{"id":4022,"date":"2022-03-28T10:47:04","date_gmt":"2022-03-28T08:47:04","guid":{"rendered":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/?p=4022"},"modified":"2022-03-29T08:31:07","modified_gmt":"2022-03-29T06:31:07","slug":"stiftsgasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/stiftsgasse\/","title":{"rendered":"Stiftsgasse"},"content":{"rendered":"<p>Die Stiftsgasse beginnt an der Dalbergstra\u00dfe, an der Stelle, wo diese einst zu einem Marktplatz erweitert war. Sie verl\u00e4uft in einem Bogen auf dem Kamm des Stiftsberges in s\u00fcdwestlicher Richtung und trifft wieder auf die Dalbergstra\u00dfe. Topographisch l\u00e4sst sich die Stiftsgasse auf dem H\u00f6henr\u00fccken oberhalb des L\u00f6hergrabens in zwei Bereiche unterteilen: Der \u00f6stliche Teil zwischen Stiftskirche und der Einm\u00fcndung der Rathausgasse bildet den Stiftsberg. Dieser wird durch einen nat\u00fcrlichen Sattel von der westlichen H\u00e4lfte des H\u00f6henzuges, dem Badberg abgegrenzt. Die Bezeichnung ergab sich aus den hier gelegenen Stiftsh\u00f6fen des ehem. Kollegiatsstifts St. Peter und Alexander. Allerdings wird dieser Stra\u00dfenzug erst seit der Einf\u00fchrung der Hausnummerierung 1881 als Stiftsgasse bezeichnet. Eine \u00fcberlieferte, im Mittelalter \u00fcbliche Bezeichnung lautet \u201eGrafengasse\u201c (Gref(f) engasse), wohl nach den diversen Grafen, die hier ihren Besitz hatten. Im Pfarreienplan von 1809 findet sich die Namensgebung \u201eIm Sack\u201c und im ersten amtlichen Katasterplan von 1845 wird die Stiftsgasse \u201eSackgasse\u201c genannt. Die unregelm\u00e4\u00dfige Bebauung der Gasse ist heute noch gekennzeichnet von den erhaltenen und z.T. nach Kriegsende wieder aufgebauten H\u00f6fen der Stiftsherren. Die Stiftsh\u00f6fe waren Privatbesitz der Kanoniker und wurden per Testament einem anderen Kanonikus \u00fcbereignet. Im Laufe der Zeit gingen alle H\u00f6fe an das Stift \u00fcber. Zur Zeit der S\u00e4kularisation bestanden 27 Stiftsh\u00f6fe. Die \u00e4lteste schriftliche \u00dcberlieferung zu den Stiftsh\u00f6fen als Wohnst\u00e4tten der Stiftsherren datiert aus dem Jahr 1160.<\/p>\n<p><strong>Stiftsgasse 1<\/strong><\/p>\n<p>Das Stiftsgl\u00f6cknerhaus, ein dreigeschossiger schmaler Walmdachbau, wurde unter Verwendung des erst 1728 erneuerten Dachwerks des Vorg\u00e4ngerbaus 1749\/50 neu errichtet. Im Bereich des Stiftsplatzes f\u00e4llt der Bau durch seine repr\u00e4sentative Steinquaderfassade auf. Diese ist in drei Achsen gegliedert. Die Quader des Erdgeschosses sind als Bandrustika gesetzt. Der flache Stichbogen des mittigen Portals wird aus Keilsteinen gebildet. Flankiert wird das Portal von zwei aufrecht stehenden Ovalfenstern mit Vergitterung. Ein im Bereich der Eckpilaster verkr\u00f6pftes Gurtgesims schlie\u00dft das Erdgeschoss ab. Eckpilaster mit ionischen Kapitellen rahmen die beiden Obergeschosse. Die Fenster sind mit Stichbogen und Keilstein abgeschlossen; die des 1. Obergeschosses sind h\u00f6her als die des 2. Obergeschosses. Die Fassade wird im Bereich der Mansarde mit einem Dreiecksgiebel bekr\u00f6nt, in dessen Giebelfeld sich eine Kartusche mit dem Wappen des Stifters, der das Haus f\u00fcr den Stiftsgl\u00f6ckner neu errichten lie\u00df, befindet. Nachdem das Stiftsgl\u00f6cknerhaus w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges vergleichsweise geringe Sch\u00e4den an Fenstern, T\u00fcren und W\u00e4nden durch Luftdruck erfuhr, zeigt es sich heute in weitgehend bauzeitlicher Form und bildet mit seiner fr\u00fchklassizistischen Fassade einen den Platz pr\u00e4genden Bau am Beginn der Stiftsgasse.