{"id":3942,"date":"2022-03-28T13:10:45","date_gmt":"2022-03-28T11:10:45","guid":{"rendered":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/?p=3942"},"modified":"2022-03-28T13:10:45","modified_gmt":"2022-03-28T11:10:45","slug":"karlstrasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/karlstrasse\/","title":{"rendered":"Karlstra\u00dfe"},"content":{"rendered":"<p>Die n\u00f6rdlich der Altstadt gelegene Karlstra\u00dfe kann als Verl\u00e4ngerung der Strickergasse angesehen werden. Sie beginnt an der Erthalstra\u00dfe, verl\u00e4uft am Kapuzinerplatz in einem Bogen und endet an der Stelle, an der die Wei\u00dfenburger Stra\u00dfe in die Hanauer Stra\u00dfe f\u00fchrt. Durch ihren Verlauf war die Stra\u00dfe fr\u00fcher ein Teilst\u00fcck der Fernverbindung von Aschaffenburg \u00fcber Hanau nach Frankfurt am Main. Vor dem Zweiten Weltkrieg standen in der Karlstra\u00dfe verschiedene Herrschaftsh\u00e4user mit G\u00e4rten, die bis an die heutige Friedrichstra\u00dfe reichten, darunter der \u201eKarlshof\u201c. Heute findet man hier eine weitgehend geschlossene Wohnbebauung vor. Seit 1810 ist die Stra\u00dfe nach Carl Theodor von Dalberg (1744\u2013 1817) benannt. Er regierte als letzter Kurf\u00fcrst im Schloss Johannisburg, bis das F\u00fcrstentum Aschaffenburg 1814 an Bayern kam. Da die Stadt Aschaffenburg dem F\u00fcrstprimas sehr viel verdankte, wurden gleich zwei Stra\u00dfen und ein Platz nach ihm benannt. M\u00f6glicherweise wollte man mit der Karlstra\u00dfe eher die Person und mit der Dalbergstra\u00dfe eher das Adelsgeschlecht ehren.<\/p>\n<p><strong>\u00a0Karlstra\u00dfe 1<\/strong><\/p>\n<p>Der Metzgermeister Ignatz Wiesenh\u00f6fer erwarb 1894 das schmale Grundst\u00fcck zwischen Karlstra\u00dfe und Schlossberg, auf dem er sich 1903 ein nur drei Fensterachsen schmales Wohn- und Gesch\u00e4ftshaus von Johann Scheuermann errichten lie\u00df. Das Haus verf\u00fcgt durch ein an der s\u00fcd\u00f6stlichen Grundst\u00fccksgrenze angebautes R\u00fcckgeb\u00e4ude \u00fcber einen tiefen Grundriss. Der dreigeschossige Mansarddachbau weist eine steinsichtige neugotische Fassade aus hellen Sandsteinquadern auf. Im Erdgeschoss ist ein Laden mit zwei Schaufenstern und einem Eingang eingerichtet. Das mittlere Schaufenster ist verbreitert und korbbogenf\u00f6rmig abgeschlossen. In den beiden Obergeschossen ist die mittlere Fensterachse zu einem Erker ausgeformt, der mit einem Balkon f\u00fcr die Mansardwohnung abgeschlossen ist. Ein halbrunder Zwerchgiebel sitzt zwischen zwei Gauben. Das untere Br\u00fcstungsfeld des reich verzierten Erkers tr\u00e4gt die Inschrift: \u201eIgnatz Wiesenh\u00f6fer \/ 1903\u201c, und in dem Br\u00fcstungsfeld zwischen 1. und 2. Obergeschoss stehen die Worte \u201eora et labora\u201c. Die Fenster rechts und links des Erkers haben im 1. Obergeschoss einen profilierten Sturz, im 2. Obergeschoss einen Kielbogen und Blendma\u00dfwerk. Das R\u00fcckgeb\u00e4ude ist ebenfalls unverputzt, jedoch aus wei\u00dfen Ziegelsteinen errichtet. Die Fenster sind mit grauen Sandsteinrahmungen hervorgehoben und sitzen auf einem Sohlbankgesims auf. Der r\u00fcckw\u00e4rtige Eingang zum Grundst\u00fcck ist mit einem Rundbogentor versehen. Obwohl das Wohn- und Gesch\u00e4ftshaus beim Luftangriff auf die Stadt am 29. November 1944 am Dach, an den W\u00e4nden, Decken, T\u00fcren und Fenstern besch\u00e4digt wurde, blieb es weitgehend in bauzeitlichem Zustand erhalten.