{"id":1774,"date":"2021-03-29T08:12:43","date_gmt":"2021-03-29T06:12:43","guid":{"rendered":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/?p=1774"},"modified":"2022-01-19T22:17:08","modified_gmt":"2022-01-19T21:17:08","slug":"der-st-johannis-zweigverein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/der-st-johannis-zweigverein\/","title":{"rendered":"Der St. Johannis-Zweigverein"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Vorgeschichte<\/strong><\/p>\n<p>Im Jahr 1853 gr\u00fcndete der bayerische K\u00f6nig Maximilian II. einen \u201eCentralverein des K\u00f6nigreichs f\u00fcr wohlt\u00e4tige Zwecke\u201c mit dem Namen St. Johannisverein. Der organisatorische Ausbau erfolgte mit regionalen Zweigvereinen. Damit wurde ein neues Instrument zur Bek\u00e4mpfung von Not und Armut geschaffen.<br \/>\nDer Verein lebte aus der privaten Initiative, der freiwilligen Arbeit seiner Mitglieder und praktizierter Hilfe zur Selbsthilfe. Der Staat unterst\u00fctzte die Johanniszweigvereine nur ideell. Die Vereine waren aber eng in die staatstragenden christlich-katholischen Kreise eingebunden. Ihre Aufgabe war insbesondere: die Errichtung von Kinderg\u00e4rten, Waisenh\u00e4usern, die Erteilung von Hauswirtschaftsunterricht sowie die ambulante Krankenpflege.<\/p>\n<p><strong>Der Schweinheimer Zweigverein<\/strong><\/p>\n<p>Die Gr\u00fcndung des St. Johannis-Zweigvereins der damals noch selbst\u00e4ndigen Gemeinde Schweinheim erfolgte erst am 28.12.1928 durch Pfarrer Karl Umenhof, die Eintragung ins Vereinsregister war am 8.2.1929. Er \u00fcbernahm die Aufgaben des 1898 gegr\u00fcndeten Vereins f\u00fcr Krankenpflege in Schweinheim, weil dieser Verein in der Kriegs- und Nachkriegszeit in Schwierigkeiten gekommen war. Den Krankenpflegedienst leisteten weiterhin die Schwestern des Ordens der Schwestern des Erl\u00f6sers aus W\u00fcrzburg. Der neue Verein \u00fcbernahm auch das Schwesternwohnhaus in der Freundstra\u00dfe 2 mit einer Ambulanz im Kellergeschoss. Das Haus hatte 1901 der katholische Ortspfarrer Georg Schweinfest als privates Geb\u00e4ude f\u00fcr den Nutzungszweck als Schwesternhaus errichtet. Er schenkte es 1917 dem Krankenpflegeverein, gleichzeitig \u00fcbernahm die politische Gemeinde die Baulast. (Bild 1 und 2)<\/p>\n<p>Der Dienst der Kinderbetreuung war dem Orden der <a href=\"https:\/\/aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de\/149-jahre-arme-schulschwestern-in-schweinheim\/\">&#8222;Armen Schulschwestern&#8220;<\/a> \u00fcbertragen worden. Sie wohnten mit den Krankenschwestern im M\u00e4dchenschulhaus der politischen Gemeinde.<br \/>\nZus\u00e4tzlich zur Krankenpflege \u00fcbertrug bereits im April 1929 die politische Gemeinde Schweinheim den neuen Verein den Betrieb des seit 1892 von ihr betriebenen Kindergartens und Handarbeitssaals. Beide Einrichtungen waren bis zur Verlagerung des Kindergartens in der Aschaffenburger Stra\u00dfe 19 (heute Schweinheimer Stra\u00dfe) gemeinsam im Schulhaus in der Aschaffenburger Stra\u00dfe 15 untergebracht.<\/p>\n<p><strong>Die Vereinst\u00e4tigkeit bis zum Ende des 2. Weltkriegs (Bild 3)<\/strong><\/p>\n<p>Zum Jahresende 1929 \u00fcbernahm der St. Johannis-Zweigverein Schweinheim die organisatorische Arbeit der von der Pfarrei eingef\u00fchrten Schulspeisung. 1938 mussten alle Ordensschwestern auf Grund der politischen Verh\u00e4ltnisse ihre Wohnung im M\u00e4dchenschulgeb\u00e4ude verlassen. Die Pfarrei brachte sie im Geb\u00e4ude in der Bergstra\u00dfe 24 unter. Dieses Geb\u00e4ude hatte Pfarrer Umenhof vorausschauend als Priesteralterswohnung erworben und sp\u00e4ter der Kirchenstiftung Maria Geburt \u00fcberlassen.