<\/p>\n<p><strong>Stiftsgasse 5<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem eine Visitation 1765 den bauf\u00e4lligen Zustand des 1317 erstmals erw\u00e4hnten Anwesens feststellte, wurden am 21. Februar 1766 Pl\u00e4ne f\u00fcr einen Neubau vorgelegt und in den folgenden Jahren umgesetzt. Der Stiftspfarrer beantragte 1832, das bisherige Pfarrhaus (Stiftsgasse 12) mit dem Haus \u201eZur Rose\u201c wegen seiner unmittelbaren N\u00e4he zur Kirche zu tauschen. Seitdem dient das Geb\u00e4ude als Wohnsitz des jeweiligen Stiftspfarrers. Im Laufe des 19. Jh. erfolgten diverse Umbauten im Innern des Geb\u00e4udes. 1909 wurde auf der S\u00fcdseite ein Badezimmer angebaut, nachdem 1889 das Anwesen an die st\u00e4dtische Wasserleitung angeschlossen worden war. Am 31. M\u00e4rz 1945 brannte das Geb\u00e4ude nach Artilleriebeschuss v\u00f6llig aus. Der Stiftspfarrhof wurde 1951\/52 unter Verwendung der historischen Keller und der Umfassungsmauern in gleicher \u00e4u\u00dferer Gestalt wieder aufgebaut. Der Innenausbau hingegen erfolgte nach Zeitgeschmack. Der massive Bau erhebt sich zweigeschossig \u00fcber einem niedrigen Sandsteinquadersockel und schlie\u00dft mit einem Mansarddach ab. Die Fassade zur Stiftsgasse ist f\u00fcnf Achsen breit, die mittleren drei springen in Form eines flachen Risalits leicht vor. Zum mittigen Portal f\u00fchrt eine doppell\u00e4ufige Treppe. Die Fenster und das Portal sind mit geohrten Rahmungen versehen. In der Mittelachse ist unter dem Fenster des Obergeschosses eine plastische goldene Rose angebracht. Unter dem Geb\u00e4ude befindet sich ein Gew\u00f6lbekeller mit einem Vorkeller. Diese wurden beim Neubau 1766 vom Vorg\u00e4ngergeb\u00e4ude aus dem 15. Jh. \u00fcbernommen. Die letzte umfangreiche Sanierung des Stiftspfarrhofes fand 2000\/01 statt.<\/p>\n<p><strong>Stiftsgasse 6\/9<\/strong><\/p>\n<p>Bei dem zwischen 1751 und 1756 anstelle von \u00e4lteren Geb\u00e4uden, von denen eines \u201eZur alten M\u00fcnze\u201c genannt wurde, von Stiftskanoniker Georg Wenzeslaus von Hoffmann geplanten und errichteten Dekanatshof handelt es sich um eine Dreifl\u00fcgelanlage um einen gegen die Stiftsgasse durch eine Mauer abgeschlossenen Schmuckhof. Das Hauptgeb\u00e4ude, ein zweigeschossiger Walmdachbau, ist neun Achsen breit. Die Fassade ist verputzt. Rahmungen und Gesimse sind aus rotem Mainsandstein gefertigt. In der Mittelachse befindet sich ein von Pilastern ges\u00e4umtes und von einem Dreiecksgiebel bekr\u00f6ntes Portal, welches \u00fcber vier Stufen erreichbar ist. Unter der mehrfach profilierten Traufe verl\u00e4uft ein Zahnfries. Die Geb\u00e4udekanten sind im Bereich des Obergeschosses mit einer Eckquaderung hervorgehoben. Auf der zum L\u00f6hergraben gerichteten S\u00fcdfassade treten die mittleren drei Achsen in Form eines flachen Risalites leicht