhalten. Das Doppelwohnhaus wurde als traufst\u00e4ndiger Satteldachbau mit Backsteinfassade und Sandsteinelementen an der neuen Baulinie errichtet. Es wurde zur W\u00fcrzburger Stra\u00dfe hin durch eine Einfriedung aus Sandsteinpfeilern und eisernen Zaunfeldern abgegrenzt. Diese ist z.T. erhalten. Urspr\u00fcnglich war die Fassade auf der rechten Seite mit einem aus Sandsteinquadern gemauerten Risalit mit schlichtem Spitzhelm und auf der linken Seite einem Turmerker mit Welscher Haube versehen. Der Erker sowie die gesamte linke Haush\u00e4lfte wurden durch Sprengbomben am 21. Januar 1945 zerst\u00f6rt und die Fassade in diesem Bereich in vereinfachter Form rekonstruiert. Das Erdgeschoss ist aus werkgerechten Sandsteinquadern, die Obergeschosse sind aus roten Backsteinen errichtet. Dadurch hebt sich der Bau von den \u00fcbrigen, um 1900 entstandenen Geb\u00e4uden in der W\u00fcrzburger Stra\u00dfe ab, denn diese sind zumeist aus gelben Backsteinen mit Gliederungen aus ortstypischem rotem Sandstein aufgef\u00fchrt. Die Fenster im Erdgeschoss sind rundbogig, die der Obergeschosse haben einen geraden Abschluss, wobei das Motiv des Rundbogens bei den Fenstern der Gauben wiederkehrt. W\u00e4hrend die Fassade relativ schlicht gehalten ist, verf\u00fcgt der aus Sandstein gefertigte Risalit auf der rechten Seite \u00fcber zwei bemerkenswerte Balkone: der des 1. Obergeschosses hat eine Sandsteinbr\u00fcstung, der des 2. Obergeschosses wirkt durch sein zierliches Eisengitter wesentlich leichter.<\/p>\n<p><strong>W\u00fcrzburger Stra\u00dfe 54<\/strong><\/p>\n<p>Das dreigeschossige Mietwohnhaus mit roter Backsteinfassade und hellen Sandsteingliederungen ist das letzte in der 1895 von den Br\u00fcdern Franz und Roman Woerner geplanten Geb\u00e4udezeile an der W\u00fcrzburger Stra\u00dfe zwischen Nr. 48 und 54 und weiter bis zur Nr. 62. Die Fassade zur W\u00fcrzburger Stra\u00dfe verf\u00fcgt \u00fcber vier Achsen, wobei die zweite zu einem dreiseitigen Standerker ausgebildet ist. Dieser besteht aus Sandsteinquadern und schlie\u00dft mit einer Haube ab. Das ebenfalls ganz in Sandstein gehaltene Erdgeschoss ist mit rundbogigen Fenstern versehen, die der Obergeschosse sind rechteckig und mit Sandsteingew\u00e4nden gerahmt. Die Seiten- und R\u00fcckfassade sind verputzt. Der Zugang zum Geb\u00e4ude erfolgt \u00fcber den seitlichen Eingang. Vor dem Wohnhaus ist die urspr\u00fcngliche Einfriedung mit Sandsteinpfeilern und gusseisernen Zaunfeldern erhalten, die einen kleinen Vorgarten einfasst.<\/p>\n<p><strong>W\u00fcrzburger Stra\u00dfe 58<\/strong><\/p>\n<p>An der Einm\u00fcndung der Herrleinstra\u00dfe in die W\u00fcrzburger Stra\u00dfe sahen Franz und Roman Woerner in ihrem Projekt je eine zweigeschossige Villa mit einem turmartigen Eckrisalit vor. Von den beiden wie W\u00e4chterh\u00e4uschen wirkenden Geb\u00e4uden ist eines im Zweiten Weltkrieg v\u00f6llig zerst\u00f6rt worden. An dem zweiten wurden durch Luftdruck und Artillerie das Dach, Decken, Zwischenw\u00e4nde sowie Fenster und T\u00fcren besch\u00e4digt, es konnte jedoch erhalten werden. Bis 1985 hat auch die Einfriedung mit Gr\u00fcnstreifen noch bestanden, diese wurde von den damaligen Eigent\u00fcmern des Anwesens an die Stadt abgetreten und zugunsten von PKW-Stellpl\u00e4tzen befestigt. Der villenartige Walmdachbau mit drei zu vier Achsen steht mit seiner Schmalseite zur W\u00fcrzburger Stra\u00dfe. Diese ist zugleich die Hauptfassade und gestalterisch hervorgehoben. Durch den Eckrisalit mit Balkon, einem von S\u00e4ulen getragenen verkr\u00f6pften Gesims, Rundbogen und Mansardwalmdach erh\u00e4lt der Bau \u00c4hnlichkeit mit einem b\u00fcrgerlichen franz\u00f6sischen Palais. Die hellen Sandsteingliederungen heben sich von der Backsteinfassade dekorativ ab. Das Sockelgeschoss ist aus Sandstein, die Eckquaderung, ein umlaufendes, profiliertes Geschossgesims, die Fensterrahmungen und das Traufgesims sind aus Sandstein gefertigt.