<br \/>\nDer von den Schwestern geleitete Kindergarten des Vereins musste im Oktober 1942 wegen eines fehlenden Schutzraums geschlossen werden. Die bauliche Anpassung an die Kriegsbedingungen waren unterblieben, da sich die vom NS-Regime beherrschte Stadt Aschaffenburg nicht mehr an die bis zur Eingemeindung 1939 von der Gemeinde Schweinheim geleistete Baulast f\u00fcr das Kindergartengeb\u00e4ude gebunden f\u00fchlte. Ein Bombenangriff im November 1944 und der Artilleriebeschuss 1945 f\u00fchrten am Kindergartengeb\u00e4ude zu schweren Sch\u00e4den. Sie wurden nach Kriegsende nicht durch die Stadt Aschaffenburg, sondern von der Pfarrei Maria Geburt rasch notd\u00fcrftig behoben. Bereits kurz vor Weihnachten 1945 konnte daher der Kindergartenbetrieb mit 140 Kindern wieder beginnen.<\/p>\n<p><strong>Die Arbeit des Vereins nach 1945<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kinderbetreuung<\/strong><\/p>\n<p>Die schnelle Notl\u00f6sung der Kinderbetreuung hatte ein langes Provisorium zur Folge. Die Stadt Aschaffenburg lehnte es n\u00e4mlich ab, in das besch\u00e4digte Geb\u00e4ude an der Aschaffenburger Stra\u00dfe zu investieren. Man bat daher Pfarrer Umenhof als 1. Vorsitzenden ein geeignetes Baugrundst\u00fcck f\u00fcr einen Neubau zu suchen. Nach langer Vorbereitungszeit mit vielen Beteiligten, konnte schlie\u00dflich an der Gutwerkstra\u00dfe auf einem 1932 von der Kirchenstiftung Maria Geburt erworbenen Grundst\u00fcck ein neuer Kindergarten errichtet werden. Am 14.12.1952 konnte der damals \u201esch\u00f6nste Kindergarten der Stadt\u201c, wie das &#8222;Main-Echo&#8220; schrieb, dem St. Johannis-Zweigverein \u00fcbergeben werden. 230 Kinder wurden damals dort betreut. Der neue Kindergarten war auch gleichzeitig die Ordensniederlassung der \u201eArmen Schulschwestern\u201c, die jetzt dort auch wohnten.<br \/>\nIn dem zweigeschossigen Geb\u00e4ude war im Erdgeschoss der Kindergarten und die Hauskapelle f\u00fcr den aus 12 Schwestern bestehenden Konvent. Die Schwestern wohnten im Obergeschoss. Dort befand sich auch eine privat betriebene N\u00e4hschule. Nach einer umfangreichen Erneuerung des Geb\u00e4udes im Jahr 1988, unterst\u00fctzt von der Stadt Aschaffenburg und dem Freistaat Bayern, erhielt der Kindergarten an der Gutwerkstra\u00dfe den Namen Theresienkindergarten, benannt nach der Ordensgr\u00fcnderin der dort t\u00e4tigen Schwester Theresia Gerhardinger. Bereits wenige Jahre sp\u00e4ter war eine Generalsanierung des Theresienkindergartens erforderlich. Sie dauerte bis Oktober 1996 und kostete ca. 1 600 000,- DM. Der Verein brachte davon ca.15% selbst auf, musste dazu allerdings ein Darlehen aufnehmen. Nach der Sanierung verf\u00fcgte der Kindergarten \u00fcber vier Gruppen und eine Tagesst\u00e4tte. Im Laufe des Jahres 2007 wurde aus dem Theresienkindergarten das \u201eHaus f\u00fcr Kinder Maria Geburt\u201c. Es bestand aus einem 4-gruppigen Kindergarten, einer privat betriebenen Kinderkrippe und einem Hort f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der nahegelegenen Pestalozzi-Grundschule. (Bild 4)<\/p>\n<p>Anfang der 1970er-Jahre befasste sich die Pfarrei Maria Geburt mit dem Neubau eines Pfarrzentrums. Es wurde schnell klar, dass trotz reduziertem Bauvolumen und einem Zuschuss von Di\u00f6zese und Staat, die Pfarrei den Neubau eines Gemeindezentrums nicht finanzieren konnte. Erich Auerbach, damals Vorsitzender des Bauausschusses und stellvertretender Vorsitzender des Gemeinderats, hatte daher die Idee im \u201eDorf\u201c einen neuen Kindergarten zu errichten um damit weitere Zusch\u00fcsse der Kommune erhalten zu k\u00f6nnen. Dies war die Geburtsstunde des damaligen Marienkindergartens, heute &#8222;Haus f\u00fcr Kinder Sankt Franziskus&#8220;. Der Kindergarten er\u00f6ffnete im September 1973 mit zwei Gruppen, erste Leiterin wurde Hiltrud Els\u00e4sser. Der St. Johannis-Zweigverein \u00fcbernahm von Anfang an die Tr\u00e4gerschaft des neu eingerichteten Kindergartens.