vor. Die Fenster hier sind sowohl im Erd- als auch im Obergeschoss rundbogig. Zum Garten f\u00fchrte einst eine doppell\u00e4ufige Treppe. Dar\u00fcber ist im Obergeschoss ein Balkon angebracht. Auf der Nordseite des Geb\u00e4udes sind eingeschossige Fl\u00fcgel mit flachen Walmd\u00e4chern angef\u00fcgt. Zum Hof hin haben die Fl\u00fcgel je vier Achsen mit mittiger Rundbogennische. Die Fl\u00fcgel sind durch eine Mauer miteinander verbunden. Sie ist in je zwei Felder mit Fensterdurchbr\u00fcchen gegliedert, in der Mitte befindet sich ein rundbogiges Portal. Dem Hauptgeb\u00e4ude gegen\u00fcber steht das ehem. Kelterhaus, ein zur Stiftsgasse eingeschossiger und zur Rathausgasse zweigeschossiger Walmdachbau, der die Formen des Portals und der Hofmauer spiegelt. Das Anwesen wurde im Zweiten Weltkrieg durch Luftdruck und Artillerie so schwer besch\u00e4digt, dass vom Hauptgeb\u00e4ude nur die Au\u00dfenmauern stehen blieben. Nach Ende des Krieges konnten die Seitenfl\u00fcgel zun\u00e4chst noch bis 1955 als Notwohnungen und Werkstatt genutzt werden. Das Hauptgeb\u00e4ude jedoch war unbewohnbar. 1969 wurden die noch stehenden Mauerreste einschlie\u00dflich der Keller abgetragen. Witterung hatte im Laufe der vielen Jahre des Leerstandes eine Wiederverwendung unm\u00f6glich gemacht. Zwischen 1970 und 1972 wurde das Geb\u00e4ude rekonstruiert. Beim Wiederaufbau wurden einzelne Bauteile wie Gesimse, Fenstergew\u00e4nde, Portale und Eckquaderungen sowie Inschriftentafeln und -b\u00e4nder in den Neubau integriert. Der in den historischen \u00e4u\u00dferen Formen wieder aufgebaute ehem. Dekanatshof hat durch die bewusste Wahl des Bauplatzes auf dem Sattel zwischen Stifts- und Badberg und seine st\u00e4dtebauliche Wirkung mit dem kleinen Hof zur Stiftsgasse und der Schmuckfassade zum L\u00f6hergraben mit kleinem Garten und Weinberg eine besondere Bedeutung f\u00fcr das Stadtbild. Unter den Stiftskurien in der Stiftsgasse ist er der einzige, der mit einem solch hohen architektonischen Anspruch im Stil des 18. Jh. errichtet wurde.<\/p>\n<p><strong>Stiftsgasse 7<\/strong><\/p>\n<p>Der Stiftshof \u201eZum Einbeck\u201c erhielt seinen Namen von dem in der 2. H\u00e4lfte des 14. Jh. hier wohnenden Kanoniker Johann von Einbeck. Der zuvor wahrscheinlich giebelst\u00e4ndige Bau wurde 1730 zu einem massiven, zweigeschossigen Mansarddachbau ver\u00e4ndert. Zu dem Anwesen geh\u00f6rten diverse Nebengeb\u00e4ude. Nach der S\u00e4kularisation wurde das Kanonikerhaus zun\u00e4chst vermietet, dann verkauft. Eine Buchdruckerei fand hier im 19. Jh. ihr Domizil. 1905 wurden im Nebengeb\u00e4ude Wohnungen eingerichtet. 1917 erfolgte der R\u00fcckkauf des Anwesens durch die Stiftungsverwaltung. Daraufhin wurden im Erdgeschoss des Geb\u00e4udes das Archiv des Stifts und im Obergeschoss Wohnungen eingerichtet. Wie das Nachbargeb\u00e4ude brannte das Haus \u201eZum Einbeck\u201c nach Beschuss im M\u00e4rz 1945 aus und wurde 1947\u201349 in Angleichung an das Haus Nr. 5 unter \u00dcbernahme der alten Umfassungsmauern \u00fcber historischem Gew\u00f6lbekeller wieder aufgebaut. So zeigt sich der Bau heute als zweigeschossiger Mansarddachbau mit direktem Anschluss und in gleicher H\u00f6he wie Haus Nr. 5. Die Fensterformate sind gleich, nur die Ohrungen sind zus\u00e4tzlich im Sturz verkr\u00f6pft. An der Grundst\u00fccksgrenze zu Haus Nr. 9 steht ein pavillonartiges Nebengeb\u00e4ude, das mit dem Hauptgeb\u00e4ude durch ein rundbogiges Einfahrtstor verbunden ist.