<\/p>\n<p><strong>Karlstra\u00dfe 2<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem der Gr\u00e4flich Ingelheim\u2019sche Rat David Reuter 1803 das Grundst\u00fcck am Beginn der Karlstra\u00dfe erworben hatte, reichte er den Antrag zum Neubau eines Wohnhauses mit beidseitigen symmetrischen Anbauten bei der Stadt ein. Die Hauptfassade des mehrgeschossigen Geb\u00e4udes war zur Karlstra\u00dfe hin ausgerichtet. Zum Sch\u00f6ntal, der heutigen Erthalstra\u00dfe, sollte das Geb\u00e4ude zun\u00e4chst keine Fenster erhalten, da urspr\u00fcnglich die bauf\u00e4llige kleine St.-Agathakirche abgerissen und die Strickergasse mit der Karlstra\u00dfe durch eine geschlossene Bebauung verbunden werden sollte. Dazu kam es jedoch nicht. Stattdessen wurde der zum Sch\u00f6ntal geh\u00f6rende Bereich zur Erthalstra\u00dfe ausgebaut. 1897 trennte der damalige Besitzer des Anwesens Josef Ernst das Wohnhaus mit Umgriff von dem gro\u00dfen, n\u00f6rdlich des Wohnhauses bis zur heutigen Friedrichstra\u00dfe reichenden Garten ab und verkaufte es an den Gastwirt Georg Gress. Dieser nahm einige bauliche Ver\u00e4nderungen an dem Geb\u00e4ude vor. So wurde 1897 ein Eingang an der Stelle eines Fensters in den rechten Seitenpavillon geschaffen und das vorhandene R\u00fcckgeb\u00e4ude umgebaut. 1899 wurde auch das zuvor abgetrennte Gartengrundst\u00fcck ver\u00e4u\u00dfert und von der Stadtgemeinde zum Neubau des Justizgeb\u00e4udes erworben. Im Zuge dieser Erwerbung erfolgte eine \u00c4nderung der Umfassungsmauern des Grundst\u00fccks. 1906 lie\u00df sich Georg Gress ein \u201eVereinslokal\u201c mit dem Namen \u201eGastwirtschaft zum Erthaler Hof\u201c an der Erthalstra\u00dfe erbauen. Ein Saalanbau kam 1924 hinzu. Ab 1925 war Adam Maier neuer Besitzer des Anwesens und lie\u00df 1927 die Fassade zur Erthalstra\u00dfe hin ver\u00e4ndern und mit einem neuen Eingang versehen. W\u00e4hrend der Angriffe des Zweiten Weltkrieges wurde die Fassade zur Erthalstra\u00dfe zerst\u00f6rt. Wiederaufbaupl\u00e4ne von 1948 zeigen die Aufstockung des rechten Anbaus auf die H\u00f6he des Hauptgeb\u00e4udes. Diese Pl\u00e4ne wurden 1959 realisiert und f\u00fchrten schlie\u00dflich zur Abtrennung des Seitenfl\u00fcgels als eigenst\u00e4ndiges Anwesen mit der Adresse Erthalstra\u00dfe 1 a. Der Entwurf zu dem dreigeschossigen klassizistischen Walmdachbau k\u00f6nnte von Emanuel Joseph von Herigoyen stammen. Der verputzte Fachwerkbau erhebt sich auf massivem Erdgeschoss. Die gleichm\u00e4\u00dfige, sieben Fensterachsen breite Fassade zur Karlstra\u00dfe ist in der Mitte des Erdgeschosses durch ein Portal betont. Das Vorbild f\u00fcr seine Architektur mit von zwei S\u00e4ulen getragenem Architrav und Giebelabschluss findet man am Fr\u00fchst\u00fcckstempel im Schlossgarten. Ein profiliertes Gurtgesims trennt das Erdgeschoss vom Obergeschoss. Die Fenster des 1. Obergeschosses sind mit einer profilierten Rahmung versehen und sitzen auf dem Gesims auf. Das 2. Obergeschoss ist etwas niedriger und die Fenster sind dementsprechend in quadratischem Format ausgef\u00fchrt. Von den beiden seitlichen Fl\u00fcgeln, die das Geb\u00e4ude urspr\u00fcnglich eingeschossig flankierten, ist nur die Fassade des rechten Anbaus erhalten. An dieser Fassade ist nach der Aufstockung des Seitenfl\u00fcgels das von Herigoyen auch an anderen Geb\u00e4uden verwendete Motiv der Serliana erhalten.<\/p>\n<p><strong>Karlstra\u00dfe 5<\/strong><\/p>\n<p>Der 1889 von Architekt Hermann Reichard f\u00fcr Georg Gress geplante Neubau eines dreigeschossigen Wohn- und Gesch\u00e4ftshauses ersetzte das bis dahin an dieser Stelle befindliche zweigeschossige, giebelst\u00e4ndige Satteldachhaus. 