<\/p>\n<p>Ab Anfang der 1980er Jahre h\u00e4uften sich die Klagen \u00fcber fehlende Kindergartenpl\u00e4tze in Schweinheim. Zun\u00e4chst wurde im Kindergarten im Gemeindezentrum eine weitere Gruppe eingerichtet. Im Fr\u00fchjahr 1988 erhielt auch der Kindergarten Gutwerkstra\u00dfe eine vierte Gruppe.<\/p>\n<p>Den an den Verein herangetragenen Wunsch, die Tr\u00e4gerschaft f\u00fcr einen weiteren, dritten Kindergarten in Schweinheim zu \u00fcbernehmen, lehnte der Verein 1991 endg\u00fcltig ab. (Bild 5)<\/p>\n<p><strong>Handarbeitsschule <\/strong><\/p>\n<p>Gleichzeitig mit dem Kindergarten konnte 1945 in verkleinerter Form auch der Handarbeitsunterricht wieder aufgenommen werden. Wegen der Geb\u00e4udesch\u00e4den mussten f\u00fcr seine Ausweitung 1948 bis zum Bezug des neuen Kindergartens 1952 zwei Handarbeitsr\u00e4ume im Pfarrhaus eingerichtet werden. 1988 wurde der Handarbeitsunterricht endg\u00fcltig eingestellt und die freiwerdenden R\u00e4umlichkeiten dem Kindergarten zugeschlagen.<\/p>\n<p><strong>Krankenpflege<\/strong><\/p>\n<p>Auch nach 1945 blieb der St. Johannis-Zweigverein f\u00fcr die Krankenpflege im Stadtteil Schweinheim zust\u00e4ndig. Die Krankenstation in der Freundstra\u00dfe war ab Juli 1948 wieder funktionsf\u00e4hig. Die Vereinbarung mit den Schwestern des Erl\u00f6sers, die noch aus der Gr\u00fcndungsphase der Krankenpflege stammte, wurde 1958 vollst\u00e4ndig \u00fcberarbeitet. Der Verein \u00fcbernahm jetzt alle Kosten der Schwesternwohnung und des Krankenpflegebetriebs. Au\u00dferdem bezahlte er die Schwestern f\u00fcr ihre Dienste und \u00fcbernahm auch Beitr\u00e4ge zu deren Altersversorgung. Er konnte den Schwestern aber keine Anweisungen erteilen. Der Finanzbedarf f\u00fcr die Krankenschwestern wurde mit den Mitgliedsbeitr\u00e4gen des St. Johannis Zweig-Vereins finanziert. Jeden Monat besuchten Sammler des Vereins die Mitglieder und sammelten das sogenannte \u201eKrankenschwesterngeld\u201c ein.<br \/>\nDie Schwesternstation wurde im November 1972 mit der Gr\u00fcndung der Sozialstation aufgegeben. Standort der neuen Sozialstation wurde die Marienstra\u00dfe 10. Damit endete auch die selbst\u00e4ndige Arbeit des St. Johannis-Zweigvereins als Tr\u00e4ger der ambulanten Krankenpflege. Sie wurde Bestandteil der 1978 gegr\u00fcndeten und vom Verein mitgetragenen Caritas-Sozialstation als Dachorganisation der gesamten ambulanten Krankenpflege.<\/p>\n<p><strong>Seniorenarbeit<\/strong><\/p>\n<p>Mit dem Erl\u00f6s des Verkaufs des Schwesternhauses in der Freundstra\u00dfe erwarb der Verein ein Grundst\u00fcck an der Hensbachstra\u00dfe, um dort eine Altenwohnst\u00e4tte mit Pflege zu errichten. Dieses weitreichende Projekt scheiterte jedoch an der Finanzierung.<\/p>\n<p>Unmittelbare Seniorenarbeit leistet der Verein seit 2007 mit der Tr\u00e4gerschaft f\u00fcr das &#8222;Schweinheimer Mittagessen&#8220; in den Gemeindezentren Maria Geburt und St. Gertrud.<\/p>\n<p><strong>Die kontinuierliche Anpassung der Vereinsstrukturen<\/strong><\/p>\n<p>Erforderlich war nach dem Zweiten Weltkrieg auch eine neue Satzung, da bis dahin der 2. Vorsitzende des Vereins der B\u00fcrgermeister von Schweinheim sein musste. 1. Vorsitzender war immer der Pfarrer von Maria Geburt. Die neue Satzung wurde im Oktober 1954 eingef\u00fchrt. 2. Vorsitzender wurde Friedel Elbert. Er und alle anderen Vorstandsmitglieder behielten ihre \u00c4mter bis Dezember 1963. Nach dessen Tod \u00fcbernahm Karl B\u00fcttner das Amt des 2. Vorsitzenden. Ihm folgte in diesem Amt Karl Eser bis 1985. 1976, nach Einf\u00fchrung der Caritas-Sozialstation, erfolgte eine weitere Satzungs\u00e4nderung zur Anpassung an die aktuelle Rechtslage. Seit 1978 ist der Verein mit all seinen Aktivit\u00e4ten in den Di\u00f6zesancaritasverband eingebunden. Auf Karl Eser folgten Franz Schneider und ab 1988 Willi Staudt. 