<\/p>\n<p><strong>Stiftsgasse 8<\/strong><\/p>\n<p>Das st\u00e4dtebaulich bewusst als Platzabschluss an der Stelle, an der die Rathausgasse auf die Stiftsgasse trifft, platzierte Wohnhaus bestand urspr\u00fcnglich aus einem Hauptbau, dessen Giebel direkt auf den Eingang der Stiftskirche gerichtet war und einem an der Nordseite des Hauptbaus angef\u00fcgten Anbau mit Giebel zur Dalbergstra\u00dfe. Das heutige Erscheinungsbild des Walmdachbaus ist das Ergebnis eines Umbaus im 18. Jh. Nach dendrochronologischen Untersuchungen wurde das Haus 1390 unter Verwendung \u00e4lterer H\u00f6lzer oder Integration eines Vorg\u00e4ngerbaus von 1294 errichtet. Dem Gel\u00e4nde entsprechend erhebt sich der Bau auf hohem Kellersockel aus Bruchstein. Die Obergeschosse zur Stifts- und zur Rathausgasse bestehen aus Fachwerk, dessen handwerkliche Ausf\u00fchrung von hoher Qualit\u00e4t zeugt. Es handelt sich um eine Mischform aus St\u00e4nder- und Stockwerksbau. Das Obergeschoss und der Giebel kragen auf Konsolen vor. Die Holzverbindungen sind geblattet. Die \u00fcbrigen Umfassungsw\u00e4nde sind z.T. erneuert und massiv. Alle Fassaden sind verputzt. An der Nordfassade zur Rathausgasse ist ein Erker \u00fcber einem rundbogigen Kellerabgang angef\u00fcgt. Sein dekoratives Fachwerk ist in die Zeit um 1600 zu datieren. Der Eingang zum Geb\u00e4ude befindet sich auf der Seite zur Stiftskirche, leicht erh\u00f6ht, \u00fcber eine Treppe erreichbar. Der Ursprungsbau war von der s\u00fcdlichen Traufseite, der Hofseite, zug\u00e4nglich. Sp\u00e4ter wurde das Geb\u00e4ude um zwei Anbauten erweitert. Der zweigeschossige Fl\u00fcgel zur Stiftsgasse 10 wurde bei der letzten Sanierung durch einen Neubau ersetzt, auch der Anbau zur Rathausgasse 10 wurde weitgehend erneuert.<\/p>\n<p><strong>Stiftsgasse 12<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem das wohl seit dem 13. Jh. bestehende Haus \u201eZum Trappen\u201c (Ersterw\u00e4hnung dieses Namens 1576) bauf\u00e4llig und ruin\u00f6s war, wurde vom Stift 1799 der Neubau beschlossen. Landbaumeister Michael Streiter erhielt 1802 den Auftrag, einen Bauplan zu verfassen, die Bauausf\u00fchrung erfolgte 1803. In den Neubau wurden Bauteile des Vorg\u00e4ngerbaus integriert. So ist ein \u00fcberdachtes, spitzbogiges Hoftor mit gekehltem Gew\u00e4nde und einem Wappen im Scheitel erhalten. Alois Grimm berichtet in seinem \u201eAschaffenburger H\u00e4userbuch\u201c von erhaltenen Konsolsteinen an der Einfriedungsmauer, die wohl auf eine Art Wehrgang hindeuten, der f\u00fcr Stiftsh\u00f6fe \u00fcblich gewesen sei. Das Haus wurde 1832, als der Stiftspfarrer in das der Kirche n\u00e4her gelegene Haus \u201eZur Rose\u201c (Stiftsgasse 5) zog, verkauft. Das Wohnhaus ist zweigeschossig. \u00dcber einem massiven Erdgeschoss folgt ein verputztes Fachwerkobergeschoss. Der Bau schlie\u00dft mit einem Walmdach ab. Die Fassade zur Stiftsgasse hat f\u00fcnf gleichm\u00e4\u00dfige Fensterachsen, in der \u00e4u\u00dfersten linken liegt der Eingang zum Geb\u00e4ude. Dieser ist etwas nach innen gelegt und \u00fcber vier Stufen erreichbar. Die Fenster im Erdgeschoss sind glatt umrahmt, die des Obergeschosses haben keine Rahmung. Auch sonst fehlt der Fassade jegliche Gliederung oder Dekoration. Unter dem Geb\u00e4ude befindet sich ein nicht die gesamte Fl\u00e4che des Hauses einnehmender Keller, der \u00fcber einen Kellerhals vom Hof aus zug\u00e4nglich war.