1903 wurde im Erdgeschoss ein Laden eingebaut. W\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges entstanden durch Luftdruck und Artillerie Sch\u00e4den am Dach und an der Brandmauer des Hauses. Au\u00dferdem wurden Au\u00dfenw\u00e4nde abgerissen sowie Zwischenw\u00e4nde, Decken, Fenster und T\u00fcren besch\u00e4digt. Das Geb\u00e4ude steht in der geschlossenen Innenstadtbebauung aus heute meist j\u00fcngeren Wohnh\u00e4usern. Die Backsteinfassade des dreigeschossigen Satteldachbaus verf\u00fcgt \u00fcber drei Achsen, von denen die mittlere zu einem flachen Risalit ausgebildet ist, dessen Fenster zu Paaren zusammengefasst sind. In den sonst einachsigen R\u00fccklagen befinden sich im Erdgeschoss unter einem gro\u00dfen Stichbogen mit entsprechendem Entlastungsbogen je zwei gekuppelte stichbogige \u00d6ffnungen mit Sandsteinbr\u00fcstungen. Der Hauseingang liegt in der linken Achse. Die Fenster des 1. Obergeschosses haben gerade Sturzgesimse, die des 2. Obergeschosses sind von Entlastungsb\u00f6gen mit Keilsteinen \u00fcberfangen. Bemerkenswert ist der historistische Ladeneinbau von 1903, f\u00fcr den die mittleren Erdgeschossfenster durch einen pilastergegliederten Eingang mit Schaufenster ersetzt wurden. Der gesamte Verkaufsraum, ehemals ein Milchladen, ist mit historistisch dekorierten Keramikfliesen ausgekleidet. Die glasierten Wandfliesen stammen von der Firma Kurt &amp; B\u00f6ttger aus Frankfurt am Main. Den Boden bedecken Fliesen mit geometrischen Dekors. Er ist ein anschauliches Zeugnis f\u00fcr eine Ladenausstattung der wilhelminischen Epoche. Im Innern des Geb\u00e4udes ist die bauzeitliche wandfeste Ausstattung wie Treppe mit Eisengel\u00e4nder, Dielen und T\u00fcren weitgehend erhalten.<\/p>\n<p><strong>Karlstra\u00dfe 6<\/strong><\/p>\n<p>Ende des 18. Jh. befand sich auf dem Grundst\u00fcck ein kleines Geb\u00e4ude, welches abgerissen wurde, als 1826 der Zimmermeister Franz Hirsch das Grundst\u00fcck erwarb und darauf das heute bestehende Wohnhaus baute. 1842 kaufte Anna Freifrau von Hertling, Witwe von Karl Freiherr von Hertling, das Anwesen und lie\u00df darauf noch im selben Jahr ein neues R\u00fcckgeb\u00e4ude errichten, wof\u00fcr ein alter, bestehender Bau abgebrochen wurde. Sp\u00e4ter verkaufte sie das Anwesen an einen Verwandten. Seit 1920 war der Installateur Martin Bartl Eigent\u00fcmer des Anwesens. Er betrieb ein Installationsgesch\u00e4ft, f\u00fcr das er sich 1924 einen Laden in dem Geb\u00e4ude einrichten lie\u00df. 1944 und 1945 zerst\u00f6rten Sprengbomben und Artillerie die D\u00e4cher sowohl des Haupthauses als auch des Seitengeb\u00e4udes. Au\u00dfen- und Innenw\u00e4nde mit Fenstern und T\u00fcren wurden besch\u00e4digt. Die rechte H\u00e4lfte des Wohnhauses brannte bis auf die Grundmauern aus. 1949\/51 erfolgte die Instandsetzung des Geb\u00e4udes, bei der drei Dachgauben hinzugef\u00fcgt wurden und die stark besch\u00e4digte Attika entfernt wurde. 1953 baute man den Seitenfl\u00fcgel wieder auf. Die letzte Fassadenerneuerung fand 1982 statt. Das Wohnhaus erhebt sich zweigeschossig und traufst\u00e4ndig an der Karlstra\u00dfe. Es wird von einem flachen Satteldach abgeschlossen. Die f\u00fcnfachsige Fassade wird an der rechten und linken Au\u00dfenkante von etwas einger\u00fcckten Lisenen gerahmt und im Bereich der mittleren drei Fenster durch einen leicht hervortretenden Risalit betont. Dieser war urspr\u00fcnglich mit einer Attika bekr\u00f6nt. Im Erdgeschoss befinden sich auf der linken Seite der Eingang zum Geb\u00e4ude und in der Mitte das Ladengesch\u00e4ft sowie zwei Fenster. Die drei mittleren Fenster im Obergeschoss sind als franz\u00f6sische Fenster ausgebildet und mit einem Br\u00fcstungsgitter versehen, die beiden \u00e4u\u00dferen besitzen eine von Konsolen getragene gerade Fensterverdachung. \u00dcber den Obergeschossfenstern verl\u00e4uft ein verkr\u00f6pftes, profiliertes Gurtgesims und unter der reich profilierten Traufe ein Zahnfries. Die Walmdachgauben wurden sp\u00e4ter erg\u00e4nzt. Urspr\u00fcnglich befand sich nur \u00fcber den \u00e4u\u00dfersten Fensterachsen eine kleine Gaube. Das R\u00fcckgeb\u00e4ude von 1842 ist erhalten.