1991 \u00fcbernahm Herrmann Helfmann das Amt des 2. Vorsitzenden und blieb es bis 1994. Nach einer erneuten Satzungs\u00e4nderung wurde er 1994 zum ersten Vorsitzenden gew\u00e4hlt. Der Verein hatte zu diesem Zeitpunkt 545 Mitglieder. Auf Ihn folgten Markus Krauth und Thomas Regula. Zum derzeitigen Vorstand geh\u00f6ren: Bernd Ke\u00dfler als 1. Vorsitzender, Thorsten Gerhus als Stellvertreter, Heiko Schulz als Kassierer, Klaus Gast als Schriftf\u00fchrer und die Beisitzer Holger Staab, Rainer Deuerling und Harald Wientgens.<\/p>\n<p>In der Mitgliederversammlung 2009 wurde die Vereinssatzung erneut den ver\u00e4nderten Vereinsaufgaben angepasst. Neben den caritativen Aufgaben und dem Bildungsauftrag, ist nun auch ausdr\u00fccklich die Seniorenarbeit als Aufgabe des Vereins genannt. Au\u00dferdem wurde zur Unterst\u00fctzung des Vorstands ein Beirat eingef\u00fchrt, um die verschiedenen T\u00e4tigkeitsfelder des Vereins besser miteinander zu vernetzen.<\/p>\n<p><strong>Die Orden ziehen sich aus der Arbeit des Vereins zur\u00fcck<\/strong><\/p>\n<p>Zu Beginn der 1970er Jahre begannen sich die beiden f\u00fcr den Verein t\u00e4tigen Orden wegen Personalmangels allm\u00e4hlich aus der Arbeit zur\u00fcckzuziehen. Der erste Schritt war 1978 die Gr\u00fcndung der Sozialstation und die Zusammenlegung der ambulanten Krankenpflege mit der Krankenpflegestation in Aschaffenburg und damit der Aufl\u00f6sung der Schwesternwohnungen in der Freundstra\u00dfe. Eine kleine Ambulanz blieb jedoch dort bis etwa 1980 bestehen.<\/p>\n<p>Das Geb\u00e4ude in der Freundstra\u00dfe 2 wurde zun\u00e4chst ab Dezember 1980 bis Dezember 1993 an die Lebenshilfe Schmerlenbach als Wohnheim f\u00fcr Behinderte vermietet. 1993 wurde das Geb\u00e4ude schlie\u00dflich an die Lebenshilfe verkauft.<\/p>\n<p>Im Juli 1999 gab auch der Orden der &#8222;Armen Schulschwestern&#8220; die Leitung des Theresienkindergartens ab. 2003 erfolgte die Aufl\u00f6sung des Konvents in der Gutwerkstra\u00dfe. Damit endete die fast 70 Jahre w\u00e4hrende Zusammenarbeit des Vereins mit dem Frauenorden.<\/p>\n<p><strong>Der Verein im 21. Jahrhundert<\/strong><\/p>\n<p>Bereits im Jahr 2002 entstand mit Unterst\u00fctzung des St. Johannis-Zweigvereins die \u201eGemeinschafts-Initiative Schweinheim (GIS)&#8220; als neue Form der caritativen Arbeit im Stadtteil Schweinheim. Aufgabe der Initiative sind soziale Dienste verschiedenster Art, die von Ehrenamtlichen im Sinne aktiver \u201eNachbarschaftshilfe\u201c erbracht werden.<\/p>\n<p>Seit Oktober 2007 ist der Verein Tr\u00e4ger des \u201eSchweinheimer Mittagessens\u201c, das von Ehrenamtlichen organisiert im 14-t\u00e4gigen Wechsel angeboten wird und allen Generationen und sozialen Schichten offensteht. Das Projekt startete im Gemeindezentrum Maria Geburt, wurde nach dessen Abbruch und Neubau aber ins Gemeindezentrum St. Gertrud verlegt. Die Initiatorin Frau Christa Schneider erhielt f\u00fcr ihre Idee und Initiative 2008 den Schweinheimer Innovativpreis.<\/p>\n<p>Die Aufgabe der Krankenpflege als Vereinsaktivit\u00e4t in den 1970er Jahren, f\u00fchrte bald zu \u00dcberlegungen die Seniorenarbeit des Vereins auszubauen. Hierzu wurde bereits im Jahr 1994 die Liegenschaft in der Hensbachstra\u00dfe 4 teilweise erworben, um an diesem Standort langfristig auch die Schweinheimer Sozialstation anzusiedeln. Mit dem Einzug der Sozialstation in das \u00c4rztehaus an der Molkenbornstra\u00dfe, mussten diese Vorstellungen aber aufgegeben werden und es galt ein neues Konzept zur sinnvollen Nutzung des Grundst\u00fccks an der Hensbachstra\u00dfe zu entwickeln. Sie f\u00fchrten zu einer Kooperation mit der Stadtbau Aschaffenburg.