<\/p>\n<p><strong>Stiftsgasse 13<\/strong><\/p>\n<p>Bis 1822 war das Geb\u00e4ude, eine ehem. Stiftskurie, im Eigentum des Stiftes. Anfang des 18. Jh. wurde es als Vikariehaus des Stiftes erw\u00e4hnt. Erbaut wurde das repr\u00e4sentative Fachwerkgiebelhaus laut Bezeichnung im Giebel 1601. Der zur Stiftsgasse giebelst\u00e4ndige Satteldachbau ist zweigeschossig mit massivem Erdgeschoss. Fenster und Eingang sind mit Rahmungen aus rotem Sandstein versehen. Die linke Geb\u00e4udekante ist im Bereich des Erdgeschosses mit einer unregelm\u00e4\u00dfigen Eckquaderung ebenfalls aus rotem Mainsandstein hervorgehoben. Die Fensterrahmung ist mehrfach profiliert und hat am Ablauf Voluten. Der rundbogige Eingang ist mit dekorativem Beschlagwerk versehen. Dar\u00fcber befindet sich ein gekuppeltes Oberlicht. Obergeschoss und Giebel sind aus Sichtfachwerk konstruiert und kragen jeweils leicht vor. Das Eingangsportal liegt leicht nach links ger\u00fcckt. Unter dem Fenster links daneben befindet sich ein rundbogiger Kellerabgang zum Gew\u00f6lbekeller.<\/p>\n<p><strong>Stiftsgasse 15<\/strong><\/p>\n<p>Das ehem. Stiftsvikariatshaus ist dem Haus Nr. 13 sehr \u00e4hnlich. Anfang des 18. Jh. wurde das Geb\u00e4ude erstmals als \u201eVikariehaus\u201c bezeichnet. Dendrochronologische Untersuchungen ergaben eine Bauzeit um 1600\/01 f\u00fcr das zweigeschossige Fachwerkhaus. Im Unterschied zum Nachbargeb\u00e4ude steht der Bau traufst\u00e4ndig in der Stiftsgasse. \u00dcber massivem Erdgeschoss folgt ein leicht auskragendes Sichtfachwerkobergeschoss. Im Erdgeschoss besitzt das Geb\u00e4ude ein dreifach und ein zweifach gekuppeltes Fenster mit karniesprofilierten Sandsteingew\u00e4nden. Der rundbogige Hauszugang mit doppelluchtigem Oberlicht ist \u00fcber eine sechsstufige Au\u00dfentreppe erreichbar. Sein reiches Beschlagwerk wurde nach Kriegssch\u00e4den rekonstruiert. Stilistisch ist er dem von Haus Nr. 13 sehr \u00e4hnlich und stammt m\u00f6glicherweise aus derselben Werkstatt. Die Fenster im Obergeschoss haben \u2013 dem Fachwerk entsprechend \u2013 unregelm\u00e4\u00dfige Abst\u00e4nde. Das Geb\u00e4ude ist mit einem quer zum First stehenden Gew\u00f6lbekeller teilunterkellert. Dieser ist \u00fcber einen separaten Zugang von der Stiftsgasse und \u00fcber eine schmale Treppe vom erh\u00f6hten Erdgeschoss aus zug\u00e4nglich.<\/p>\n<p>Quelle:<\/p>\n<p>Ina Gutzeit\/Hauke Kenzler: Kreisfreie Stadt Aschaffenburg. Ensembles, Baudenkm\u00e4ler, Bodendenkm\u00e4ler (Denkm\u00e4ler in Bayern. VI. Unterfranken, 71), M\u00fcnchen 2015, S. 148-179.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stiftsgasse beginnt an der Dalbergstra\u00dfe, an der Stelle, wo diese einst zu einem Marktplatz erweitert war. 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