<\/p>\n<p><strong>Karlstra\u00dfe 16<\/strong><\/p>\n<p>Gasthof \u201eZum goldenen Ochsen\u201c. Das heute noch bestehende Geb\u00e4ude wurde wohl 1798 von dem Gastwirt Philipp M\u00fcnch anstelle eines zuvor vorhandenen Wirtshauses neu errichtet. Das Anwesen bestand in der 1. H\u00e4lfte des 19. Jh. aus dem Gasthaus mit einem winklig angef\u00fcgten Fl\u00fcgel f\u00fcr G\u00e4stezimmer, Stallungen und einer Scheune. Die Scheune stand an der n\u00f6rdlichen Grundst\u00fccksgrenze direkt an der Stadtmauer, der heutigen Friedrichstra\u00dfe. 1853 lie\u00df sich Adam M\u00fcnch in dem Anwesen einen Tanzsaal errichten. Karl M\u00fcnch \u00fcbernahm 1865 das Gasthaus und nahm 1878 bauliche Ver\u00e4nderungen darin vor. Dabei wurde das Fachwerk der zur Karlstra\u00dfe gerichteten Au\u00dfenfassade im Erdgeschoss durch massives Mauerwerk ersetzt, die Raumaufteilung im Erdgeschoss ge\u00e4ndert und die Eingangst\u00fcr verlegt. Zwei Jahre sp\u00e4ter lie\u00df sich M\u00fcnch einen Keller unter dem Stallgeb\u00e4ude einbauen. 1886 wurde das Schenkb\u00fcffet zur Trinkhalle erweitert und 1891 erfolgte der Bau einer K\u00fcche, als Verbindung zwischen dem Hauptgeb\u00e4ude und den Stallungen. Nach dem Tod von Karl M\u00fcnch 1893 kaufte Alois Schuck das Anwesen von dessen T\u00f6chtern. Wenige Jahre nach dem Erwerb, 1897, lie\u00df Schuck eine defekt gewordene Halle erneuern. 1932 kam es zum Bau einer Waschtrockenhalle, die entlang der Friedrichstra\u00dfe entstand und etwas \u00fcber die festgelegte Baulinie hinausragte. Im Zweiten Weltkrieg wurden das Gasthaus und die Betriebsgeb\u00e4ude stark besch\u00e4digt, aber wieder instand gesetzt. 1951 wurde per Stadtratsbeschluss die Friedrichstra\u00dfe verbreitert und die alte Stadtmauer, in die einige der Geb\u00e4ude des Anwesens integriert waren, entfernt. Somit gingen dem Grundst\u00fcck Karlstra\u00dfe 16 ca. 2,5 m verloren, jedoch wurde die Restfl\u00e4che des ehem. Geb\u00e4udes Karlstra\u00dfe 18 dem Grundst\u00fcck zugeschlagen. Das Grundst\u00fcck Nr. 18 gibt es seither nicht mehr. 1962 wurde auf dem Anwesen ein Hotelgeb\u00e4ude mit Garagen von Architekt Josef B\u00f6hm errichtet und seitdem mehrfach erneuert und erg\u00e4nzt. Zum historischen Bestand geh\u00f6rt das Hauptgeb\u00e4ude mit Fl\u00fcgel entlang der Karlstra\u00dfe. Es entspricht in seinem heutigen Erscheinungsbild dem Plan von 1878, der einen zweigeschossigen Mansarddachbau mit \u00fcberbauter Hofdurchfahrt und zweigeschossigem Fl\u00fcgel zeigt. Der Eingang befindet sich in der Durchfahrt. Das Erdgeschoss ist massiv, das Obergeschoss zeigt einfache Fachwerkformen. Auch die Fenster wurden seit Ende des 19. Jh. nicht wesentlich ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Quelle:<\/p>\n<p>Ina Gutzeit\/Hauke Kenzler: Kreisfreie Stadt Aschaffenburg. Ensembles, Baudenkm\u00e4ler, Bodendenkm\u00e4ler (Denkm\u00e4ler in Bayern. VI. Unterfranken, 71), M\u00fcnchen 2015, S. 78-81.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die n\u00f6rdlich der Altstadt gelegene Karlstra\u00dfe kann als Verl\u00e4ngerung der Strickergasse angesehen werden. 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