<\/p>\n<p><strong>W\u00fcrzburger Stra\u00dfe 165 \u2013 (jetzt Gentilstra\u00dfe 2)<\/strong><\/p>\n<p>\u201eGentilburg\u201c. Nachdem der Fabrikant Anton Kilian Gentil (1867\u20131951) bereits in der Lindenallee (1909\/10) und in der Gr\u00fcnewaldstra\u00dfe (1922) nach eigenen Pl\u00e4nen ein Haus errichtet hatte, beantragte er 1932 den Bau eines dritten Hauses f\u00fcr seine Tochter Lies Hacke sowie zur Unterbringung von Kunstobjekten seiner umfangreichen Sammlung. Gentil entwarf ein an eine mittelalterliche Burg erinnerndes vielgliedriges Geb\u00e4ude, welches er auf dem von ihm erworbenen Grundst\u00fcck der bis zu diesem Zeitpunkt an dieser Stelle noch nicht bebauten W\u00fcrzburger Stra\u00dfe errichten wollte. Der Bauplan ist von dem Architekten Benno Baumann unterzeichnet. Das Stadtbauamt verweigerte Anton Gentil zun\u00e4chst die Genehmigung des Bauantrags mit der Begr\u00fcndung, dass die Pl\u00e4ne nicht korrekt w\u00e4ren und \u00fcberdies \u201edie \u00e4u\u00dfere Gestaltung und Formensprache des Bauwerks [\u2026] nicht dem Kunstempfinden der heutigen Zeit\u201c entspr\u00e4chen, weshalb der \u201evorgelegte Plan aus [\u2026] \u00e4sthetischen Gr\u00fcnden [\u2026] nicht bef\u00fcrwortet werden\u201c k\u00f6nne (Bauakten, Schreiben vom 27.10.1932). Gentil reagierte auf diese Ablehnung mit der Erkl\u00e4rung, dass sein \u201ebodenst\u00e4ndiger, fr\u00e4nkischer Baustil [\u2026] immer noch besser in die Landschaft passe, als ein moderner Kastenbau\u201c und er von weiteren Bauabsichten in der Stadt Abstand n\u00e4hme, sollte sein Bauplan nicht anerkannt werden (Bauakten, Schreiben vom 10.11.1932). Daraufhin \u00fcbertrug das Bauamt die Entscheidung dem baupolizeilichen Senat, der den Antrag mit Beschluss vom 25. November 1932 unter Befreiung von \u00a71 Abs. III der Bauordnung (Schaffung einer Baulinie) und der Bitte um Vorlage neuer Baupl\u00e4ne annahm. Dieser Forderung kam Anton Gentil im Januar 1933 nach, ohne jedoch wesentliche \u00c4nderungen vorzunehmen. Die Genehmigung zur Errichtung eines Neubaus an der W\u00fcrzburger Stra\u00dfe erfolgte im Juli 1933. Zwischen 1933 und 1936 wurde schlie\u00dflich die Privatvilla Anton Gentils in den Formen einer romantischen Burg mit Tor, Burgmauer und Bergfried als Aussichtsturm in einem parkartig angelegten Garten errichtet. Das Hauptgeb\u00e4ude ist im Wesentlichen aus zwei Bauk\u00f6rpern zusammengesetzt: einem turmartigen hohen Teil mit steilem Walmdach und einem etwas niedrigeren zweigeschossigen Anbau mit sehr hohem Satteldach. Dieser \u00e4hnelt einem englischen Cottage. Das gesamte Geb\u00e4ude ist aus massivem Mauerwerk errichtet und verputzt. An den Geb\u00e4udekanten des Turms sind steinsichtige Eckquader als bewusstes Gestaltungselement eingef\u00fcgt. Das Obergeschoss des Satteldachbaus ist in Fachwerk mit geraden, eng stehenden St\u00e4ndern ausgef\u00fchrt. \u00c4hnlich wie bei dem sog. Gentilhaus in der Gr\u00fcnewaldstra\u00dfe 20 gibt es im Innern des Geb\u00e4udes eine \u00fcber zwei Geschosse reichende Halle. Au\u00dfer dem Wohnhaus sind in dem Geb\u00e4ude noch die ehem. Holzlege mit Waschk\u00fcche und Garage sowie ein als G\u00e4rtnerwohnhaus errichtetes Nebengeb\u00e4ude untergebracht. Die Einfriedung ist im originalen Zustand erhalten. Das auch als \u201eGentilburg\u201c bezeichnete Geb\u00e4ude kann als Sp\u00e4twerk des noch im sp\u00e4ten Historismus und Jugendstil verhafteten Bauherrn angesehen werden. Er hatte das Geb\u00e4ude bis hin zur Ausstattung geplant und sowohl k\u00fcnstlerisch als auch kunsthandwerklich gestaltet. Anteil an der Ausgestaltung hatten zudem K\u00fcnstler, denen sich Gentil verbunden f\u00fchlte. So kann die Gentilburg als K\u00fcnstlerhaus bezeichnet werden, welches ein sozial- und kulturgeschichtliches Zeugnis privaten Sammelns darstellt.<\/p>\n<p>Quelle:<\/p>\n<p>Ina Gutzeit\/Hauke Kenzler: Kreisfreie Stadt Aschaffenburg. Ensembles, Baudenkm\u00e4ler, Bodendenkm\u00e4ler (Denkm\u00e4ler in Bayern. VI. Unterfranken, 71), M\u00fcnchen 2015, S. 196-203.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die an der Sandkirche beginnende W\u00fcrzburger Stra\u00dfe ist eine Ausfallstra\u00dfe in Verl\u00e4ngerung der Sandgasse. 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