<br \/>\nIm Laufe des Jahres 2009 entstand daher an der Hensbachstra\u00dfe ein weitgehend behindertengerechtes und f\u00fcr damalige Verh\u00e4ltnisse sehr energiesparendes neues Wohngeb\u00e4ude. Bauherrin ist die Stadtbau Aschaffenburg, die vom St. Johannis-Zweigverein den Grund und Boden in Erbpacht erhalten hat. Ein besonderes Belegungsrecht erm\u00f6glicht dem Verein seinen Mitgliedern im neuen Geb\u00e4ude Wohnungen zu g\u00fcnstigen Mieten anbieten zu k\u00f6nnen. Ein Angebot, das in besonderem Ma\u00dfe f\u00fcr die Senioren unter den Vereinsmitgliedern gedacht ist und somit diesen Zweig der Vereinsarbeit ausweitet. Die ersten Wohnungen wurden im Fr\u00fchjahr 2010 bezogen. (Bild 6)<\/p>\n<p>Der Verein stellte sich den demographischen Ver\u00e4nderungen aber nicht nur im Wohnungsbau, sondern sah es auch als seine Aufgabe an, das Betreuungs- und Pflegeangebot im Stadtteil zu verbessern. In einem ersten Schritt wurden in Kooperation mit \u00c4rzten Informationstage zum Thema Demenz angeboten. Dann ergab sich die M\u00f6glichkeit mit dem Projekt \u201eLichtblicke\u201c konkret in die ambulante Pflege einzusteigen. Seit Juli 2016 wurde, bis zum Ausbruch der Coronapandemie, einmal pro Woche ein mit den Krankenkassen abrechnungsf\u00e4higer Betreuungsnachmittag f\u00fcr Menschen mit Demenz oder andere Pflegebed\u00fcrftige zur Entlastung der Angeh\u00f6rigen angeboten. Die Gesamtleitung hatte die Seniorenbeauftragte des Vereins Christa Scheider. Ihr zur Seite standen professionelle Kr\u00e4fte aus Pflege- und Betreuungsberufen. Bis zur Unterbrechung nahmen regelm\u00e4\u00dfig etwa 15 Personen an den Nachmittagen teil.<\/p>\n<p>Eine besondere Verantwortung fiel dem St. Johannis &#8211; Zweigverein Schweinheim mit dem Auszug der letzten Schwestern aus dem Haus Gutwerkstra\u00dfe 61 zu. Die Hauskapelle der Nonnen war nun funktionslos geworden. Im Jahre 2006 beschloss daher der Vorstand die leerstehende Hauskapelle durch den K\u00fcnstler Leo Zogmeyer zu einer Kinderkapelle umgestalten zu lassen. Im Februar 2009 konnten die Arbeiten abgeschlossen werden und die \u201eTheresienkapelle\u201c, wie sie in Erinnerung an die Ordensgr\u00fcnderin der \u201eArmen Schulschwestern\u201c genannt wird, ihrer Bestimmung \u00fcbergeben werden. Ein heller, freundlicher und warmer Raum steht nun den Kinderbetreuungseinrichtungen des Vereins f\u00fcr ihre Arbeit zur Verf\u00fcgung. Er wird regelm\u00e4\u00dfig und intensiv mit den Kindern genutzt, um ihnen religi\u00f6se und spirituelle Erfahrungen zu vermitteln. Die Kinderkapelle ist ein Angebot, das es in dieser Form in weitem Umkreis von Aschaffenburg sonst nicht gibt. (Bild 7)<\/p>\n<p>Bei allem Bem\u00fchen um zeitgem\u00e4\u00dfe Strukturen und Aufgabenschwerpunkte, versteht sich der Verein mit seiner \u00fcber 90-j\u00e4hrigen Geschichte auch als Wahrer der Erinnerung. Aus diesem Grund wurde daher am letzten Konventgeb\u00e4ude der \u201eArmen Schulschwestern\u201c in Schweinheim an der Gutwerkstra\u00dfe im Jahr 2010 ein Gedenkstein errichtet. Der Entwurf entstand im Rahmen eines Wettbewerbs unter den Meistersch\u00fclern der Aschaffenburger Steinmetzschule im Jahr 2009. 15 angehende Steinmetzmeister hatten sich beteiligt. Die Jury empfahl einstimmig den Entwurf von Marco Prilla-Rehain zu realisieren. Seit Oktober 2009 erinnert nun eine zwei Meter hohe, schlanke Stehle aus grauem Naturstein an das segensreiche Wirken der Schwestern. Eine Glasintarsie mit einem Spruch von Theresia Eberhardinger setzt f\u00fcr den sorgf\u00e4ltigen Betrachter einen besonderen, je nach Tageslicht sehr unterschiedlichen Akzent. Das Erinnerungszeichen steht in der Tradition der Feld- oder Wegekreuze und Bildst\u00f6cke. Auch sie haben den Anspruch, Ereignisse und Begebenheiten im kollektiven Bewusstsein zu bewahren. (Bild 8)<\/p>\n<p>Im Jahr 2012 entschloss sich der Vorstand ein neues professionell gestaltetes Vereinslogo einzuf\u00fchren, denn die \u00f6ffentliche Wahrnehmung des Vereins mit seinen damals knapp 300 Mitgliedern als eigenst\u00e4ndige Institution war vergleichsweise gering. Viele Schweinheimerinnen und Schweinheimer, die meistens in jungen Jahren selbst die Kinderg\u00e4rten des Vereins besucht haben, w\u00fcrden erst merken, was in Schweinheim fehlt, wenn es den Verein nicht mehr g\u00e4be. Die Einrichtungen des Vereins sind \u00fcber die Jahrzehnte einfach selbstverst\u00e4ndlich geworden, ohne dass man fragt, wer daf\u00fcr Verantwortung tr\u00e4gt. (Bild 9)<\/p>\n<p>Der Entwurf stammte von der Aschaffenburger Grafikerin Christiane Holtzwart. In dem Logo soll die generationen\u00fcbergreifende Arbeit des Vereins zum Ausdruck kommen: Kinder und Erwachsene, Jung und Alt \u2013 Hand in Hand. Ein Anspruch, der gerade in Zeiten eines demographischen Wandels von h\u00f6chster Aktualit\u00e4t ist.<\/p>\n<p>Im Jahr 2011 kam der neue Leiter des Kirchenchors Maria Geburt mit dem Vorschlag auf den Verein zu, in Schweinheim eine \u201eSingschule\u201c f\u00fcr Kinder zur F\u00f6rderung der musischen Bildung aufzubauen. Der Vorstand und die Leitung des Hauses f\u00fcr Kinder Maria Geburt griffen die Idee gerne auf, und man schloss im Dezember 2011 eine entsprechende Vereinbarung. Das Projekt wurde aber, trotz verschiedener konzeptioneller Anpassungen, kein Erfolg und wurde 2019 endg\u00fcltig aufgegeben.<\/p>\n<p>Bereits im Jahr 1972 bezog das heutige Haus f\u00fcr Kinder St. Franziskus das Erdgeschoss des Neubaus des damaligen Pfarrzentrums der Gemeinde Maria Geburt. F\u00fcr die Einrichtung b\u00fcrgerte sich der Name Marienkindergarten ein. Als sich nach etlichen Jahren die Diskussion abzeichnete, dass dieses Geb\u00e4ude nicht zu sanieren war, entschlossen sich die Verantwortlichen des Vereins, sich erneut an einem Neubau des Gemeindezentrums zu beteiligen und aus dem Marienkindergarten ein Haus f\u00fcr Kinder mit Krippe, Kindergarten und Hort zu machen. Daf\u00fcr brachte der Verein \u00fcber 200 000 \u20ac aus Eigenmitteln auf. In Verbindung mit den staatlichen Zusch\u00fcssen f\u00fcr Kinderbetreuungseinrichtungen finanzierte er damit nahezu 50% der Baukosten des heutigen Gemeindehauses Maria Geburt. Die neuen R\u00e4ume f\u00fcr Kindergarten und Krippe entstanden im Erdgescho\u00df, barrierefrei von der Marienstra\u00dfe zu erreichen. Die Hortr\u00e4ume mussten im 1.Obergeschoss untergebracht werden. Sie wurden von der Stadt Aschaffenburg bei der Kirchenstiftung angemietet und dem Verein 10 Jahre kostenfrei zur Nutzung \u00fcberlassen. Nach dem Abbruch des Pfarrzentrums im Fr\u00fchjahr 2012, war der Kindergarten f\u00fcr etwa zwei Jahre in einem Containerprovisorium auf dem Gel\u00e4nde des TV Schweinheim am Sportweg untergebracht. Die Inbetriebnahme der R\u00e4ume erfolgte im Fr\u00fchjahr 2014, das Freigel\u00e4nde war im Sp\u00e4tsommer 2014 verf\u00fcgbar und wurde seit damals mehrfach weiter ausgebaut.<br \/>\nZur Finanzierung seines Kostenanteils initiierte der Verein eine Reihe von Sponsoringaktivit\u00e4ten. Dazu geh\u00f6rte ein Benefizkonzert in der \u201eAlten Turnhalle\u201c mit der Schweinheimer Traditionsgruppe \u201eHoneyground\u201c, ein \u201eSchweinheimer Kunstkalender\u201c als Jahreskalender mit Werken von 13 Schweinheimer K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern und die Versteigerung von Zeichnungen von Walther Diehm, die den Entstehungsprozess des neuen Gemeindehauses dokumentieren. (Bild 10)<\/p>\n<p>Mit dem Einzug in den Neubau vertiefte das neue Haus f\u00fcr Kinder auch seinen p\u00e4dagogischen Arbeitsansatz nach der Reggio-P\u00e4dagogik, denn die neuen R\u00e4ume boten nun hierf\u00fcr die entsprechenden Voraussetzungen. Au\u00dferdem erhielt die Einrichtung den Namen Haus f\u00fcr Kinder St. Franziskus, denn es sollten mit dieser Namensgebung Irritationen verhindert werden zwischen dem bestehenden und eingef\u00fchrten Namen Haus f\u00fcr Kinder Maria Geburt (an der Gutwerkstra\u00dfe), dem neuen Namen Gemeindehaus Maria Geburt und dem dort integrierten Haus f\u00fcr Kinder St. Franziskus.<\/p>\n<p>Nach der endg\u00fcltigen Fertigstellung des Hauses f\u00fcr Kinder St. Franziskus widmete man sich wieder der Entwicklung des Stammhauses aller Einrichtungen, dem Haus f\u00fcr Kinder Maria Geburt. Als erstes wurde die Entwicklung und konzeptionelle Erweiterung zu einem Familienst\u00fctzpunkt angegangen. Die Gespr\u00e4che dar\u00fcber mit der Stadtverwaltung begannen im April 2014. Die Vereinbarung mit der Stadt kam aber erst Mitte 2016 zustande. Danach begannen die konzeptionellen Vorarbeiten. Die Er\u00f6ffnung war schlie\u00dflich im M\u00e4rz 2018, denn man wollte seitens des Vereins abwarten, bis die Auslagerung und Erweiterung der Kinderkrippe \u201eRasselbande\u201c in einen Neubau auf dem Gel\u00e4nde des Haus f\u00fcr Kinder planerisch so abgesichert war, dass im Altbau auf Dauer gen\u00fcgend Raumkapazit\u00e4t zur Verf\u00fcgung stehen konnte.<\/p>\n<p>Etwa gleichzeitig mit der Entwicklung des Hauses f\u00fcr Kinder zum Familienst\u00fctzpunkt, begannen die Gespr\u00e4che zur \u00dcbernahme des Kindergarten Schwalbennestes des St. Johannis-Zweigvereins Aschaffenburg. Dieser Verein wollte den Kindergarten zum 31.12. 2014 abgeben. Zur Vorbereitung des Tr\u00e4gerwechsels mussten jedoch drei Komplexe gekl\u00e4rt werden: Personal\u00fcbernahme, Mittelbereitstellung f\u00fcr eine Anschubfinanzierung und Zustimmung der Mitgliederversammlung des St. Johannis-Zweigvereins Aschaffenburg-Schweinheim. Eine au\u00dferordentliche Mitgliederversammlung des Johannis Zweigvereins Schweinheim erkl\u00e4rte am 25. 6. 2015 die Bereitschaft zur \u00dcbernahme. Voraussetzung daf\u00fcr war die Sicherstellung der Liquidit\u00e4t f\u00fcr die Personalkosten in H\u00f6he von drei Monatsgeh\u00e4ltern (ca. 120 000,- \u20ac) f\u00fcr das Personal. Weiterhin fand unter der Leitung des ehemaligen Jugendamtsleiters der Stadt Aschaffenburg, Michael &#8222;Maigk&#8220; Sommer, am 24.4.2015 eine Betriebsversammlung im Schwalbennest statt, an der alter Tr\u00e4ger, neuer Tr\u00e4ger und das gesamte Personal teilnahmen. In der Versammlung stellte der neue Tr\u00e4ger seine Rahmenbedingungen f\u00fcr einen Betriebs\u00fcbergang f\u00fcr die Elternarbeit, seine Vereinsarbeit und die Anspr\u00fcche f\u00fcr die Wertorientierung der p\u00e4dagogischen Arbeit dar: maximal 25 Schlie\u00dftage und Dienstleistungsorientierung, Unterst\u00fctzung der Vereinsstruktur durch das Personal, Mitbetreuung von Kindern aus anderen Einrichtungen des Johannis-Zweigvereins Schweinheim bei nicht \u00fcberlappenden Schlie\u00dfzeiten, Kooperation mit den anderen Einrichtungen des Vereins, Fortbildungsbereitschaft des Personals, st\u00e4ndige Kooperation der Leitung mit der Vereinsleitung und Vertretung einer christlichen Grundhaltung bei der Arbeit, einheitliche Handhabung der Wartelisten. Auch dem Elternbeirat des Schwalbennestes wurde ein Gespr\u00e4ch angeboten, das jedoch mangels R\u00fcckmeldung seitens der Elternvertreter nicht zustande kam. Der \u00dcbergang der Betriebstr\u00e4gerschaft konnte schlie\u00dflich, nachdem der Stadtrat der \u00dcbertragung des Mietvertrags f\u00fcr die Liegenschaft des Schwalbennests auf den Johannis-Zweigverein Schweinheim zugestimmt hat, zum 1.9.2015 erfolgen. (Bild 11)<\/p>\n<p>Der Kindergarten Schwalbennest hatte zum Zeitpunkt des Tr\u00e4gerwechsels eine Krippengruppe und vier Kindergartengruppen. Diese Kombination entsprach nicht mehr dem Bedarf der Eltern. Daher verfolgten Vorstand und Hausleitung das Ziel, m\u00f6glichst bald die Zahl der Krippenpl\u00e4tze zu erh\u00f6hen. Dazu w\u00e4re eine Vergr\u00f6\u00dferung des Geb\u00e4udes erforderlich gewesen. Daf\u00fcr gab es jedoch bei der Stadt keinen finanziellen Spielraum. Als sich im Jahr 2017 f\u00fcr das Kindergartenjahr 2018\/19 eine gro\u00dfe L\u00fccke im Betreuungsangebot f\u00fcr Krippenpl\u00e4tze abzeichnete, kam die Stadt auf den Verein zu, ob er bereit w\u00e4re, auf dem Gel\u00e4nde des TV Schweinheim, dort wo einige Jahre zuvor das Haus f\u00fcr Kinder St. Franziskus ausgelagert gewesen war, eine provisorische Krippe als Tr\u00e4ger zu betreiben. Mit der Perspektive, diese zwei Krippengruppen nach Ablauf der Provisoriumszeit auf das Gel\u00e4nde des Schwalbennestes umzusetzen, stimmte die Mitgliederversammlung im Mai 2018 dieser L\u00f6sung zu. Das Provisorium ging im November 2018 in Betrieb. Ein finanzieller Kraftakt f\u00fcr den Verein und ein organisatorischer Kraftakt f\u00fcr die Hausleitung des Schwalbennestes.<\/p>\n<p>Der Ausbau des Hauses f\u00fcr Kinder Maria Geburt an der Gutwerkstra\u00dfe zum Familienst\u00fctzpunkt machte es notwendig, die Raumaufteilung und Raumzuordnung in dem Geb\u00e4ude aus den 1950er-Jahren zu \u00fcberdenken. Au\u00dferdem ben\u00f6tigte der Familienst\u00fctzpunkt ein spezifisches Raumangebot, das auch unabh\u00e4ngig vom Haus f\u00fcr Kinder genutzt werden kann. Diese Anforderungen lie\u00dfen sich problemlos erf\u00fcllen, wenn der Betrieb der Kinderkrippe ausgelagert werden w\u00fcrde. Eine eingruppige Kinderkrippe war auch f\u00fcr die Gr\u00f6\u00dfe des Kindergartens nicht mehr angemessen. Der Verein entschloss sich daher, die Kinderkrippe, die seit Anfang 2003 im 1. Obergeschoss bestand und von einem eigenst\u00e4ndigen Tr\u00e4gerverein betrieben wurde, um eine Gruppe zu erweitern und auszulagern. Die bestehenden gro\u00dfen Freifl\u00e4chen der Einrichtung boten hierf\u00fcr gen\u00fcgend Spielraum. Tr\u00e4ger der erweiterten Krippe sollte auch weiterhin der Verein Pusteblume e.V. sein. Die Mitgliederversammlung 2017 fasste im Mai den daf\u00fcr erforderlichen Grundsatzbeschluss. Ebenfalls 2017 wurde der Bauantrag eingereicht und parallel dazu bei der Di\u00f6zese, der Stadt Aschaffenburg und dem Freistaat Bayern die F\u00f6rderung des Neubaus beantragt. Mit einem Investitionsvolumen von ca. 1,1 Millionen \u20ac wurde in den Jahren 2019\/2020 ein freistehendes, eingeschossiges Pavillongeb\u00e4ude errichtet. Der Verlust an Freifl\u00e4che auf dem Kindergartengel\u00e4nde wurde durch eine Ausweitung des Spielbereichs auf die vorgelagerte \u00f6ffentliche Gr\u00fcnfl\u00e4che ausgeglichen. Dieses neue Krippengeb\u00e4ude ist nach etwa einj\u00e4hriger Bauzeit seit April 2020 in Betrieb. (Bild 12)<\/p>\n<p>Schlussbemerkung: Diese Darstellung der Geschichte des St. Johannis Zweigvereins Aschaffenburg-Schweinheim beruht f\u00fcr die Zeit vor 1990 auf verschiedenen Artikeln im Main Echo, Recherchen von Josef Syndikus zur Geschichte der \u201eArmen Schulschwestern\u201c in Schweinheim sowie dem leider nur sehr sp\u00e4rlichen Vereinsarchiv. Bedauerlicherweise wurden n\u00e4mlich in den 1980er Jahren Vereinsakten nicht weitergegeben und sind verschollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Vorgeschichte Im Jahr 1853 gr\u00fcndete der bayerische K\u00f6nig Maximilian II. einen \u201eCentralverein des K\u00f6nigreichs f\u00fcr wohlt\u00e4tige Zwecke\u201c mit dem Namen St. Johannisverein. Der organisatorische Ausbau erfolgte mit regionalen Zweigvereinen. 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